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Die Zeit ist schnelllebig. Viel zu schnelllebig. Leider. Die Top-Themen, die noch vor einigen Wochen tagelang die Zeitungsspalten füllten und die Nachrichten beherrschten, werden ganz schnell zum Ladenhüter, zu Themen, von denen die Öffentlichkeit kaum mehr Notiz nimmt. Dabei stellt sich die allgemeine Teilnahmslosigkeit oft genau dann ein, wenn das öffentliche Interesse besonders wichtig wäre. Die Rede ist vom Plauener Traditionsbetrieb Plamag. Anfang der Woche zog sich der nächste Kaufinteressent zurück. Die Zukunft des einstigen Manroland-Werkes ist damit wieder völlig offen. Doch es gab keinen Aufschrei in der Bevölkerung, keine Demonstrationen in der Plauener Innenstadt, keine Statements der Politiker – das Thema zieht nicht mehr.
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Hochbaum von Rücktritt tief enttäuscht
Berlin/Plauen – Verteidigungsminister Guttenberg hielt dem Druck nach den Plagiatsvorwürfen nicht stand. Einige Koalitionspolitiker in Berlin hätten ihn mehr Durchhaltevermögen gewünscht.
Nach einem zweiwöchigen Abwehrkampf ist Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg nun doch über seine Plagiatsaffäre gestürzt. Am Dienstag erklärte der CSU-Politiker seinen Rücktritt: „Ich war immer bereit zu kämpfen. Aber ich habe die Grenzen meiner Kräfte erreicht.“ Die CSU ist erschüttert. Grüne, SPD und Linke sehen Kanzlerin Angela Merkel (CDU) beschädigt, die Guttenberg trotz der Affäre um dessen Doktorarbeit gestützt hatte. Merkel sagte, sie sei betrübt über den Rücktritt. Guttenberg habe die Fähigkeit gehabt, die Herzen der Menschen zu erreichen. Guttenberg bleibe geschäftsführend im Amt, bis ein neuer Verteidigungsminister gefunden sei. Wenn die CSU das Ressort wieder besetzen wolle, habe sie wieder einen Anspruch auf dieses Amt. Merkel deutete an, Guttenberg in der Politik halten zu wollen. Sie habe mit Sicherheit nicht das letzte persönliche Gespräch mit ihm geführt.
Tief enttäuscht zeigte sich nach dem Rücktritt der vogtländische Bundestagsabgeordnete Robert Hochbaum (CDU). „Ich hatte die Hoffnung, er hält weiter durch“, sagte er dem Vogtland-Anzeiger auf Anfrage. „Die Meute hat ihn gehetzt und zu Fall gebracht.“ Für Hochbaum war Guttenberg ein ausgezeichneter Politiker, dem ein solcher Fehler verzeihbar sei. Die Opposition habe ihn als große Gefahr in unseren Reihen gesehen, meint der CDU-Politiker. „Man hat lange gesucht und etwas gefunden. Für mich ist das alles kein Zufall.“ Hochbaum hofft, dass Guttenberg eines Tages zurück in die Politik kommt und sich nicht ganz zurück zieht.
Guttenberg erklärte gestern in Berlin: „Wenn es auf dem Rücken der Soldaten nur noch um meine Person gehen soll, kann ich dies nicht mehr verantworten.“ Er kritisierte eine „enorme Wucht der medialen Betrachtung“ seiner Person. Der Tod und die Verwundung von Soldaten rückten in den Hintergrund. Dies sei eine „dramatische Verschiebung“. Den Rücktritt bezeichnete Guttenberg als den „schmerzlichsten Schritt meines Lebens“. Nun will sich der CSU-Politiker schnell den staatsanwaltlichen Ermittlungen zu den Plagiats-Vorwürfen stellen. Die Amtsnachfolge könnte sich am Freitag klären, wenn sich das CSU-Präsidium in München trifft. va
2011-03-01
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Kommentar von _Querdenker am 02.03.2011; 21:52:45 Uhr
Kommentar zu Hochbaum von Rücktritt tief enttäuscht
Es ist wohl bezeichnend, dass Herr Hochbaum an den betrügerischen Machenschaften des KTG vorbei argumentiert und aus einen Täter ein Opfer machen möchte. Die Moral unserer Politiker endet also an der Parteigrenze. Auch Merkel hat schon versucht KTG in zwei Persönlichkeiten zu dividieren. Erschlichener Doktor und beliebter Minister. KTG ist indes doppelt gescheitert. Als Wissenschaftler als auch als Selbstverteidigungsminister. Übrig bleibt ein Mann mit enormen Defiziten an sozialer Kompetenz. Unfähig zur Selbstkritik, überzogenes Ego. Diesen Typus Politiker mag Herr Hochbaum „gutti „ finden. Gute Politiker sind anders!