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Die Zeit ist schnelllebig. Viel zu schnelllebig. Leider. Die Top-Themen, die noch vor einigen Wochen tagelang die Zeitungsspalten füllten und die Nachrichten beherrschten, werden ganz schnell zum Ladenhüter, zu Themen, von denen die Öffentlichkeit kaum mehr Notiz nimmt. Dabei stellt sich die allgemeine Teilnahmslosigkeit oft genau dann ein, wenn das öffentliche Interesse besonders wichtig wäre. Die Rede ist vom Plauener Traditionsbetrieb Plamag. Anfang der Woche zog sich der nächste Kaufinteressent zurück. Die Zukunft des einstigen Manroland-Werkes ist damit wieder völlig offen. Doch es gab keinen Aufschrei in der Bevölkerung, keine Demonstrationen in der Plauener Innenstadt, keine Statements der Politiker – das Thema zieht nicht mehr.
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Autohaus Schüler kauft Plauener Autoservice
20 Arbeitsplätze der Wunderlich GmbH gerettet
Falkenstein/Plauen – Das Falkensteiner Familienunternehmen Autohaus Schüler & Co. GmbH hat als VW und Audi Partner einen Teil der insolventen Autoservice Wunderlich GmbH gekauft. „Ab 1. April wird es das Autohaus Schüler in Plauen Hans-Sachs-Straße 26 geben“, sagte gestern Geschäftsführer Falk Schüler. Der Vertrag mit dem Insolvenzverwalter Thomas Beck wurde am Donnerstag unterzeichnet. Übernommen werden sollen auch etwa 20 Mitarbeiter im Autohaus und in der Werkstatt.
Autoservice Wunderlich GmbH mit Standorten in Plauen und Rodewisch hatte im Januar Insolvenz anmelden. 75 Mitarbeiter sind betroffen. Nach Aussage des Insolvenzverwalters wurden nahezu alle Mitarbeiter in einer Beschäftigungsgesellschaft aufgenommen. „Ich bin froh, dass wir mit dem Autohaus Schüler ein renommiertes vogtländisches Unternehmen gefunden haben, dass sich trotz der schwierigen Zeit zu dem Standort in Plauen und zu den regionalen Arbeitsplätzen bekannt hat“, sagte der Plauener Rechtsanwalt.
Die Geschichte des Familienunternehmens reicht bis ins Jahr 1968 zurück. Noch zu DDR-Zeiten wurden in der Werkstatt neben Trabis und Ladas auch die ersten VW-Golf repariert. Nach der Wende wurde das Autohaus Schüler gegründet und ein Händlervertrag mit VW und Audi unterzeichnet. Neben Falkenstein gibt es das Autohaus seit 2007 auch in Oelsnitz. Momentan sind bei Schülers 57 Mitarbeiter beschäftigt. Nun kommt Plauen hinzu. “Wir werden bei laufendem Betrieb die Geschäfte übernehmen“, sagte Falk Schüler. „Am Anfang werde ich selbst in Plauen sein und mich um die Kunden kümmern. Immerhin haben wir bereits Kundschaft aus dem Raum Plauen. Für diese werden nun die Wege kürzer. Wir werden so los legen wie es ist und erst nach und nach umbauen und renovieren. Erst muss mal alles anlaufen“, so der 50-Jährige weiter. In diesen Tagen laufen die Vorstellungsgespräche. Denn wie Insolvenzverwalter Beck sagte, wird Schüler allen früheren Wunderlich-Mitarbeitern eine Chance geben.
Apropos Chance: Während für die VW-Sparte ein neuer Eigentümer gefunden ist, sucht der Insolvenzverwalter noch Käufer für die beiden Peugot-Autohäuser in Plauen und Rodewisch. „Ich versuche Stück für Stück an den Markt zu bringen. Es gibt auch bereits Gespräche mit Interessenten. Aber es bleibt weiter mein oberstes Ziel, so viel wie möglich Arbeitsplätze für die Region zu erhalten. Mit dem Autohaus Schüler ist das super gelungen, nun hoffe ich auch für die Peugot-Sparte auf einen Erfolg“, betonte Beck. M. T.
2010-03-26
Kommentar zu Autohaus Schüler kauft Plauener Autoservice?
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