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Die Zeit ist schnelllebig. Viel zu schnelllebig. Leider. Die Top-Themen, die noch vor einigen Wochen tagelang die Zeitungsspalten füllten und die Nachrichten beherrschten, werden ganz schnell zum Ladenhüter, zu Themen, von denen die Öffentlichkeit kaum mehr Notiz nimmt. Dabei stellt sich die allgemeine Teilnahmslosigkeit oft genau dann ein, wenn das öffentliche Interesse besonders wichtig wäre. Die Rede ist vom Plauener Traditionsbetrieb Plamag. Anfang der Woche zog sich der nächste Kaufinteressent zurück. Die Zukunft des einstigen Manroland-Werkes ist damit wieder völlig offen. Doch es gab keinen Aufschrei in der Bevölkerung, keine Demonstrationen in der Plauener Innenstadt, keine Statements der Politiker – das Thema zieht nicht mehr.
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Größtes Klassentreffen im Vogtland am 27. Dezember
Plauen – Nur noch wenige Tage, dann steigt in der Plauener Festhalle das größte Klassentreffen in der Region. Das 20-köpfige Organisationsteam um Matthias Oertel hat in den vergangenen Wochen eine Menge Arbeit investiert, um am 27. Dezember das Wiedersehenstreffen der Plauener Absolventen auch in diesem Jahr wieder zu einem Höhepunkt werden zu lassen. Und natürlich gibt es auch wieder einige Überraschungen, die das Dabeisein auf alle Fälle lohnen.
Zusammengetragen hat das Team mit Unterstützung ehemaliger Absolventen der EOS und heutigen Diesterweg-Gymnasiums, des Einstein- und des Lessing-Gymnasiums alte Klassenfotos. Und zu diesen hat auch Claudia Feyen, die mittlerweile in Bayreuth wohnt, etwas beigesteuert und damit den „Altersrekord“ erreicht. „Ich habe halt einfach einmal einige Fotos abfotografiert, und Ihr werdet Euch wundern, was Ihr da bekommt.
Dazu gehört ein Foto von unserer Abiturfeier am 2. Juli 1955. Da steht die ehemalige Klasse 12 A (A stand für sprachliche Abteilung, während die B-Klassen ihren Bildungs-Schwerpunkt auf Mathe und Naturwissenschaften gelegt haben) in der Ecke des Schulhofs der Friedensschule, denn eine andere Aula für die feierliche Zeugnisübergabe gab es weit und breit nicht. Kurse oder ähnliches – unbekannt, denn es ging am Gymnasium zu wie zu Kaiser Wilhelms Zeiten oder sagen wir mal, wie zu Zeiten der Weimarer Republik, und unsere Lehrer stammten zum Teil auch noch von damals, da ja die braunen Lehrer aussortiert worden waren und der Stoff der Oberschule nicht nur mit Neulehrern zu vermitteln war.
Wir alle verdanken diesen „alten“ Lehrern (für uns waren sie damals uralt) sehr, sehr viel. Sie haben uns wirklich gediegenes Wissen vermittelt, was uns natürlich nicht davon abgehalten hat, ihnen so manchen Streich zu spielen“, schreibt sie den Organisatoren. Aus den vielen Fotos, ob schwarz-weiß oder auch digital ist ein Video entstanden, das den ganzen Abend am 27. Dezember als Hintergrund laufen soll. Auch im Foyer gibt wieder Aufsteller mit alten Klassenlisten. Fotos und Liste helfen ganz bestimmt, Erinnerungen wieder lebendig werden zu lassen.
Die jetzigen Zwölftklässler des Diesterweg-Gymnasiums haben ein kleines Programm vorbereitet und bei einer Tombola gibt es etwas zu gewinnen. Wer seine Schulkameraden wiedersehen möchte, sollte sich am Sonntag in die Festhalle aufmachen. Beginn der Fete ist 20 Uhr.
Von Marjon Thümmel
2009-12-23
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