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Herausgeber Wilfried Hub Handikap

Die Zeit ist schnelllebig. Viel zu schnelllebig. Leider. Die Top-Themen, die noch vor einigen Wochen tagelang die Zeitungsspalten füllten und die Nachrichten beherrschten, werden ganz schnell zum Ladenhüter, zu Themen, von denen die Öffentlichkeit kaum mehr Notiz nimmt. Dabei stellt sich die allgemeine Teilnahmslosigkeit oft genau dann ein, wenn das öffentliche Interesse besonders wichtig wäre. Die Rede ist vom Plauener Traditionsbetrieb Plamag. Anfang der Woche zog sich der nächste Kaufinteressent zurück. Die Zukunft des einstigen Manroland-Werkes ist damit wieder völlig offen. Doch es gab keinen Aufschrei in der Bevölkerung, keine Demonstrationen in der Plauener Innenstadt, keine Statements der Politiker – das Thema zieht nicht mehr.

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Spitze hat großen Auftritt bei der Fashion Week

210111 Fashion WeekPlauen/Berlin – So hat sich die Plauener Spitze noch nicht gezeigt. Gewagt und flott war die Modenschau der Designerin Irene Luft am Mittwochabend auf der Fashion Week in Berlin. Die Münchnerin arbeitete erstmals mit Stickereien aus Plauen und Reumtengrün zusammen.

 

Bis auf den letzten Platz gefüllt war am Mittwochabend das Umspannwerk in Berlin-Kreuzberg. Zahlreiche Designer, Modeexperten, Models und Interessierte verfolgten eine der beiden Modenschauen der Münchener Nachwuchsdesignerin Irene Luft bei der diesjährigen Fashion Week in Berlin. Noch einmal zeigt die Münchenerin ihre Kreationen morgen im Hauptzelt der Modewoche auf dem Bebelplatz in Berlin. Wie die beiden Modemacher Stefan Reinberger und Andreas Trommler im vergangenen Sommer, arbeitete auch Irene Luft erstmals für ihre neue Kollektion mit vogtländischen Stickereien zusammen.

 

Gemeinsam mit der Modespitze Plauen und W. Reuter & Sohn – Spitzen und Stickereien aus Reumtengrün kreierte die junge Designerin 20 Einzelteile, zwölf davon sind am Mittwoch gezeigt worden. „Ich glaube, sie ist gut angekommen“, meinte die Modemacherin nach der Show. Viel nackte Haut verhüllt in Plauener Spitze gab es von den Models zu sehen. Luft arbeitet am liebsten mit den Stofffarben weiß, grau und schwarz, sagt sie. Nun ist die Designerin gespannt, auf die Resonanz. „Schauen wir, was kommt.“


Einen Volltreffer landete Luft mit ihren figurbetonten Haute-Couture-Kleidern auch bei den beiden vogtländischen Firmen, die die Stoffe und Muster für einen Teil der Kollektion lieferten. Bei der Show sahen auch sie erstmals, was genau aus den Zuarbeiten entstanden ist. Begeistert war vor allem Andreas Reinhardt, Geschäftsführer der Modespitze Plauen. Spektakulär, ausgefallen, interessant und überraschend, fand er die rund fünfzehnminütige Modenschau. Ebenfalls sehr angetan war Kati Reuter von W. Reuter & Sohn. „Die Modenschau war sehr feminin und sehr sexy.“ Auch die Stimmung sei ausgesprochen gut gewesen.
Als einen gelungenen Auftritt wertet Koordinatorin Kathrin Floß vom Deutsches Innovationszentrum für Stickerei in Plauen den Auftritt. Als flott und gewagt beschreibt sie die Schau. Besonders erfreut war Floß über das große Interesse. „Es war sehr voll.“


Nun blicken die vogtländischen Akteure und Designerin Irene Luft gespannt auf morgen. Das wird der ganz große Auftritt, sagt Luft. Letztes Jahr im Sommer habe sie bereits einmal mit einer Modekette auf dem Bebelplatz auftreten dürfen. Etwa 16 Models werden in den Farben schwarz und blau vor allem viel transparente Prêt-à-porter-Kleider präsentieren. Einige Teile werden sogar mit tausenden kleinen Swarovski-Steinen besetzt sein. „Wir hoffen, dass es ein großer Erfolg wird“, so Kati Reuter.

 

Der Bebelplatz sei der zentrale Schauplatz der Berliner Fashion Week. Hier treffe man „ganz andere Leute“. Vor allem erhofft sich die Reumtengrünerin auch einen deutlichen Imagegewinn für die Marke und Branche. „Das ist schon mal ein nächster Schritt, den wir da erreicht haben.“ Dazu komme der Promi-Faktor, sagt Andreas Reinhardt.


In transparenter Spitze gehüllt sein wird auch das bekannte Model Fiona Erdmann aus der ProSieben TV-Show „Germany's next Topmodel“. Sie habe laut Luft definitiv zugesagt. Auch Reinhardt sieht den Mode-Abstecher nach Berlin und die aktuelle Entwicklung in der Branche als einen gelungenen Schritt in die richtige Richtung. Es sei eine besondere Möglichkeit, die Vielseitigkeit der Spitze zu präsentieren. Auch, dass am 29. Januar erstmals Modedesigner in Plauen ihre Kollektionen in der ehemaligen e.o.plauen Galerie auf der Bahnhofstraße ausstellen und zum Kauf anbieten, gehöre dazu.              Martin Reißmann

 

2011-01-21




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