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Die Zeit ist schnelllebig. Viel zu schnelllebig. Leider. Die Top-Themen, die noch vor einigen Wochen tagelang die Zeitungsspalten füllten und die Nachrichten beherrschten, werden ganz schnell zum Ladenhüter, zu Themen, von denen die Öffentlichkeit kaum mehr Notiz nimmt. Dabei stellt sich die allgemeine Teilnahmslosigkeit oft genau dann ein, wenn das öffentliche Interesse besonders wichtig wäre. Die Rede ist vom Plauener Traditionsbetrieb Plamag. Anfang der Woche zog sich der nächste Kaufinteressent zurück. Die Zukunft des einstigen Manroland-Werkes ist damit wieder völlig offen. Doch es gab keinen Aufschrei in der Bevölkerung, keine Demonstrationen in der Plauener Innenstadt, keine Statements der Politiker – das Thema zieht nicht mehr.
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Plauen und Vogtlandkreis halten an Campus-Plänen fest
Plauen – Die Berufsakademie Plauen erweitert ihr Angebot und bietet ab Oktober die lang geforderte Studienrichtung Internationales Management an. Ein weiterer Schritt für ein besseres Bildungsangebot im Vogtland, darüber waren sich die Verantwortlichen am Freitag bei der Präsentation einig.
Das Potenzial für die neue Studienrichtung sei da. „Ich gehe davon aus, dass wir den Kurs voll bekommen“, sagt Dr. Peter Kühnl, er wird später einer der Dozenten sein. Mit etwa 25 Studenten soll es am 1. Oktober 2010 losgehen. Vor allem vogtländische Unternehmen die ins Ausland exportieren könnten von der neuen Studienrichtung profitieren. „Fremdsprachen, der Umgang mit anderen Kulturen und alles was man braucht, um im Unternehmen anzupacken, wird in dem neuen Kurs vermittelt, sagt Kühnl.
Die BA Plauen hat derzeit insgesamt 274 Studenten. Im Vergleich zu anderen Standorten verhältnismäßig wenig. Die Plauener BA hat sich in den letzten Jahren gut entwickelt. „Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht“, sagt Prof. Dr. Anton Schlittmaier, kommissarischer Direktor. Durch die Aufnahme weiterer Studienrichtungen und einem Ausbau des Marketings stößt die Staatliche Studienakademie Plauen auf der Melanchthonstraße im kommenden Jahr an ihre Kapazitätsgrenze. „Die Bewerber sind da“, so Schlittmaier. Auch neu ausgebaute Räume im Objekt werden spätestens bis 2012 belegt sein.
Aus diesem Grund hält die Stadt Plauen und der Vogtlandkreis auch weiter an den ehrgeizigen Campus-Plänen fest, die drei Gebäude auf dem Amtsberg zum künftigen BA-Standort umzubauen. Dies gelinge aber nur, wenn auch Dresden hinter dem Projekt steht und die Regierung das Vorhaben finanziell unterstützt. Dies machten gestern Oberbürgermeister Ralf Oberdorfer und Landrat Tassilo Lenk nochmals vor Vertretern der Regierung und verschiedenen Ministerien sowie Mitgliedern des Staatsbetriebes Sächsische Immobilien- und Baumanagement deutlich. Beide schickten erneut ein Signal in die Landeshauptstadt. Die Regierung müsse für das Oberzentrum Plauen mehr als bisher machen, sagte Oberdorfer.
Der Plauener CDU-Landtagsabgeordnete Frank Heidan: „Wir haben die Voraussetzungen geschaffen, aber wir dürfen jetzt nicht stehen bleiben.“ Die Regierung arbeitet derzeit an einem Hochschulbedarfsplan, von ihm hängt auch die Zukunft für die BA Plauen ab. Auch wenn das ehemalige Schlossgelände zum neuen Campus umgebaut wird, besteht weiter ein Platzproblem. Denn in den nächsten zwei Jahren wird das Projekt nicht gestemmt sein. Allein der Bau wird rund zwei Jahre dauern, schätzt Oberdorfer ein. Eine Übergangslösung hat der Stadtchef aber bereits in der Schublade. „Wir werden eine Zwischenlösung finden.“
Von Martin Reißmann
2010-04-17
Kommentar von _Frank M. am 17.04.2010; 23:49:59 Uhr
Kommentar zu Plauen und Vogtlandkreis halten an Campus-Plänen fest
@delta13Der weitere Ausbau der BA Plauen ist dringend nötig, um auch in Zukunft starken Nachwuchs für die regionale Wirtschaft zu haben. In Ihrer Realität spielt das sicherlich keine Rolle mehr. Auch der Einsatz der Bundeswehr ist wichtig. Nur so kann maßgeblich verhindert werden, dass Terroristen Pläne schmieden und auch Deutschland angreifen. Wir vertreten damit auch unsere Interessen. Vieleicht sollte sich delta13 besser informieren...
Kommentar von _FrankH am 19.04.2010; 10:29:02 Uhr
Kommentar zu Plauen und Vogtlandkreis halten an Campus-Plänen fest
Warum muss sich eigentlich zu jedem Thema, bei dem es um Investitionen in die Zukunft geht, irgendein allwissender Skeptiker zu Wort melden? Gerade um die Majorität der Dummen zu mindern, bedarf es Bildungseinrichtungen!!! Aber um Sachargumente geht es ja hier nicht. Hauptsache man findet einen Vorwand, um zum großen Schlag gegen das "BRD-System" auszuholen.Kommentar von _delta13 am 20.04.2010; 16:58:09 Uhr
Kommentar zu Plauen und Vogtlandkreis halten an Campus-Plänen fest
Grundsätzlich ist nichts gegen Bildungseinrichtungen einzuwenden. Jedoch müssen diese einen Sinn machen. Plauen ist ein "Dorf". Die Infrastruktur marode. Seit Jahren findet eine wirtschaftliche Talfahrt, verursacht u. a. durch unfähige Politiker und "Schönredner", statt. Was nützen höhere Bildungseinrichtungen, wenn die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen fehlen bzw. nicht gegeben sind???@ Frank M.
Das Märchen von der angeblichen Bedrohungslüge gab es schon öfters. Auch ein Herr H***** machte davon Gebrauch, um seine Kriege zu rechtfertigen ...
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Kommentar von _delta13 am 17.04.2010; 15:21:57 Uhr
Kommentar zu Plauen und Vogtlandkreis halten an Campus-Plänen fest
Vielleicht hält Plauen auch am Bau eines zukünftigens Hochseehafens und Großflughafens fest, wenn das notwendige "Kleingeld" vorhanden ist ... Viele Politiker haben den Sinn für die Realität schon lange verloren und können zudem nicht mit dem Geld der Steuerzahler richtig umgehen.Ein weiteres Beispiel gefällig? Der Einsatz der Bundeswehr in Afghanistan ist sinnlos und kostet den Steuerzahler Millionen an EUR jährlich, die in der BRD dringend fehlen. Trotzdem hält die Merkelregierung an dem Einsatz fest, obwohl dieser Krieg schon längst verloren und nicht zu gewinnen ist! Leider. Wieviel Blechkisten aus Afghanistan müssen nach Deutschland noch geliefert werden, bis ein Umdenken erfolgt?
Die Majorität der Dummen ist unüberwindbar und für alle Zeiten gesichert. Der Schrecken ihrer Tyrannei ist indessen gemildert durch Mangel an Konsequenz.
Albert Einstein