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Die Zeit ist schnelllebig. Viel zu schnelllebig. Leider. Die Top-Themen, die noch vor einigen Wochen tagelang die Zeitungsspalten füllten und die Nachrichten beherrschten, werden ganz schnell zum Ladenhüter, zu Themen, von denen die Öffentlichkeit kaum mehr Notiz nimmt. Dabei stellt sich die allgemeine Teilnahmslosigkeit oft genau dann ein, wenn das öffentliche Interesse besonders wichtig wäre. Die Rede ist vom Plauener Traditionsbetrieb Plamag. Anfang der Woche zog sich der nächste Kaufinteressent zurück. Die Zukunft des einstigen Manroland-Werkes ist damit wieder völlig offen. Doch es gab keinen Aufschrei in der Bevölkerung, keine Demonstrationen in der Plauener Innenstadt, keine Statements der Politiker – das Thema zieht nicht mehr.
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Hilfe für Nachbarn: Ein Kinderstuhl für Toni
Plauen – Bernd Eimer und seine Lebensgefährtin Susann Oswald leben sehr spartanisch mit ihrem kleinen Sohn in einer kleinen Wohnung in Plauen.
Ihre paar Möbel sind zusammengetragen, nicht etwa funkelnagelneu gekauft – dafür reicht das Geld nicht. Das Wohnzimmer besteht aus einer alten Schrankwand, einer Sitzecke und einem alten Sofatisch. Der kleine Toni fegt mit seinem Plastikwägelchen durch die Gegend und lacht und quietscht – die Eltern freut es. Man hat nicht das Gefühl, die kleine Familie wäre nicht froh mit sich und der Welt. Doch manche Dinge fehlen ihnen doch zum ganzen Glück.
„Ich bin seit längerem wieder auf Arbeitssuche, wobei ich gerade beim Plauener Fußballverein VFC als Zwischenlösung eine Beschäftigung habe“, erzählt der 25-Jährige. Gelernt hat er eigentlich Metallarbeiter (er hat aber nicht ausgelernt). Bis zuletzt hatte er über die Jahre in mehreren Firmen schon eine Stelle als Hilfsarbeiter gehabt. „Aber immer war ich ein halbes Jahr auf Probe eingestellt und dann wurde ich kurz vor Ende der Zeit doch gekündigt“, so Bernd Eimer. Was er brauche, wäre endlich ein Job mit Perspektive, keinen Fahrstuhl, kein Auf und Ab.
Mama Oswald ist Hausfrau und kümmert sich um den Nachwuchs. Von Beruf ist sie Malerin, sie kann die ganze Wohnung renovieren – doch auch dafür fehlt derzeit einfach das Geld, sagt sie. Nach den dringenden Dingen gefragt, meint sie bescheiden: „Wir brauchen einen Küchentisch und einen Sitz für unseren Toni.“ Die Familie möchte guter Dinge sein. Im kommenden Jahr hofft Bernd Eimer auf eine neue Arbeit. „Vielleicht klappt es ja und ich bekomme den Job bei einer Firma, die im Industrieklettern tätig ist.“ va
2009-12-06
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