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Die Zeit ist schnelllebig. Viel zu schnelllebig. Leider. Die Top-Themen, die noch vor einigen Wochen tagelang die Zeitungsspalten füllten und die Nachrichten beherrschten, werden ganz schnell zum Ladenhüter, zu Themen, von denen die Öffentlichkeit kaum mehr Notiz nimmt. Dabei stellt sich die allgemeine Teilnahmslosigkeit oft genau dann ein, wenn das öffentliche Interesse besonders wichtig wäre. Die Rede ist vom Plauener Traditionsbetrieb Plamag. Anfang der Woche zog sich der nächste Kaufinteressent zurück. Die Zukunft des einstigen Manroland-Werkes ist damit wieder völlig offen. Doch es gab keinen Aufschrei in der Bevölkerung, keine Demonstrationen in der Plauener Innenstadt, keine Statements der Politiker – das Thema zieht nicht mehr.
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Umweltmobil: Erleben und erforschen
Plauen – Forschungen über heimischen Boden und Gewässer stellen derzeit Schüler des Diesterweg Gymnasiums an. In einer Aktion mit dem Umweltmobil der Sächsischen Landesstiftung können mitten in der Natur biologische und chemische Faktoren erforscht werden. Diese wirkungsvolle Umweltbildung wird bereits seit 1992 mit zwei Fahrzeugen im Freistaat Sachsen unterstützt.
Durch unmittelbares Erleben und eigenes Erforschen und Entdecken sollen Schülern die Zusammenhänge näher gebracht und die Sinne geschärft werden. Susanne Walter ist mit einem der Laborfahrzeuge unterwegs. Fast täglich arbeitet sie mit Schulen und dabei jeder Altersstufe zusammen. Die Schule meldet sich an und entscheidet sich für eins der angebotenen Projekte. Dabei stehen Wiese, Wald, Boden und Gewässer zur Auswahl.
Das Plauener Diesterweg Gymnasium nutzt diese Möglichkeit seit mehreren Jahren. Während des Profilunterrichtes für Naturwissenschaften, der ab 8. Klasse beginnt, sieht der Lehrplan auch das Thema Boden und Gewässer vor. So untersuchten gestern die Neunklässer den Boden am Ende der Hainstraße. Dabei wurden die Bodenart und die Zusammensetzung bestimmt, die Bodentemperatur gemessen, das Versickerungsverhalten sowie weitere Parameter erarbeitet. In chemischen Experimenten galt es den ph-und Kalkwert zu finden. Außerdem wurden alle Lebewesen, die kriechend und krabbelnd zu finden waren, bestimmt und sich über deren Nutzen in der mitgebrachten Literatur belesen.
Heute ist die achte Klasse an der Reihe. Diese darf sich am Bach Syra über die Gewässergüte Gedanken machen. Wasserproben geben Aufschluss über Qualität und Struktur. Der Verlauf und das Ufer zeigen die Natürlichkeit oder vorgenommene Eingriffe. Mit dem Mikroskop rücken die Schüler den Wassertierchen zu Leibe
Stephanie Rössel
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