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Die Zeit ist schnelllebig. Viel zu schnelllebig. Leider. Die Top-Themen, die noch vor einigen Wochen tagelang die Zeitungsspalten füllten und die Nachrichten beherrschten, werden ganz schnell zum Ladenhüter, zu Themen, von denen die Öffentlichkeit kaum mehr Notiz nimmt. Dabei stellt sich die allgemeine Teilnahmslosigkeit oft genau dann ein, wenn das öffentliche Interesse besonders wichtig wäre. Die Rede ist vom Plauener Traditionsbetrieb Plamag. Anfang der Woche zog sich der nächste Kaufinteressent zurück. Die Zukunft des einstigen Manroland-Werkes ist damit wieder völlig offen. Doch es gab keinen Aufschrei in der Bevölkerung, keine Demonstrationen in der Plauener Innenstadt, keine Statements der Politiker – das Thema zieht nicht mehr.
Auftakt für EU- Schuldengipfel
Opposition: Energiegipfel zu unkonkret
Regierung für weniger Bürokratie im Steuerrecht
Fachkräftemangel verschärft sich
Tschechische Regierung billigt Steuerhöhungen
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Stollenbacken im Vogtlandmuseum wie 1840
Plauen – Das Fest des Stollenbackens wie es Rudolf Schmidt in seinen Jugenderinnerungen 1913 nach tatsächlichen Ereignissen um das Jahr 1840 beschrieben hat, wurde kürzlich in einer außergewöhnlichen Aktion des Vogtlandmuseums zu neuem Leben erweckt.
Horst Fröhlich verkörperte im historischen Gewand den Plauener Rudolf Schmidt und das schwarz-seidene Festkleid, das Schmidts Mutter, dargestellt von Liane Kümmerl, nur am Tag des Stollenfestes trug, reflektierte das Flair dieses besonderen Ereignisses vor 169 Jahren.
Vogtländische Bäcker kneteten Teig, gaben die vielen süßen Zutaten hinein, formten den Stollen und schoben das leckere Backwerk in die im Museumshof befindlichen Backöfen. Die fünfjährige Michelle Rudat und ihre sechs Jahre ältere Schwester Vanessa schauten in feine historische Gewänder gekleidet aufmerksam zu, bevor Horst Fröhlich im Festsaal des Vogtlandmuseums den beiden jungen Plauenerinnen Schmidts Geschichte vom Stollenfest aus dessen Buch seiner Jugenderinnerungen vorlas.
Michelle und Vanessa erfuhren dabei, wie auch die Besucher im Festsaal, dass einst alle Geschäftsmitarbeiter Schmidts Mutter Caroline Luise beim Stollen backen fleißig halfen. „Kein Stollen der Welt schmeckt so gut wie der unserer Mutter“, hat sich der damals junge Rudolf Schmidt schon gemerkt und es später für die Nachwelt in seinem interessanten Buch so für die Nachwelt festgehalten, wie viele weitere detaillierte Episoden vom Fest des Stollenbackens bei Familie Rudolf Schmidt.
Den Besuchern des nachgestalteten Stollenfestes im Vogtlandmuseum schmeckten anschließend nicht nur Stollen und Plätzchen vogtländischer Bäckermeister der Neuzeit, sie waren auch erfreut über die geschichtlichen Darstellungen und staunten über die Fotodokumentation zur Familie Schmidt.
Von Jürgen Preuß
2009-12-05
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