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Die Zeit ist schnelllebig. Viel zu schnelllebig. Leider. Die Top-Themen, die noch vor einigen Wochen tagelang die Zeitungsspalten füllten und die Nachrichten beherrschten, werden ganz schnell zum Ladenhüter, zu Themen, von denen die Öffentlichkeit kaum mehr Notiz nimmt. Dabei stellt sich die allgemeine Teilnahmslosigkeit oft genau dann ein, wenn das öffentliche Interesse besonders wichtig wäre. Die Rede ist vom Plauener Traditionsbetrieb Plamag. Anfang der Woche zog sich der nächste Kaufinteressent zurück. Die Zukunft des einstigen Manroland-Werkes ist damit wieder völlig offen. Doch es gab keinen Aufschrei in der Bevölkerung, keine Demonstrationen in der Plauener Innenstadt, keine Statements der Politiker – das Thema zieht nicht mehr.
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Großfriesener Sportlegende übergibt 1000 Euro
Großfriesen – Es war ein großartiger Moment am Samstag, als Rudolf Golla umringt von den Nachwuchskickern des VfB Großfriesen über sein Sportlerleben erzählte. Immerhin kann der Großfriesener, der 1928 den Fußballverein mit gründete, auf mehr als 100 Lebensjahre zurückblicken. Die Sechs- bis Elfjährigen werden das Zusammentreffen mit der Sportlegende erst in einigen Jahren so richtig begreifen können.
Mit seinen Schilderungen aus seinem sportlichen Leben hatte der vitale Hundertjährige bereits Ende März von der Bühne aus die mehr als 1100 Gäste der Sportgala in der Plauener Festhalle emotional stark berührt. Neben Glückwünschen zu seinem runden Wiegenfest Mitte Februar erhielt Rudolf Golla eine Auszeichnung für sein Lebenswerk. Und dafür gab es neben einem signierten Teller auch 1000 Euro für die Jugend seines Großfriesener Fußballvereins.
Die Freude bei den Nachwuchskickern war natürlich riesig und sie bedankten sich am Samstag nach dem Spiel der E-Jugend, das gegen den VFC Adorf 1:1 endete, mit einem Blumenstrauß. Klar wären die Jungs lieber mit einem Sieg in der Tasche Rudolf Golla gegenüber getreten. Aber der langjährige Trainer sagte zu ihnen, „ihr müsst elf Freunde sein und mit dem Herzen Fußball spielen. Auch wenn man alles gibt, kann man nicht immer gewinnen“.
Es war wunderbar zu spüren, wie wohl sich der Hundertjährige bei den „Bum“, wie er sie nannte, fühlte. „Ich freu‘ mich, bei euch zu sein. Auch ich habe mit meinen Freunden bis zum ersten Schnee Fußball geklopft – barfuß. So schöne Trainingsanzüge und Dresse, noch dazu in einheitlichen Farben, hatten wir nicht. Aber wir hatten unsere Freundschaft. Und das ist bei einem Spiel als Mannschaft wichtig“, sagte Rudolf Golla.
20 Jahre lang war er in Großfriesen Trainer und die gleiche Zeit im Kreisfachausschuss Fußball. „Mein Leben bestand aus Arbeit und Sport. Mit der Juniorenmannschaft von Großfriesen wurde ich Westsachsenmeister. Später bin ich dann nach Leipzig gezogen. Dort habe ich Fußball in der zweithöchsten Klasse und Handball in der höchsten Klasse gespielt. Auch heute noch gehe ich an den Wochenenden auf die Plätze, wo Handball und Fußball gespielt wird“, erzählte der bekennende Fan vom VfB Großfriesen und dem HC Einheit Plauen. Und während die Nachwuchskicker in die Kabine gingen, nutzten deren Trainer die Chance, sich mit der Sportlegende auszutauschen. M. T.
2010-04-28
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