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Die Zeit ist schnelllebig. Viel zu schnelllebig. Leider. Die Top-Themen, die noch vor einigen Wochen tagelang die Zeitungsspalten füllten und die Nachrichten beherrschten, werden ganz schnell zum Ladenhüter, zu Themen, von denen die Öffentlichkeit kaum mehr Notiz nimmt. Dabei stellt sich die allgemeine Teilnahmslosigkeit oft genau dann ein, wenn das öffentliche Interesse besonders wichtig wäre. Die Rede ist vom Plauener Traditionsbetrieb Plamag. Anfang der Woche zog sich der nächste Kaufinteressent zurück. Die Zukunft des einstigen Manroland-Werkes ist damit wieder völlig offen. Doch es gab keinen Aufschrei in der Bevölkerung, keine Demonstrationen in der Plauener Innenstadt, keine Statements der Politiker – das Thema zieht nicht mehr.
Auftakt für EU- Schuldengipfel
Opposition: Energiegipfel zu unkonkret
Regierung für weniger Bürokratie im Steuerrecht
Fachkräftemangel verschärft sich
Tschechische Regierung billigt Steuerhöhungen
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Gebietsreform: Mühlentaler bleiben, wo sie sind
Marieney - Nur keine Eile in Sachen Gebietsreform – das ist das Motto des Mühlentaler Gemeinderates. Die nächste Runde der Gemeindegebietsreform in Sachsen thematisierte Sieghard Pollack zur letzten Mühlentaler Ratssitzung. Zur Vereinigung mit Schöneck oder zum Aufteilen der Gemeinde gebe es wohl keine Alternative, meinte er.
„Warum sich schon jetzt verrückt machen?“, entgegnete Arndt Doll. Die Reform greife erst ab 2025. Bürgermeister Dieter Weller gab ihm recht – was selten vorkommt. Warum es einige Gemeinden eilig haben, erklärte er so: Bei einer Einigung bis 2012 gibt es vom Land 100 Euro pro Kopf als Zuschuss.
Zu einer Gesprächsrunde mit den Bürgermeistern bei Landrat Dr. Tassilo Lenk am 21. Juli hat sich Weller ausgeladen. Es gehe mehr um Probleme von Klingenthal und Zwota. Weller: „Das hat mit uns nix zu tun.“ Bei einem Zusammengehen mit Schöneck würden alle die Gemeinde auslachen, meinte er. Schöneck habe eine Pro-Kopf-Verschuldung von rund 1300 Euro – Mühlental dagegen von 35 Euro. Bei einem Zusammenschluss käme man aber gemeinsam auf über 5000 Einwohner, was wiederum eine höhere Schlüsselzuweisung nach sich ziehe, zeigte Weller auch den Vorteil auf. „Wir bleiben erst mal, wo wir senn“, erklärte Gemeinderätin Regina Martin.
Der Bürgermeister bedauerte, dass ihn in seiner Amtszeit noch das „Doppik“ ereilt, die doppelte Haushaltsbuchführung, die ab 2013 jede Gemeinde Sachsens einführen muss. Vielleicht werde sich das mit den Schulden in Zukunft relativieren, „weil dann jeder Gullydeckel als Vermögen zählt“. Für Weller, der kein Blatt vor den Mund nimmt, ist „Doppik“ der „letzte Scheißdreck, bloße Augenwischerei“. Die mache Arbeit und koste sinnlos Geld. R.W.
2010-07-12
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