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Die Zeit ist schnelllebig. Viel zu schnelllebig. Leider. Die Top-Themen, die noch vor einigen Wochen tagelang die Zeitungsspalten füllten und die Nachrichten beherrschten, werden ganz schnell zum Ladenhüter, zu Themen, von denen die Öffentlichkeit kaum mehr Notiz nimmt. Dabei stellt sich die allgemeine Teilnahmslosigkeit oft genau dann ein, wenn das öffentliche Interesse besonders wichtig wäre. Die Rede ist vom Plauener Traditionsbetrieb Plamag. Anfang der Woche zog sich der nächste Kaufinteressent zurück. Die Zukunft des einstigen Manroland-Werkes ist damit wieder völlig offen. Doch es gab keinen Aufschrei in der Bevölkerung, keine Demonstrationen in der Plauener Innenstadt, keine Statements der Politiker – das Thema zieht nicht mehr.
Opposition: Energiegipfel zu unkonkret
Regierung für weniger Bürokratie im Steuerrecht
Tschechische Regierung billigt Steuerhöhungen
Schienenersatzverkehr zwischen Pößneck und Kahla
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Mann wirft sich in Neumark vor Zug
Neumark – Selbstmord mitten am Tag und vor vielen Augenzeugen: Wir die Polizei jetzt erst mitteilt, hat sich ein 28-Jähriger am Montagnachmittag im Neumarker Bahnhof vor einen durchfahrenden Regionalexpress der Deutschen Bahn geworfen. Der Lokführer hatte daraufhin noch eine Gefahrenbremsung eingeleitet, konnte den Zusammenstoß allerdings nicht mehr vermeiden.
Mario Speer, Pressesprecher der Bundespolizei in Klingenthal, geht von einer spontanen Handlung des Selbstmörders aus. „Mittlerweile sind die Untersuchungen und Zeugenbefragungen abgeschlossen“. Ein Unfall oder Fremdverschulden kann demnach ausgeschlossen werden“, so Speer.
Der 28-Jährige aus Münster habe mehrere persönliche Probleme gehabt, mit denen er nicht zu Recht gekommen sei. Befragt wurden auch Angehörige des Opfers, die im Vogtland wohnhaft sind. Die Zugstrecke war am Montagabend nach dem Unfall für mehrere Stunden gesperrt.
Ein Selbstmord vor so vielen Augenzeugen ist laut Speer äußerst ungewöhnlich. „Meist geschieht so etwas in der Dunkelheit oder an einsamen Stellen“. Für die hiesige Bundespolizei war das der zweite Einsatz in diesem Jahr in einer solch tragischen Angelegenheit. M. W.
2010-04-29
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