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Die Zeit ist schnelllebig. Viel zu schnelllebig. Leider. Die Top-Themen, die noch vor einigen Wochen tagelang die Zeitungsspalten füllten und die Nachrichten beherrschten, werden ganz schnell zum Ladenhüter, zu Themen, von denen die Öffentlichkeit kaum mehr Notiz nimmt. Dabei stellt sich die allgemeine Teilnahmslosigkeit oft genau dann ein, wenn das öffentliche Interesse besonders wichtig wäre. Die Rede ist vom Plauener Traditionsbetrieb Plamag. Anfang der Woche zog sich der nächste Kaufinteressent zurück. Die Zukunft des einstigen Manroland-Werkes ist damit wieder völlig offen. Doch es gab keinen Aufschrei in der Bevölkerung, keine Demonstrationen in der Plauener Innenstadt, keine Statements der Politiker – das Thema zieht nicht mehr.
Auftakt für EU- Schuldengipfel
Opposition: Energiegipfel zu unkonkret
Regierung für weniger Bürokratie im Steuerrecht
Fachkräftemangel verschärft sich
Tschechische Regierung billigt Steuerhöhungen
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Strukturkonzept für Theater Plauen-Zwickau
Plauen – Die neue Führungsspitze des Theaters Plauen-Zwickau hatte im Zuschauerbereich des Ratssaales Platz genommen, der Vorsitzende des Theaterfördervereins ebenfalls, dessen Stellvertreter sitzt seit kurzem als Stadtrat für die CDU sowieso im Parlament.
Ihr besonderes Interesse galt Tagesordnungspunkt 3.4. „Strukturkonzept der Theater Plauen-Zwickau gGmbH“. Und dahinter verbarg sich tatsächlich einiger Sprengstoff. War doch kürzlich deutlich geworden, dass das Theater spätestens 2012 in eine bedrohliche finanzielle Schieflage geraten werde, wenn nämlich ein Loch von 3,1 Millionen Euro im Etat klaffe. Überlegen wie das zu vermeiden sei, damit beauftragt wurde ein darauf spezialisiertes Unternehmen in Leipzig, dessen Vertreter Danilo Pamian die gewonnenen Erkenntnisse den Stadträten vortrug.
Stellenstreichnungen
Dass man es nicht unbedingt mit der Quadratur des Kreises zu tun hatte, versuchte Pamian darzustellen. Er beleuchtete im wesentlichen drei Modelle, favorisierte aber gleichzeitig Variante drei. Und die sieht vor, sechs Stellen im Orchester zu streichen bei gleichzeitiger zehnprozentiger Arbeitszeitverkürzung für alle Ensemblemitglieder. Darüber hinaus müssen weitere 32 Stellen im nichtkünstlerischen Bereich reduziert werden. Und: Bis spätestens Ende Juli 2011 muss ein neuer Haustarif greifen. Rechnet man die damit erzielten Einsparungen zuammen, ergibt sich eine Summe von fast exakt 3,1 Millionen Euro, lediglich 70 000 Euro bleiben offen. Ein Betrag von dem man hofft, dass er überschaubar genug sei, um ihn von beiden Landkreisen zu schultern.
Zuvor hatte Pamian deutlich gemacht, dass die Schließung einzelner Sparten durchaus keine Millionen-Einsparungen bringe. Lediglich die komplette Schließung des Musiktheaters würde sieben Millioen „einspielen“, wäre aber mit exorbitanten Abfindungen verbunden.
In die Diskussion gebracht wurde auch die Erweiterung des Gesellschafterkreises über die beiden Städte Plauen und Zwickau hinaus. Im Klartext, die größere finanzielle Einbindung des Vogtlandkreises und des Kreises Zwickauer Land. Zumal Analysen ergaben, dass sich beide Städte mit 54 Prozent an der Finanzierung „ihrer“ Theater beteiligen, der Freistaat mit 26 Prozent, die Landkreise über Mittel des Kulturraumes aber lediglich mit 19 Prozent. Das Publikum des Theaters rekrutiere sich dagegen zu 40 Prozent aus den Landkreisen. Einer „Goldesel-Vermehrungstheorie“ erteilte der Oberbürgermeister eine deutliche Absage.
Landkreise ins Boot holen
Nachdem sich Prof. Lutz Kowalzick (CDU) danach erkundigt hatte, auf welchem Stand die Tarife eingefroren werden (dem von Mai 2009), äußerten sich die Vertreter der Linken, der Grünen und der FDP im wesentlichen zustimmend zur favorisierten Variante 3, die Claudia Hänsel (Linke) wohl zu Recht als das kleinste von drei Übeln bezeichnete. Dieter Rappenhöner (Grüne) plädierte für eine Vertagung der Entscheidung, um in der verbleibenden Zeit die Landkreise stärker in die Finanzierung einzubinden.
Dies sei nicht möglich, so Oberdorfer, um Fördermittel nicht zurück zahlen zu müssen. Abschließend warb auch Kulturbürgermeister Uwe Täschner für eine Entscheidung. Der Stellenabbau werde sozialverträglich erfolgen, zumal ein Teil der Stellen derzeit sowieso nicht besetzt sei. Mit Stimmenthaltung der Linken und Teilen der FDP wurde die Entscheidung angenommen. tp
2009-09-18
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Kommentar von _Dieter Rappenhöner, Stadtrat Grüne am 18.09.2009; 15:26:28 Uhr
Kommentar zu Strukturkonzept für Theater Plauen-Zwickau
Der Autor hat die abgegebenen Voten und das Abstimmungsergebnis nicht korrekt dargestellt. Die Stadträte von Bündnis 90/Die Grünen haben der Variante 2 (Einbindung der Landkreise) zugestimmt und sich dann bei Variante 3 ebenfalls der Stimme enthalten, weil wir den Prozess nicht aufhalten wollten.