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Herausgeber Wilfried Hub Handikap

Die Zeit ist schnelllebig. Viel zu schnelllebig. Leider. Die Top-Themen, die noch vor einigen Wochen tagelang die Zeitungsspalten füllten und die Nachrichten beherrschten, werden ganz schnell zum Ladenhüter, zu Themen, von denen die Öffentlichkeit kaum mehr Notiz nimmt. Dabei stellt sich die allgemeine Teilnahmslosigkeit oft genau dann ein, wenn das öffentliche Interesse besonders wichtig wäre. Die Rede ist vom Plauener Traditionsbetrieb Plamag. Anfang der Woche zog sich der nächste Kaufinteressent zurück. Die Zukunft des einstigen Manroland-Werkes ist damit wieder völlig offen. Doch es gab keinen Aufschrei in der Bevölkerung, keine Demonstrationen in der Plauener Innenstadt, keine Statements der Politiker – das Thema zieht nicht mehr.

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Wildkatzen wieder im Vogtland

Krebes/Oberlauterbach – Die Wildkatze ist wieder da im Vogtland – Jahrzehnte nach ihrer Ausrottung. Allerdings ist nicht klar, ob sie ständig hier lebt oder das Vogtland nur als Durchgangsstation benutzt.

 

 Das sagt Karin Hohl, die Regionalkoordinatorin für das Projekt, die Tiere länderübergreifend wieder anzusiedeln, das seit sechs Jahren läuft.
Nach Frau Hohls Angaben wurde im Herbst eine Wildkatze im Burgsteingebiet nachgewiesen – mittels eines Lockstocks. „Das ist ein kleiner Pfahl mit einer klebrigen Masse, der einen für Wildkatzen betörenden Duft aussendet. Die Katzen reiben sich an dem Pfahl und die Haare, die kleben bleiben, werden genetisch untersucht.“ Auch im Thüringer Vogtland seien Wildkatzen nachgewiesen worden, sagt Frau Hohl. Wildkatzen meiden Menschen und bevorzugen tiefe Wälder wie im Oberen Vogtland. Um diese Lebensräume zu erreichen, brauche es „Wanderkorridore“, die den Wildkatzen Deckung böten: Büsche und Diabaskuppen, wie im Burgsteinland oder an den Steilhängen der Elster.


Einen solchen Wanderkorridor vermutet Frau Hohl in Thüringen beginnend über Mühltroff, Reuth, Weischlitz und Bösenbrunn bis in die Schönecker Gegend. Dort könnte sich der Korridor gabeln: ins Fichtelgebirge und ins Tschechische. „Wir versuchen, der Wildkatze diese Lebensräume zu erhalten. Das kommt ja auch anderen Arten zugute, im Burgsteinland zum Beispiel dem Schwarzstorch und Greifvögeln wie dem Uhu“, sagt Frau Hohl, die Diplom-Forstwirtin ist und einerseits im Umweltamt des Landratsamtes arbeitet und andererseits als Leiterin des Umweltzentrums Oberlauterbach eingesetzt ist.; außerdemist sie Rgionalkoordinatorin für Großraubsäuger.


Hilfe der Vogtländer und der Jäger sei nötig, damit die Wildkatze eine Zukunft hat in der Region, sagt Frau Hohl. Die Eigentümer der Wälder müssten einverstanden sein mit dem Aufstellen der Lockstöcke. Und Wanderer sollten tote, in der Natur gefundene wildfarbene Katzen melden – v 03745/7510520. „So wie Ende März, als ein Pausaer am Schwarzen Teich eine Katze fand. Das Tier wird untersucht. Wir warten auf Ergebnisse, ob es eine Wildkatze war.“ Frau Hohl wünscht sich eine Öffentlichkeit, die stolz ist auf die vogtländische Natur – und auf die Wildkatzen. „Das ist doch ein Zeichen, dass die Umwelt intakt ist.“  ufa

 

2010-05-09




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