Hub-Blog "Ansichtssache" jeden Samstag neu...

Herausgeber Wilfried Hub Handikap

Die Zeit ist schnelllebig. Viel zu schnelllebig. Leider. Die Top-Themen, die noch vor einigen Wochen tagelang die Zeitungsspalten füllten und die Nachrichten beherrschten, werden ganz schnell zum Ladenhüter, zu Themen, von denen die Öffentlichkeit kaum mehr Notiz nimmt. Dabei stellt sich die allgemeine Teilnahmslosigkeit oft genau dann ein, wenn das öffentliche Interesse besonders wichtig wäre. Die Rede ist vom Plauener Traditionsbetrieb Plamag. Anfang der Woche zog sich der nächste Kaufinteressent zurück. Die Zukunft des einstigen Manroland-Werkes ist damit wieder völlig offen. Doch es gab keinen Aufschrei in der Bevölkerung, keine Demonstrationen in der Plauener Innenstadt, keine Statements der Politiker – das Thema zieht nicht mehr.

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Sternwarte ist im Besitz einmaliger Aufnahmen

Rodewisch – Eine spektakuläre Detailansicht des 7500 Lichtjahre entfernten Carinanebels, einer der größten Stern-Entstehungsregionen der Milchstraße, befindet sich seit gestern im Besitz der Sternwarte Rodewisch.


Im Beisein von Schülern des naturwissenschaftlichen Neigungskurses des Glauchauer Gymnasiums, die gestern ihren Projekttag an der Sternwarte verbrachten, enthüllte der Leiter der Einrichtung Jochen Engelmann das zwei mal ein Meter große Poster, das nun die Bilderwand im Foyer des Sternwartengebäudes bereichert. Übergeben wurde das Bild anlässlich des 20. Jubiläums des Hubble Space Teleskops, welches seit dem 24. April 1990 im Auftrag von NASA und der Europäischen Weltraumbehörde, ESA unentwegt Bilder aus den Fernen des Alls an die Erde sendet. „Lediglich 100 verschiedene astronomische Einrichtungen Europas erhielten solch ein Bild“, bringt Engelmann seine Freude über die neue Errungenschaft zum Ausdruck.


Das Weltraumteleskop Hubble liefere seit zwei Jahrzehnten fantastische Aufnahmen aus den Tiefen des Weltalls. „Hubble hat uns Aufnahmen von entlegenen Galaxien, Sternentstehungen und Sternexplosionen gebracht. Über 100 000 Runden hat das Teleskop um die Erde gedreht, dabei 30 000 Objekte ins Visier genommen und 600 000 Fotos geschossen“, schwärmt Engelmann, der das Teleskop als bahnbrechend für die Weltraumforschung bezeichnet. Seit 1972 habe die NASA an der Entwicklung des Superteleskops in der Größe eines Schulbusses gearbeitet. Die Europäische Weltraumbehörde war seit 1977 an der Entwicklung beteiligt. „Die Einzigartigkeit des Weltraumfernrohrs, das den Namen des amerikanischen Astronomen Edwin Hubble trägt, besteht in der Verschmelzung von Infrarotstrahlen, ultravioletten Strahlen und unserer Wahrnehmung durch das Auge, so dass bisher Unsichtbares sichtbar wird“, erklärt Engelmann die Funktion des Teleskops.


Davon zeigten sich auch die beiden Achtklässler Phillip Jenrich und Sascha Tawfik beeindruckt. Wenn auch bei den beiden die Astronomie im naturwissenschaftlichen Bereich nicht ganz vorn ansteht, bringe man schon die notwendige Achtung vor solchen Leistungen auf, meint Phillip.    pdk

 

2010-05-04




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