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Die Zeit ist schnelllebig. Viel zu schnelllebig. Leider. Die Top-Themen, die noch vor einigen Wochen tagelang die Zeitungsspalten füllten und die Nachrichten beherrschten, werden ganz schnell zum Ladenhüter, zu Themen, von denen die Öffentlichkeit kaum mehr Notiz nimmt. Dabei stellt sich die allgemeine Teilnahmslosigkeit oft genau dann ein, wenn das öffentliche Interesse besonders wichtig wäre. Die Rede ist vom Plauener Traditionsbetrieb Plamag. Anfang der Woche zog sich der nächste Kaufinteressent zurück. Die Zukunft des einstigen Manroland-Werkes ist damit wieder völlig offen. Doch es gab keinen Aufschrei in der Bevölkerung, keine Demonstrationen in der Plauener Innenstadt, keine Statements der Politiker – das Thema zieht nicht mehr.
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Wieder mehr Krankmeldungen im Vogtland
Plauen – Entgegen dem landesweiten Trend sei die Zahl an Krankmeldungen im Vogtlandkreis wieder gestiegen, resümierte DAK-Bezirksgeschäftsführerin Antje Grünler beim vorstellen des aktuellen Gesundheitsreportes am Dienstag.
Mit 0,3 Prozent über dem Bundesniveau 2008, jedoch noch unter dem Durchschnitt von ganz Sachsen liegen die Zahlen. Besonders hoch sei der Anteil an Muskel- und Skeletterkrankungen mit 22,4 Prozent, gefolgt von Atmungssystem (18,8 Prozent) und sonstigen Verletzungen (15 Prozent). Psychische Erkrankungen hingegen seien im Vergleich zum Vorjahr dagegen deutlich weniger geworden, ganz im Gegensatz zum Kreislaufproblemen. Deutlich zeichnet sich jedoch ab, dass längere Krankheits-Phasen die Kurzzeitausfälle ablösen. Umso wichtiger sei es deshalb für die DAK als Krankenkasse einzelfallbezogene Maßnahmen anzubieten. Jährlich werden neue Angebote übernommen, so Grünler.
Dazu gehören neben Stressmanagement, Yoga, Suchtprävention und Bewegungstherapie auch Kurzreisen zum Beispiel über’s Wochenende. Interessant seien auch für größere Firmen Aktionen wie ein Gesundheitstag. Wer seinen Angestellten etwas Gutes tun möchte und erkannt hat, dass gesunde Mitarbeiter auch mehr Arbeitsleistung bringen können, der bekommt über das Bonusprogramm der DAK auch noch einen finanziellen Anreiz dazu.
Bei den Untersuchungen 2008 wurde ein Problem ganz deutlich. ,,Doping am Arbeitsplatz“ ist ein mittlerweile verbreitetes Problem. Teilweise verschreibungspflichtige Medikamente werden von gesunden Menschen eingenommen, um eine Steigerung der Leistungsfähigkeit zu erzielen. In einer Umfrage gaben 44 Prozent an, dass die Mittel auch bei Gesunden wirken und 20 Prozent die Risiken und Nebenwirkungen für vertretbar halten.
Tausende nehmen regelmäßig Präparate dieser Art ein. Dabei möchte der größte Teil die Spirale von steigenden beruflichen Anforderungen kompensieren. Außen vor bleibt bei den meisten das Suchtpotential. Auch Silke Müller vom Gesundheitsamt des Vogtlandkreises freundete sich schnell mit dem Gedanke zu organisierten Gesundheitstagen oder ähnlichen Aktionen an. In Zukunft solle intensiver in diese Richtung überlegt und zusammen gearbeitet werden, heißt es. sr
2009-10-23
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