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Die Zeit ist schnelllebig. Viel zu schnelllebig. Leider. Die Top-Themen, die noch vor einigen Wochen tagelang die Zeitungsspalten füllten und die Nachrichten beherrschten, werden ganz schnell zum Ladenhüter, zu Themen, von denen die Öffentlichkeit kaum mehr Notiz nimmt. Dabei stellt sich die allgemeine Teilnahmslosigkeit oft genau dann ein, wenn das öffentliche Interesse besonders wichtig wäre. Die Rede ist vom Plauener Traditionsbetrieb Plamag. Anfang der Woche zog sich der nächste Kaufinteressent zurück. Die Zukunft des einstigen Manroland-Werkes ist damit wieder völlig offen. Doch es gab keinen Aufschrei in der Bevölkerung, keine Demonstrationen in der Plauener Innenstadt, keine Statements der Politiker – das Thema zieht nicht mehr.
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Opposition: Energiegipfel zu unkonkret
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Schneemassen begraben das Vogtland
Plauen – Der Wintereinbruch hat das Vogtland fest im Griff. Autofahrer mussten in den letzten Stunden mit zum Teil erheblichen Verkehrsbehinderungen rechnen. Der Winterdienst kommt nur schleppend voran. Die Autobahn 72 war mehrere Stunden voll gesperrt.
Des einen Freud, des anderen Leid: Das Vogtland wurde regelrecht überrollt von einer Schneefront. In Klingenthal liegt rund ein halber Meter Schnee und auch in Plauen können derzeit bis etwa 30 Zentimeter gemessen werden – Ausnahme für Anfang Dezember. Am Wochenende öffnen die meisten Skilifte. Doch um die zu erreichen, benötigen Autofahrer momentan Geduld und deutlich mehr Zeit.
Schneeverwehungen und die ergiebigen Schneefälle in der Nacht zu Donnerstag sorgten vielerorts im Vogtland für ein Verkehrschaos. Auf vielen Straßen ging gar nichts mehr. Ausharren mussten vor allem Autofahrer auf der Autobahn 72, die ab 21 Uhr für rund sieben Stunden zwischen Plauen Süd und der Landesgrenze voll gesperrt war. Zuvor kam der Verkehr bereits immer wieder zum Stillstand durch liegengebliebene Lastwagen. Helfer von DRK und THW kamen zum Einsatz. Betroffen waren auch die Budenstraße 92 zwischen Oelsnitz und der A 72 sowie die Bundesstraße 173 am Taltitzer Kreuz. In Plauen musste durch den Schneesturm auch der Weihnachtsmarkt vorzeitig geschlossen werden.
Im Zusammenwirken von Polizei, Winterdienst und THW konnten die wichtigsten Straßenabschnitte bis gestern Vormittag wieder befahrbar gemacht werden, teilte die Polizei mit. So konnten auch stärkere Behinderungen durch die Anstrengungen der Einsatzkräfte ausgeglichen werden. Im Bestreben, den Verkehrsfluss am Laufen zu halten, wurden von den zuständigen Straßenmeistereien Zusatzschichten geschoben. Rund um die Uhr wurden die Räumfahrzeuge durch die Straßen geschickt und Verwehungen beseitigt. Das Maß der Behinderungen variierte dabei nach Gebiet und Straßenlage.
Die Straßenmeisterei Adorf bestätigte in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag teilweise intensive Schneeverwehungen, die sogar zu kurzen Sperrungen, beispielsweise der Straße von Wohlbach nach Gunzen, führte. Auch der Freiberger Berg und die Straße von Falkenstein nach Oberlauterbach waren zeitweilig unbefahrbar und mussten umfahren werden.
Dennoch konnte der Winter für keine dauerhaften Verzögerungen des Verkehrsflusses sorgen. Die Straßenmeistereien Adorf, Reichenbach, Plauen, Falkenstein sowie die für die Stadt Plauen zuständige Abfallentsorgung Plauen betonten einen nahezu reibungslosen und konsequenten Einsatz des Winterdienstes, sodass größere Staus und längere Straßensperrungen verhindert werden konnten. Abgesehen von einzelnen liegengebliebenen Autos konnte der Nahverkehr im Vogtland durch ungefähr 50 zeitgleich fahrende Räumfahrzeuge bestmöglich sichergestellt werden. „Wir möchten uns in diesem Zusammenhang auch bei der Polizei in Auerbach für die gute Zusammenarbeit bedanken“, wie Bernd Albert von der Straßenmeisterei Reichenbach sagt. In dieser wetterbedingten Extremsituation hätte sich eine reibungslose Kooperation aller Verantwortlichen gezeigt.
Auch die Plauener Straßenbahnbetriebe loben die Zusammenarbeit mit dem Winterdienst, sodass nur kurze Verspätungen zugestanden werden mussten. Größtenteils habe der Straßenbahnverkehr jedoch geklappt. Lediglich einige auf Grund der Straßenlage versehentlich auf den Gleisen parkende Autos hätten zu kurzen Behinderungen geführt. Probleme mit dem Schnee haben aber nicht nur die Menschen, sondern auch die Bäume. „Leicht kritisch“ ist die Lage in puncto Schneebruch im Forstbezirk Adorf, so Staatsforstbetriebsleiter Udo Lüttschwager. Vor allen die Gegend um Bad Elster und Bad Brambach sei betroffen. Die dortigen Kiefern und Lärchen haben unter der Last des Nassschnees besonders zu leiden.
Der Pulverschnee in den Höhenlagen um Schöneck oder Klingenthal habe hingegen bislang keinen größeren Schaden angerichtet. „Wir wünschen uns in den kommenden Tagen ein paar Grad über Null“, so Lüttschwager. Laut Wettervorhersagen wird dieser Wunsch aber wohl nicht in Erfüllung gehen.
Von Sebastian Bauer, Mario Wild, Martin Reißmann
2010-12-03
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