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Die Zeit ist schnelllebig. Viel zu schnelllebig. Leider. Die Top-Themen, die noch vor einigen Wochen tagelang die Zeitungsspalten füllten und die Nachrichten beherrschten, werden ganz schnell zum Ladenhüter, zu Themen, von denen die Öffentlichkeit kaum mehr Notiz nimmt. Dabei stellt sich die allgemeine Teilnahmslosigkeit oft genau dann ein, wenn das öffentliche Interesse besonders wichtig wäre. Die Rede ist vom Plauener Traditionsbetrieb Plamag. Anfang der Woche zog sich der nächste Kaufinteressent zurück. Die Zukunft des einstigen Manroland-Werkes ist damit wieder völlig offen. Doch es gab keinen Aufschrei in der Bevölkerung, keine Demonstrationen in der Plauener Innenstadt, keine Statements der Politiker – das Thema zieht nicht mehr.
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13. Erdgaspokals der Schülerköche in Plauen
Plauen – Fisch, Hackfleisch und Ouark waren die vorgegeben Zutaten des 13. Erdgaspokals der Schülerköche. Über dampfenden Töpfen schwitzen aufgeregte Schüler und versuchten krampfhaft, ihre Rezeptabläufe im Kopf zu behalten.
Die Teilnehmer des bundesweit einzigartigen Nachwuchskochwettbewerbs gaben frische und gesunde Zutaten in Töpfe und Pfannen und kreierten daraus ein 3-Gänge-Menü.
Der Ergaspokal der Schülerköche wurde 1997 vom Verbundnetz Gas AG Leipzig ins Leben gerufen und ist eine gemeinsame Aktion zur Jugendförderung vom Bundesverband der deutschen Energie- und Wasserwirtschaft sowie dem Verband der Köche Deutschlands. Nach den einzelnen Schulausscheiden, folgen für die jeweiligen Sieger Regional- und Landesmeisterschaften und im Mai 2010 dann vielleicht sogar der Bundeswettbewerb. Am Montag war die Plauener Dittesschule der Austragungsort und damit zum ersten Mal Gastgeber.
Vier Mannschaften mit jeweils vier „Köchen“ traten den Wettstreit an. Die Johann-Gottlieb-Fichte-Schule aus Mittweida, die Mittelschule Weischlitz sowie die Dittesschule werden von ihrem Partnerunternehmer Erdgas Südsachsen unterstützt. Dem Team der Weinholdschule stärkten die Stadtwerke Reichenbach den Rücken. Mathias Schulze, Samuel Endler, Tobias Gühne und Lucie Kanton bereiteten einen Fichte-Schmaus. Fischcremetüpfelchen, Überraschungsbällchen und Obsttiramisu gehörten zu ihrem Menu.
Bei den Reichenbachern bat die Neuberin zu Tisch. Herings-Creme-Topf, kernige Frikadellen und hausgemachte Waffeln kamen bei Jessica Händel, Melanie Kubitzki, Madelaine Ebert und Justin Adler auf den Tisch. Lisa König, Tobias Bauer, Lavinia Dohlus und Sophie Schädlich bereiteten einen Küchenzauber für den Gaumen mit Schätzen aus dem kühlen Nass, Hackrolle im Crepes-Wirsingmantel und Basilikum-Quark-Mousse zu.
Fleißig Probe gekocht hat auch das Dittes-Team ihre Gänge. Lisa-Maria Regitz, Lucia-Miriam Selbert, Lisa Bauer und Julia Wagenknecht wollten mit einem ,,Europäischen Allerlei“ punkten. Mehrmals trafen sich die Schülerinnen im Vorfeld außerhalb der Schulzeit mit ihrer Lehrerin Sabina Kaspar und übten Forellenmousse, Kartoffeltaschen mit Hackfleisch und eine „süße Verführung“ zum Nachtisch. Während des Neigungskurses ,,Gesunde Ernährung“ kam die Idee zum Mitmachen.
Die vier Mädels waren gleich Feuer und Flamme und investierten viel Zeit in die Vorbereitungen. Mit viel Begeisterung bei der Sache wurden mit Hilfe der Lehrerin Rezepte sortiert und sich originelle Namen für die Gerichte überlegt. In den vergangenen zwei Wochen waren sie durch ein Praktikum nicht täglich im Schulgebäude, trafen sich aber wöchentlich zwischen 18 und 20.30 Uhr, um nicht aus der Übung zu kommen und jeden Handgriff in der Schulküche zu verinnerlichen. Doch nicht nur am Herd herrschte mächtig Betrieb, auch die Dekorationsabgeordneten der Teams hatten alle Hände voll zu tun. Im Nebenzimmer gestalteten sie ihren Tisch passend zum Thema und waren dabei voller Ideen. Mit allerlei Utensilien und zum Beispiel einem Buch für Serviettenfalttechnik wurde unter höchster Konzentration gearbeitet.
Am Ende hatten die Weischlitzer die Nase vorn und siegten vor den Reichenbachern. Den dritten Platz teilten sich die Mittweidaer mit der Dittesschule. Auch wenn ein paar Tränchen flossen und der Ehrgeiz und die Erwartungen hoch waren, so bekamen doch alle ein dickes Lob von den Juroren. Thorsten Voigt und Maik Kaukorath vom Obervogtländischen Kochclub brauchten fast eine Stunde, um sich durch die Speisen zu probieren und sie zu bewerten. Nur geringe Punktunterschiede gab es und die Köche waren wirklich sehr erstaunt, auf welch hohem Niveau die angetretenen Gruppen schon Speisen zubereiten können.
Von Stefanie Rössel
2009-12-01
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