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Die Zeit ist schnelllebig. Viel zu schnelllebig. Leider. Die Top-Themen, die noch vor einigen Wochen tagelang die Zeitungsspalten füllten und die Nachrichten beherrschten, werden ganz schnell zum Ladenhüter, zu Themen, von denen die Öffentlichkeit kaum mehr Notiz nimmt. Dabei stellt sich die allgemeine Teilnahmslosigkeit oft genau dann ein, wenn das öffentliche Interesse besonders wichtig wäre. Die Rede ist vom Plauener Traditionsbetrieb Plamag. Anfang der Woche zog sich der nächste Kaufinteressent zurück. Die Zukunft des einstigen Manroland-Werkes ist damit wieder völlig offen. Doch es gab keinen Aufschrei in der Bevölkerung, keine Demonstrationen in der Plauener Innenstadt, keine Statements der Politiker – das Thema zieht nicht mehr.
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Plauener Spitze: Der Reichstag für die Wand
Plauen/Falkenstein – Das hat selbst Berlin noch nicht gesehen! Die Stickperle in Falkenstein hat für den vogtländischen Bundestagsabgeordneten Robert Hochbaum den weltberühmten Reichstag aus feinster filigraner Plauener Spitze gestickt.
Der CDU-Politiker, der ebenfalls in Falkenstein zu Hause ist, überreicht das ausgefallene Präsent an bekannte und besondere Menschen. Den Spitzen-Reichstag haben auch bereits Bundeskanzlerin Angela Merkel und Familienministerin Ursula von der Leyen bekommen. Die Plauener Spitze und der Berliner Reichstag sind zwei bedeutende Wahrzeichen der jeweiligen Regionen, die nun in einem Bild anschaulich vereint werden.
Die Idee zum gestickten Reichstagsgebäude hatte ein dreiköpfiges Kreativteam von der Stickperle. „Wir haben es vorgeschlagen und Herr Hochbaum fand es gut“, so Geschäftsführerin Cordula Bauer. Zwischen der Idee und dem fertigen Produkt lagen mehrere Monate. Zunächst wird das Design auf Papier gebracht. Alle Daten müssen dann aufwendig auf die Stickmaschine übertragen werden.
An jeder Produktionsmaschine befinden sich 750 einzelne Nadeln, die über ein Computersystem angesteuert werden. Rasend schnell und lautstark sticken die kleinen Nadeln das gewünschte Muster, alles digital und automatisch. Blitzschnell arbeiten die Hochleistungsmaschinen. Eine einzige Maschine schafft es in eineinhalb Stunden, den Berliner Reichstag sage und schreibe 125 Mal zu sticken, sagt Cordula Bauer. Neben dem Reichstag aus Plauener Spitze sind auch Bilder von der Vogtland Arena oder zum Beispiel der Frauenkirche in Dresden gestickt worden.
Die Stickperle in Falkenstein bietet eine breite Palette von verschiedenen Accessoires an, in allen ist gekonnt das Markenprodukt Plauener Spitze eingearbeitet worden. So gibt es unter anderem auch Windlichter, die von einem Spitzenmantel umgeben sind und eine Weihnachtspyramide mit Motiven aus Plauener Spitze. Das Falkensteiner Familienunternehmen mit 24 Mitarbeitern fertigt neben den vielen Accessoires aber vor allem hochwertige Tischwäsche und Gardinen. mar
2009-10-14
Kommentar zu Plauener Spitze: Der Reichstag für die Wand?
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