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Die Zeit ist schnelllebig. Viel zu schnelllebig. Leider. Die Top-Themen, die noch vor einigen Wochen tagelang die Zeitungsspalten füllten und die Nachrichten beherrschten, werden ganz schnell zum Ladenhüter, zu Themen, von denen die Öffentlichkeit kaum mehr Notiz nimmt. Dabei stellt sich die allgemeine Teilnahmslosigkeit oft genau dann ein, wenn das öffentliche Interesse besonders wichtig wäre. Die Rede ist vom Plauener Traditionsbetrieb Plamag. Anfang der Woche zog sich der nächste Kaufinteressent zurück. Die Zukunft des einstigen Manroland-Werkes ist damit wieder völlig offen. Doch es gab keinen Aufschrei in der Bevölkerung, keine Demonstrationen in der Plauener Innenstadt, keine Statements der Politiker – das Thema zieht nicht mehr.
Auftakt für EU- Schuldengipfel
Opposition: Energiegipfel zu unkonkret
Regierung für weniger Bürokratie im Steuerrecht
Fachkräftemangel verschärft sich
Tschechische Regierung billigt Steuerhöhungen
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Mit Jesus auf dem Feuerstuhl
Die Fahrer glauben an Gott – ihre Maschinen machen einen Höllenlärm: Die Christlichen Motorradfahrer Sachsens (CMS) eröffnen die Saison mit einem Gottesdienst am Stausee Oberrabenstein. Auch Vogtländer sind dabei, und eine Hochzeit ist geplant.
Falkenstein – 1500 Motorradfahrer werden am Wochenende 13. bis 15. Mai an dem Stausee bei Chemnitz erwartet, sagt Anja Klitzsch aus Falkenstein, die mit ihrem Ehemann teilnimmt und hofft, dass es noch ein paar mehr Vogtländer gibt, die Interesse haben. Ihr gefällt das Gefühl, eins zu sein mit den hunderten anderen Bikern – beim Grillen am See, beim Musikhören und Quatschen, bei den bis zu 170 Kilometer langen Ausfahrten bis ins Erzgebirge. „Ein tolles Gefühl, wenn wir (von Motorradpolizisten eskortiert) über rote Ampeln in Chemnitz fahren dürfen, weil die Straßen extra für uns gesperrt sind“, sagt die Hausfrau.
Und nicht zu vergessen: Gut findet sie auch, dass die christliche Botschaft unter den Bikern verbreitet wird. Zum Beispiel beim Drive-In-Biker-Gottesdienst oder den Mitternachtsgebeten, 23.30 Uhr. Viele der Biker seien nicht Vereinsmitglied – und für die gibt es kleine Bibeln, mit neuem Testament und christlichen Biker-Geschichten. Das Ehepaar Klitzsch schwärmt seit der Jugend fürs Motorradfahren. Dann wurde ein Haus gebaut und vier Kinder forderten andere Prämissen. „Doch die billig in der DDR erworbenen Führerscheine sind einfach zu schade, im Schrank zu vergammeln“, sagt Frau Klitzsch. „Deshalb haben wir uns gesagt, wenn unser jüngstes Kind zehn Jahre alt ist, fahren wir wieder.“
Gesagt, getan. „Jetzt, unser Jüngster ist zwölf, sind wir wieder unterwegs, mit einer 1000er Honda, weil wir stabil und groß sind“, fügt die 41-Jährige augenzwinkernd hinzu. Die „kleinen“ Kinder sind derweil bei Oma und Opa. Den Falkensteinern und vielen anderen CMS-Vereinsmitgliedern geht es nicht nur um Spaß und Zeitvertreib, sie engagieren sich auch für gute Zwecke, beispielsweise die Hilfstransporte des Vereins nach Rumänien. „Berichte darüber sind ein Programmpunkt am Stausee.“ Ein weitere Höhepunkt ist eine Bikerhochzeit. „Aber Einzelheiten keinen wir noch nicht“, sagt Anja Klitzsch, die ihren Schlosser Andreas vor 23 Jahren geheiratet hat – „allerdings nicht auf dem Motorrad“. va
2011-05-08
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