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Die Zeit ist schnelllebig. Viel zu schnelllebig. Leider. Die Top-Themen, die noch vor einigen Wochen tagelang die Zeitungsspalten füllten und die Nachrichten beherrschten, werden ganz schnell zum Ladenhüter, zu Themen, von denen die Öffentlichkeit kaum mehr Notiz nimmt. Dabei stellt sich die allgemeine Teilnahmslosigkeit oft genau dann ein, wenn das öffentliche Interesse besonders wichtig wäre. Die Rede ist vom Plauener Traditionsbetrieb Plamag. Anfang der Woche zog sich der nächste Kaufinteressent zurück. Die Zukunft des einstigen Manroland-Werkes ist damit wieder völlig offen. Doch es gab keinen Aufschrei in der Bevölkerung, keine Demonstrationen in der Plauener Innenstadt, keine Statements der Politiker – das Thema zieht nicht mehr.
Auftakt für EU- Schuldengipfel
Opposition: Energiegipfel zu unkonkret
Regierung für weniger Bürokratie im Steuerrecht
Fachkräftemangel verschärft sich
Tschechische Regierung billigt Steuerhöhungen
Schnelleinstieg:
Schlagzeilen von Vogtland-Anzeiger.de
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Sie steigt allen aufs Dach
Klingenthal – Tina Gränig behauptet sich in einem Männerberuf – als Bezirksschornsteinfegerin. Dabei hat sie bisher nur gute Erfahrungen mit ihren Kollegen gemacht.
Für die junge Frau war immer klar, eine handwerkliche Tätigkeit zu erlernen, und so sieht sie ihre Arbeit fast als ihren Traumberuf. In die Lehre ging sie von 1998 bis 2001, im Jahr 2005 legte sie ihre Meisterprüfung ab. Seit Anfang 2010 ist sie in Schöneck und Zwota für alle Arten von Feuerstätten zuständig.
Anfangs, so schmunzelt sie heute, gab es bei den Kunden hier und da schon einmal große Augen, wenn sie sich als die neue Bezirksschornsteinfegermeisterin vorstellte, die ihrem aus Altersgründen ausscheidenden Kollegen Wittich nachfolgte. Doch mittlerweile habe man sich nicht nur an sie gewöhnt sondern auch ein Vertrauensverhältnis aufgebaut.
Wenn niemand zu Hause sei, wisse sie ja, wo der Schlüssel ist, höre sie immer wieder. Ihre anfänglichen Bedenken, sich im Männerberuf zu behaupten, waren überflüssig. Alle seien zugänglich und stets könne sie um Rat fragen. Vielleicht, so meint sie, hängt das gute Verhältnis auch mit ihrem Wesen zusammen, denn schon auf der Schule habe man sie mehr als Kumpel und weniger als Frau gesehen. Helmut Schlangstedt
2011-03-11
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