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Die Zeit ist schnelllebig. Viel zu schnelllebig. Leider. Die Top-Themen, die noch vor einigen Wochen tagelang die Zeitungsspalten füllten und die Nachrichten beherrschten, werden ganz schnell zum Ladenhüter, zu Themen, von denen die Öffentlichkeit kaum mehr Notiz nimmt. Dabei stellt sich die allgemeine Teilnahmslosigkeit oft genau dann ein, wenn das öffentliche Interesse besonders wichtig wäre. Die Rede ist vom Plauener Traditionsbetrieb Plamag. Anfang der Woche zog sich der nächste Kaufinteressent zurück. Die Zukunft des einstigen Manroland-Werkes ist damit wieder völlig offen. Doch es gab keinen Aufschrei in der Bevölkerung, keine Demonstrationen in der Plauener Innenstadt, keine Statements der Politiker – das Thema zieht nicht mehr.
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Neue Strukturen in Paracelsus-Kliniken
Neue Strukturen kommen, die Regelversorgung bleibt jedoch an beiden Standorten der Paracelsus-Klinik in Schöneck und in Adorf erhalten.
Schöneck – Wenn gesicherte Informationen fehlen, schießen Gerüchte ins Kraut. Das Schönecker Krankenhaus verliere seine chirurgische Abteilung, hieß es. Ungereimtheiten gab es auch im Zusammenhang mit dem plötzlichen Ausstieg der neuen Verwaltungsdirektorin Rita Bernhardt. Sie kündigte nur wenige Monate nach Amtsantritt ihre Stellung und weilt derzeit im Urlaub. Zunächst hielt sich auch die Klinikleitung bedeckt. Doch gestern ging man in die Offensive. Regionaldirektor Peter Zeidler, der langjährige Schönecker Verwaltungsdirektor, lud zum offenen Pressegespräch in die Schönecker Klinik, um die Wogen zu glätten.
An seiner Seite hatte er den leitenden Chefarzt Dr. med. Mario Dietzel (Unfallchirugie/Orthopädie), Diplom-Mediziner Dieter Haugk (Allgemein- und Bauchchirurgie), Dr. med. Erhard Spranger (Innere Medizin), Pflegedienstleiterin Britta Scherzer und den neuen Verwaltungsdirektor, Diplom-Kaufmann Hans Elbeshausen.
Eigentlich seien die neuen Strukturen noch nicht endgültig. Doch die Fehlinformationen sorgten auch unter den Mitarbeitern für zunehmende Unruhe. Man sei daher um Transparenz bemüht, fand Peter Zeidler. Von der Krankenhausdichte, der Konkurrenz, dem medizinischen Fortschritt und den damit verbundenen kostenintensiven Investitionen war dann die Rede. Man dürfe nicht die Entwicklungen verpassen. Man müsse lernen, mit dem Alter und den Alterungsprozessen zu leben. Nicht von ungefähr komme die Orientierung des Helios Vogtland-Klinikums in Richtung Geriatrie. „Geriatrie wollen wir in Adorf schon gern anbieten“, erklärte Zeidler. Doch noch ist es nicht so weit. Zuvor gilt es, im Krankenhaus-Bedarfsplan dementsprechende Beachtung zu finden.
Für 2012 sind neue Krankenhaus-Bedarfspläne aufzustellen. Das werde aller zwei Jahre gemacht. „Diesmal liegen drei Jahre dazwischen“, erklärt Zeidler. Erst Ende Mai oder Anfang Juni könne man hierzu verbindliche Aussagen treffen. Der bestätigte Krankenhaus-Bedarfsplan ist hierfür Voraussetzung. In Schöneck und Adorf habe man in der zurückliegenden Zeit intern diskutiert, wie man künftig beide Klinikstandorte aufstellen wolle. Fakt ist, dass die Regelversorgung an beiden Häusern gewährleistet bleibt. So werde der Skiurlauber bei einem Bruch durchaus in Schöneck ärztlich versorgt. Dennoch gelte es, sich zu spezialisieren, was Medizintechnik betrifft und Personal. Die Bereitschaft, sich ständig zu qualifizieren sei bei den Mitarbeitern groß. Natürlich könne es auch zu Umbesetzungen kommen innerhalb der Häuser. Personalabbau sei nicht geplant.
Investieren will man in die Röntgen-Abteilung und auch die Telefonanlagen an den Standorten sollen erneuert werden. Hatte man am Adorfer Standort mit dem Abbruch der Förderschule ein sichtbar angenehmeres Umfeld geschaffen, so erhielt die Schönecker Klinik einen neuen Parkplatz am Haus. Keine weiteren Erklärungen gab es zum plötzlichen Weggang von Rita Bernhardt. Die Stelle wird für gut drei Monate mit Hans Elbeshausen besetzt. Der 57-jährige Diplom-Kaufmann kommt aus Nordhorn und ist selbstständig tätig, seit 40 Jahren arbeite er für Krankenhäuser. Er sei eng an Regionaldirektor Peter Zeidler gekoppelt und werde in Adorf oder Schöneck seinen vorübergehenden Wohnsitz beziehen. Man nutze die drei Monate, um „in aller Ruhe“ einen neuen Verwaltungsdirektor für den vogtländischen Standort der Paracelsus-Klinik zu suchen, erklärte Zeidler.
Von Marlies Dähn
2011-05-06
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