Hub-Blog "Ansichtssache" jeden Samstag neu...
Die Zeit ist schnelllebig. Viel zu schnelllebig. Leider. Die Top-Themen, die noch vor einigen Wochen tagelang die Zeitungsspalten füllten und die Nachrichten beherrschten, werden ganz schnell zum Ladenhüter, zu Themen, von denen die Öffentlichkeit kaum mehr Notiz nimmt. Dabei stellt sich die allgemeine Teilnahmslosigkeit oft genau dann ein, wenn das öffentliche Interesse besonders wichtig wäre. Die Rede ist vom Plauener Traditionsbetrieb Plamag. Anfang der Woche zog sich der nächste Kaufinteressent zurück. Die Zukunft des einstigen Manroland-Werkes ist damit wieder völlig offen. Doch es gab keinen Aufschrei in der Bevölkerung, keine Demonstrationen in der Plauener Innenstadt, keine Statements der Politiker – das Thema zieht nicht mehr.
Mitteldeutsche Länder zufrieden mit Energiegipfel
Viel Kritik an Mietrechts- Reform
Bisher acht Kandidaten für Linke- Vorsitz
14- Jähiger in Memmingen in Psychiatrie eingewiesen
"Botschafter für Demokratie und Toleranz" geehrt
Schnelleinstieg:
Schlagzeilen von Vogtland-Anzeiger.de
Meinungen und Vorschläge
Sie haben einen Leserbrief zu einem aktuellen Thema in unserer Zeitung? Dann schicken Sie diesen bitte direkt an unsere Redaktion. Auch wenn Sie einen Themenvorschlag aus dem Vogtland oder Kritik haben, können Sie uns informieren. redaktion@vogtland-anzeiger.de oder nutzen Sie unser Kontaktformular.
Täglich aktuelle Nachrichten
Täglich aktuelle Nachrichten bekommen Sie mit unserem RSS-Feed. Kopieren Sie einfach den Link in Ihren Feed-Reader oder legen Sie ihn als dynamisches Lesezeichen in Ihrem Browser an. >> RSS-FEED: Vogtland-Anzeiger.de
>> RSS-FEED: Vogtland-Sport.de
>> Unsere Nachrichten auf Ihrer Seite
>> Service: Was ist RSS?
Aktuelle Umfrage:
Vogtland-Anzeiger Newsletter
Immer mehr Vogtländer von Internet-Abzocke betroffen
Plauen/Auerbach – Das es im Internet nicht nur gute Seiten gibt, wissen auch immer mehr Vogtländer, die ungewollt in versteckte Kostenfallen geklickt haben. Die Zahl der Fälle zwischen Reichenbach, Oelsnitz und Plauen steigt seit Jahren, so die vogtländischen Verbraucherschützer. Allein in Auerbach haben die Experten in den vergangenen Jahren bereits fast 1000 Betroffene beraten.
Wer die Geschäftsbedingungen der dubiosen Angebote nicht akribisch studiert, der hat schnell Rechnungen und Briefe von Inkasso-Unternehmen im Briefkasten. In der Beratungsstelle in Plauen vergeht ebenso kein Tag, an dem nicht zahlreiche Opfer sich Hilfe von den Verbraucherschützern erhoffen, sagt Leiterin Magdolna König: „Es ist hier bei uns die Hölle los, sie können es sich nicht vorstellen. Wir haben mehrere Ordner voll mit bekannten Fällen. Der Betrug im Internet ist gang und gäbe. Es gibt unzählige Seiten und Firmen inzwischen.“
Vor allem Minderjährige sind oft von der sogenannten Internet-Abzocke betroffen. Ein aktuelles Beispiel ist die Familie Sucker aus Plauen. Die 14-Jährige Tochter Désirée soll das Angebot der einschlägig bekannten Seite opendownload.de genutzt haben, verschiedene Programme herunterzuladen. Bevor es zum download geht, ist eine Anmeldung erforderlich, in der nicht sofort zu erkennen ist, dass dabei ein kostenpflichtiges Abo abgeschlossen wird. Nach diesem Schema gehen fast alle Betreiber der dubiosen Seiten vor. “Désirée hat auf dem Portal kein Programm heruntergeladen und die Seite kannte sie vorher auch nicht“, so Mutter Madlen Sucker. Die Familie soll für den angeblichen Download nun fast 140 Euro zahlen, fordert ein Rechtsanwalt aus Osnabrück in einem Mahnschreiben.
Unterstützung bekommen die Betroffenen nun erstmals auch von gerichtlicher Seite. Das Amtsgericht in Karlsruhe hat eine Rechtsanwältin verurteilt, die im Auftrag dreister Internetanbieter Mahnbescheide verschickte und dafür bereits bekannt war und ist. Sie soll nun an eine Frau Schadensersatz zahlen. Das Gericht sah das Vorgehen der Rechtsanwältin als „Beihilfe zum versuchten Betrug“, teilt die Verbraucherzentrale in Auerbach mit. Bevor Betroffene die Rechnungen zahlen, um die Anschuldigungen scheinbar schnell wieder aus der Welt zu schaffen, raten Verbraucherschützer vorher die Unterlagen genauestens zu prüfen. Alle bekannten Verbraucherzentralen beraten dazu und haben zu den häufigsten Fällen vorgefertigte Musterschreiben zum Antworten parat.
Von Martin Reißmann
2009-12-08
Kommentar zu Immer mehr Vogtländer von Internet-Abzocke betroffen?
Vogtland-Anzeiger jetzt kostenlos testen
Täglich das ganze Vogtland in einer Zeitung und zum günstigsten Zeitungspreis in der Region: Lesen Sie den Vogtland-Anzeiger mit unserem Probeabo zwei Wochen völlig kostenlos. >> mehr dazu...







Kommentar von _Pepper Blackforest am 11.12.2009; 12:19:57 Uhr
Kommentar zu Immer mehr Vogtländer von Internet-Abzocke betroffen
Ich selber bin auch betroffen: habe gestern eine Rechnung von opendownload.de bekommen. Nach meinen eigenen Recherchen ist hier aber erstmal Gelassenheit angesagt: Demnach sollte man AUF KEINEN FALL GELD ÜBERWEISEN.Nach meiner Einschätzung: Wer nur per Mail belästigt wird, kann die Sache getrost ignorieren. Wer Post bekommt, sollte sich von der Verbraucherzentrale beraten lassen und zudem ggf. Strafanzeige erstatten. Ermittlungen hat die Staatsanwaltschaft Darmstadt aufgenommen.
Und: Der angesprochene Anwalt aus Osnabrück ist offenbar ein bekannter Kopf in der sog. "Nutzlosbranche" bzw- Anzockerbranche (wo quasi Geld verdient wird, ohne dass tatsächlich Leistungen angeboten werden): Olaf Tank.
Also, bin zwar kein Jurist, verfolge die Sache jetzt aber weniger mit Panik als mit Interesse.
Gruß ins Vogtland