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Die Zeit ist schnelllebig. Viel zu schnelllebig. Leider. Die Top-Themen, die noch vor einigen Wochen tagelang die Zeitungsspalten füllten und die Nachrichten beherrschten, werden ganz schnell zum Ladenhüter, zu Themen, von denen die Öffentlichkeit kaum mehr Notiz nimmt. Dabei stellt sich die allgemeine Teilnahmslosigkeit oft genau dann ein, wenn das öffentliche Interesse besonders wichtig wäre. Die Rede ist vom Plauener Traditionsbetrieb Plamag. Anfang der Woche zog sich der nächste Kaufinteressent zurück. Die Zukunft des einstigen Manroland-Werkes ist damit wieder völlig offen. Doch es gab keinen Aufschrei in der Bevölkerung, keine Demonstrationen in der Plauener Innenstadt, keine Statements der Politiker – das Thema zieht nicht mehr.
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Steuerfluss im Vogtland schwächelt auf breiter Front
Plauen – Auf den Vogtlandkreis kommen schwere Zeiten zu. Im Kreisausschuss am Donnerstag sagte Reichenbachs Oberbürgermeister Dieter Kießling: „Ich sehe auf Grund der wirtschaftlichen Lage Bittgesuche aus Kommunen, Vereinen und Verbänden auf uns zukommen.“
Allerdings sei abzusehen, dass wegen massiver Steuereinnahmeausfälle auch vom Vogtlandkreis kaum Hilfe zu erwarten sei. Schließlich spüre dieser Einnahmedefizite ebenso schmerzlich. Landrat Lenk stimmte zu. „Auf Grund des Doppelhaushalts ist 2010 einigermaßen gesichert. Dann aber werden wir den Haushalt kaum schließen können.“ Dann blieben zwei Möglichkeiten: „Wir müssen uns von Standards trennen oder ungedeckte Kredite aufnehmen.“ Möglicherweise müssten Haushalte anders aufgestellt werden, beispielsweise das Eigentum der Kommunen und des Kreises als Haben und Sicherheiten für Kredite eingesetzt werden.
An die Vertreter im Städte- und Gemeindebund appellierte er, die Probleme frühzeitig anzusprechen. Dringend müssten die Ausgaben des Kreis-Verwaltungshaushalts geprüft werden. „Wir müssen gemeinsam durch zwei harte Jahre gehen“, so Lenk. Er forderte „Intensivbefassungen“ – „Krisensitzung“ sagte er (noch) nicht. mam
2009-10-10
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