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Die Zeit ist schnelllebig. Viel zu schnelllebig. Leider. Die Top-Themen, die noch vor einigen Wochen tagelang die Zeitungsspalten füllten und die Nachrichten beherrschten, werden ganz schnell zum Ladenhüter, zu Themen, von denen die Öffentlichkeit kaum mehr Notiz nimmt. Dabei stellt sich die allgemeine Teilnahmslosigkeit oft genau dann ein, wenn das öffentliche Interesse besonders wichtig wäre. Die Rede ist vom Plauener Traditionsbetrieb Plamag. Anfang der Woche zog sich der nächste Kaufinteressent zurück. Die Zukunft des einstigen Manroland-Werkes ist damit wieder völlig offen. Doch es gab keinen Aufschrei in der Bevölkerung, keine Demonstrationen in der Plauener Innenstadt, keine Statements der Politiker – das Thema zieht nicht mehr.
Opposition: Energiegipfel zu unkonkret
Regierung für weniger Bürokratie im Steuerrecht
Tschechische Regierung billigt Steuerhöhungen
Schienenersatzverkehr zwischen Pößneck und Kahla
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Millionen unsichtbare Kunden für Schöneck
Schöneck – Ohne es zu wissen, stehen mehr als fünf Millionen Netto-Markendiscount-Kunden pro Woche in einer unsichtbaren Verbindung mit Schöneck im Vogtland.
Das Gleiche gilt auch für die zwei Millionen Kunden, die täglich eines der 113 Kaufhof-Warenhäuser oder eine der 13 Sportarena-Filialen besuchen. Wie viele Kunden es weltweit sind in den aktuell 25 Ländern, in denen die Schönecker Firma GK Software AG mit über 57 000 Installationen in rund 13 500 in- und ausländischen Filialen präsent sind, lässt sich hier nur erahnen.
Was diese Kunden nicht wissen – die GK Software AG mit Stammsitz in Schöneck ist einer der technologisch führenden europäischen Entwickler und Anbieter von Standard-Software für den Einzelhandel. Umfassend ist das Produkt-Angebot für Filialen und Unternehmenszentralen. Was der Kunde unmittelbar sieht, sind dabei vor allem die Kassensysteme. Ob und wie reibungslos dort alles funktioniert, hängt zum Großteil von den schlauen Ideen ab, die in Schöneck in Form von Software-Lösungen Gestalt annehmen und von dort aus auch betreut werden, rund um die Uhr.
Eines der größten IT-Projekte verwirklichte die GK Software AG zum Beispiel im deutschen Einzelhandel bei Galeria Kaufhof. An rund 3 750 Kassensystemen wurden Bearbeitungszeiten verkürzt, Abläufe vereinfacht und Kundenservice verbessert. Vor Ort lassen sich hier zum Beispiel Retouren, Aktionen um die Kundenkarte, die Coupon- und Gutscheinverarbeitung, Anzahlungen, Sonderbestellungen, Preisabfragen, Prepaid-Karten oder Geschenkkarten wesentlich schneller umsetzen.
Bei der Umstellung im März 2008 wurden in weniger als 100 Tagen 3 750 Kassensysteme und 118 Filialserver mit neuer Software ausgestattet, 15 000 Kassiererinnen und Kassierer für das benutzerfreundliche Kassensystem fit gemacht. Die Softwareverbindung führt nach Schöneck . . .
Am Hauptsitz in Schöneck sowie an den vier weiteren Standorten in Berlin, St. Ingbert, Pilsen und Basel/Riehn beschäftigt das Unternehmen derzeit etwa 280 Mitarbeiter. Die GK Software AG verfügt neben der Galeria Kaufhof über namhafte deutsche und ausländische Einzelhandelskunden, darunter Parfümerie Douglas, Coop (Schweiz), Edeka Hannover-Minden, Hornbach, JYSK Nordic, Lidl, Netto Marken-Discount, dm, T-Punkt und Tchibo . . .
Die unglaubliche Erfolgsgeschichte begann 1990 in einer Wohnung in Schöneck.
Hier gründeten die Vogtländer Rainer Gläß und Stephan Kronmüller die Gläß&Kronmüller Datensysteme GmbH, die seit 2001 als GK Software AG erfolgreich den Weltmarkt ansteuerte und im vergangenen Jahr auch an der Börse startete. Der Jahresumsatz 2008 lag bei 15 Millionen Euro.
Im September 2007 weihte das Unternehmen die Millionen-Investition des Firmen-Erweiterungsbaus in Schöneck ein. Der Flächenzuwachs am 2001 errichteten Hauptgebäude in der Waldstraße 7 in Schöneck betrug 1 500 Quadratmeter. Für Spätsommer 2009 ist ein weiterer Neubau geplant mit Büro- und Laborräumen. Dem dafür nötigen Flächenkauf gab der Schönecker Stadtrat seine Zustimmung.
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