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Die Zeit ist schnelllebig. Viel zu schnelllebig. Leider. Die Top-Themen, die noch vor einigen Wochen tagelang die Zeitungsspalten füllten und die Nachrichten beherrschten, werden ganz schnell zum Ladenhüter, zu Themen, von denen die Öffentlichkeit kaum mehr Notiz nimmt. Dabei stellt sich die allgemeine Teilnahmslosigkeit oft genau dann ein, wenn das öffentliche Interesse besonders wichtig wäre. Die Rede ist vom Plauener Traditionsbetrieb Plamag. Anfang der Woche zog sich der nächste Kaufinteressent zurück. Die Zukunft des einstigen Manroland-Werkes ist damit wieder völlig offen. Doch es gab keinen Aufschrei in der Bevölkerung, keine Demonstrationen in der Plauener Innenstadt, keine Statements der Politiker – das Thema zieht nicht mehr.
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Vogtland-Anzeiger testet die neuen E-Bikes
Plauen – Mancher wird sie bereits zum Tag der Erneuerbaren Energien am Wochenende auf dem Altmarkt gesehen haben: Die Elektrofahrräder, die seit Montag bei der Tourist-Information in Plauen tage- oder wochenendweise ausgeliehen werden können.
Gleich am ersten Tag habe ich mich in den Sattel geschwungen, um eines der Räder zu testen. Vor Fahrtantritt gab es allerdings noch etwas Papierkram zu erledigen. Denn vor der Nutzung wird ein Mietvertrag über einen Tag oder ein Wochenende abgeschlossen. Die Tagesgebühr beträgt 20 Euro bei Rückgabe bis zum Folgetag 10.30 Uhr, der Wochenendtarif kostet 38 Euro und gilt von Samstag 10 Uhr bis Montag 10.30 Uhr. Nach dem Unterschreiben des Vertrags wird man von Mitarbeiterinnen der Tourist-Information in die Funktionen des Rades eingeführt. Kernbestandteil sind die vier verschiedenen Fahrmodusse.
Im Modus „Standard“ greift der Elektromotor unterstützend beim Fahren ein, allerdings lässt sich die Fahrunterstützung noch steigern. Im Modus „High“ hilft der Elektromotor noch stärker nach und macht es möglich, auch Anstiege ohne übermäßigen Kraftverbrauch zu bewältigen. Im „Eco“-Modus hilft der Motor nur wenig nach, was den hochwertigen Lithium-Mangan Ionen-Akku schont.
Wer gänzlich auf den Elektromotor verzichten möchte, kann ihn in den Modus „No Assist“ versetzen. Auf dem kleinen Bildschirm am Lenker des Rades kann man sich die absolvierten Kilometer, sowie Höchst- und Durchschnittsgeschwindigkeit anzeigen lassen. Nach der technischen Unterweisung am Rad konnte es dann losgehen. Es regnete in Strömen, was gleich die Möglichkeit bot, auch die Bremsen bei nasser Fahrbahn zu testen. Bei Fahrtbeginn muss man jedoch beachten, dass der Elektromotor dem Rad praktisch so etwas wie einen kleinen „Schubs“ gibt, was aber nicht stört wenn man es weiß – im Gegenteil – es erleichtert das Anfahren sogar.
Das Fahren selbst ist sehr angenehm, auch der Motor ist kaum zu hören und das leise Summen wird vom Verkehrslärm übertönt. Der einzige spürbare Unterschied zum Fahrgefühl mit einem normalen Rad ist der, dass es bei gleich viel Kraftaufwand schneller fährt. Als besonders praktisch hat sich die Unterstützung des Motors allerdings bei Anstiegen erwiesen. Die Bahnhofstraße damit hinaufzufahren war relativ einfach und war in etwa so Kraftaufwendig wie das Fahren auf ebener Fläche. Und auch bei gerader Fahrbahn fällt das Fahren leichter.
Das Angebot ist also für alle interessant, die sich gern bewegen und das Vogtland mit all seinen Bergen und Tälern erkunden möchten ohne gleich ins Keuchen zu geraten. Die Elektrofahrräder gibt es übrigens nicht nur in der Tourist-Info, denn im Vogtland ist in Zusammenarbeit mit movelo und dem Bike House ein Netzwerk von Verleihstationen entstanden, dem inzwischen mehr als 25 Hotels, Gaststätten, Museen und ähnliche Einrichtungen angehören. Und obwohl man mit einer Akkuladung etwa 60 Kilometer weit kommt, kann man an den Verleihstationen auch den eigenen Akku gegen einen frisch geladenen austauschen. va
2010-04-30
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