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Die Zeit ist schnelllebig. Viel zu schnelllebig. Leider. Die Top-Themen, die noch vor einigen Wochen tagelang die Zeitungsspalten füllten und die Nachrichten beherrschten, werden ganz schnell zum Ladenhüter, zu Themen, von denen die Öffentlichkeit kaum mehr Notiz nimmt. Dabei stellt sich die allgemeine Teilnahmslosigkeit oft genau dann ein, wenn das öffentliche Interesse besonders wichtig wäre. Die Rede ist vom Plauener Traditionsbetrieb Plamag. Anfang der Woche zog sich der nächste Kaufinteressent zurück. Die Zukunft des einstigen Manroland-Werkes ist damit wieder völlig offen. Doch es gab keinen Aufschrei in der Bevölkerung, keine Demonstrationen in der Plauener Innenstadt, keine Statements der Politiker – das Thema zieht nicht mehr.
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Vogtland erwartet Bundespräsident Horst Köhler
Plauen – Bundespräsident Horst Köhler wird am 7. Oktober zu einem Besuch im Vogtland erwartet. Neben Plauen stehen Markneukirchen und der frühere Grenzstreifen „Grünes Band“ bei Sachsgrün auf dem Programm, teilte gestern das Landratsamt in Plauen mit.
„Ich freue mich, dass der Bundespräsident ins Vogtland kommt“, sagte Landrat Dr. Tassilo Lenk. Er selbst gehörte als Mitglied der Bundesversammlung an, die am 23. Mai im Berliner Reichstag Horst Köhler für eine weitere Amtsperiode wieder wählte. Die persönliche Gratulation verband Lenk mit einer Einladung in die Region, die der Bundespräsident zusagte. Nach Roman Herzog und Johannes Rau besucht nun Bundespräsident Horst Köhler das Vogtland.
Zu Beginn seiner Reise wird er in der Spitzenstadt Plauen erwartet. Vor 20 Jahren gingen an diesem geschichtsträchtigen Datum in der Spitzenstadt Bürgerinnen und Bürger Plauens sowie des gesamten Vogtlandkreises auf die Straße. Diese erste friedliche Massendemonstration war überhaupt Wegbereiter der Wende 1989. Erst zwei Tage später fand der berühmte Montag in Leipzig statt. „Deshalb sehen wir den Besuch des Bundespräsidenten auch als besondere Wertschätzung“, so Lenk.
Am Vormittag steht in Plauen das Alte Rathaus mit dem Eintrag ins Goldene Buch sowie der Besuch des nach der Wende aufwändig rekonstruierten Malzhauses auf dem Programm. In dessen Galerie ist eine Podiumsdiskussion mit Akteuren der friedlichen Revolution geplant.
Anschließend besucht das Staatsoberhaupt die Musikstadt Markneukirchen und stellvertretend für die Vielfalt des über 300-jährigen traditionsreichen Musikinstrumentenbaus das Unternehmen Warwick.
Die wohl letzte Station des Besuches wird das „Grüne Band“ bei Sachsgrün sein. Schon im Dezember 1989 haben sich Naturschützer aus Ost und West zusammengetan, um über die „Zukunft“ des Grenzstreifens als Naturschutzgebiet nachzudenken. Schrittweise entstand das „Grüne Band“, ein in der Bundesrepublik einmaliges Biotopverbundsystems und gleichzeitig mit 42 Kilometern Länge das längste Naturschutzobjekt des Vogtlandkreises.
Mit der Festsetzung des NSG „Dreiländereck“ 1996 war der sächsische Anteil des „Grünen Bandes“ vollständig unter Schutz gestellt. Als Beispiel des Natur- und Artenschutzes wird der Bundespräsident in Triebel im Naturschutzgebiet „Fuchspöhl“ einen gut einen Kilometer langen Abschnitt des ehemaligen Todesstreifens kennen lernen, heißt es. va
2009-09-18
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