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Die Zeit ist schnelllebig. Viel zu schnelllebig. Leider. Die Top-Themen, die noch vor einigen Wochen tagelang die Zeitungsspalten füllten und die Nachrichten beherrschten, werden ganz schnell zum Ladenhüter, zu Themen, von denen die Öffentlichkeit kaum mehr Notiz nimmt. Dabei stellt sich die allgemeine Teilnahmslosigkeit oft genau dann ein, wenn das öffentliche Interesse besonders wichtig wäre. Die Rede ist vom Plauener Traditionsbetrieb Plamag. Anfang der Woche zog sich der nächste Kaufinteressent zurück. Die Zukunft des einstigen Manroland-Werkes ist damit wieder völlig offen. Doch es gab keinen Aufschrei in der Bevölkerung, keine Demonstrationen in der Plauener Innenstadt, keine Statements der Politiker – das Thema zieht nicht mehr.
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Göltzschtalbrücke: Ballon steigt auf wie die Sonne
Netzschkau – Wenn alles klappt, steigt ab Himmelfahrt (2. Juni) an der Göltzschtalbrücke in Netzschkau wieder ein Gasfesselballon für Touristen. Die Vorbereitungen dazu laufen auf Hochtouren. Das Gelingen ist von vielen Faktoren abhängig, allem voran natürlich Wind und Wetter.
Vor vier Jahren mussten die Ballonfahrten im Göltzschtal wegen Materialermüdung und fehlender Sponsoren eingestellt werden.
Zwischenzeitlich hat sich die Berliner Firma Cargo-Lifter in die Göltzschtal-Touristik GmbH eingekauft. Dabei entstand eine Symbiose. Einerseits kann mit dem Geld von Cargo-Lifter ein Ausflugsballon startklar gemacht werden. Andererseits nutzt die Firma die optimalen Bedingungen vor Ort und das fachkundige Personal für Tests seines weltweit einzigartigen Ballon-Kran-Systems. Erste Tests fanden statt. Die nächsten folgen bis Ende Mai. Und auch künftig sind im Winter, wenn keine Fahrgäste befördert werden, solche technischen Tests geplant. Außerdem soll der Standort an der Göltzschtalbrücke als Ausbildungsort für Cargo-Mitarbeiter dienen.
Jetzt freut sich die Region aber vor allem auf die Wiederaufnahme des Fahrbetriebs. Dafür wurde ein orangefarbener Ballon aus den USA gekauft. Er wurde 2007 von der französischen Firma Aerophile gebaut und besitzt genau wie der alte Ballon an der Göltzschtalbrücke einen Durchmesser von 22,5 Metern. Zweieinhalb Jahre stieg er im Kreis Orange-County im US-Bundesstaat Kalifornien zu Werbezwecken in die Luft und nahm Fahrgäste mit in luftige Höhen. Dabei hat die große Sonneneinstrahlung durchaus Spuren hinterlassen. Und so ist der einst knall-organge Ballon heute oben gelb und unten blass-orange. Aber das macht nichts. Im Göltzschtal könne man ihn so als auf- oder untergehende Sonne wahrnehmen, erklärt Carl-Heinrich Freiherr von Gablenz, Geschäftsführer von Cargo-Lifter.
Morgen soll der Ballon mit Helium befüllt und an seinem Standplatz verankert werden. Besonders das Befüllen ist eine heikle Sache. Muss der Ballon doch so lange wie möglich am Boden gehalten werden, bis er sich schön rund aufbläst und dann nach und nach langsam in die Luft geht. Neben den Technikern von Cargo-Lifter und den Mitarbeitern der Göltzschtal-Touristik GmbH haben sich rund 20 Helfer gemeldet, die beim Festhalten des Ballons helfen.
Auch die alte Gondel wird generalüberholt. Außerdem wurden neue geflochtene Seile mit doppelter Zugkraft angeschafft. Auch die Plattform und die Winden hat man renoviert, sowie die Anzahl der Fundamente von 24 auf 8 verringert. „Das entspricht heutigen Standards“, erklärt von Gablenz, der Geschäftsführer von Cargo-Lifter, der die Arbeiten vor Ort auch leitet. Dem orangefarbenen Ballon gibt er eine Lebensdauer von vier bis fünf Jahren. ina
2011-05-11
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