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Die Zeit ist schnelllebig. Viel zu schnelllebig. Leider. Die Top-Themen, die noch vor einigen Wochen tagelang die Zeitungsspalten füllten und die Nachrichten beherrschten, werden ganz schnell zum Ladenhüter, zu Themen, von denen die Öffentlichkeit kaum mehr Notiz nimmt. Dabei stellt sich die allgemeine Teilnahmslosigkeit oft genau dann ein, wenn das öffentliche Interesse besonders wichtig wäre. Die Rede ist vom Plauener Traditionsbetrieb Plamag. Anfang der Woche zog sich der nächste Kaufinteressent zurück. Die Zukunft des einstigen Manroland-Werkes ist damit wieder völlig offen. Doch es gab keinen Aufschrei in der Bevölkerung, keine Demonstrationen in der Plauener Innenstadt, keine Statements der Politiker – das Thema zieht nicht mehr.
Mitteldeutsche Länder loben Energiegipfel
Regierung für weniger Bürokratie im Steuerrecht
Tschechische Regierung billigt Steuerhöhungen
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Fall Karsten: Beide schieben sich die Schuld zu
Plauen - Im Fall des zweijährigen Karsten, der Mitte Juli im Mammengebiet in Plauen so schwer misshandelt wurde, dass er im Jenaer Klinikum seinen Verletzungen erlag, wird weiter ermittelt.
Staatsanwalt Holger Illing vom Zwickauer Landgericht sagte auf Anfrage des Vogtland-Anzeigers, dass die in der Wohnung an Gegenständen und Kleidungsstücken gefundenen Spuren gegenwärtig im Landeskriminalamt Dresden ausgewertet werden. Hinsichtlich der Ermittlungen gegen die 31-jährige Mutter und deren 36-jährigen Lebensgefährten gäbe es noch keine Erkenntnisse, wer den Jungen misshandelt hat - beide schieben sich gegenseitig die Schuld zu.
Mit dem Abschluss der Ermittlungen rechnet Illing frühestens Mitte September. Der Prozesstermin selbst sei gegenwärtig noch nicht abzusehen. Ende Juli hatte der Staatsanwalt eine Duplikats-Akte einem psychologischen Gutachter zugestellt. Der Experte von der Dresdner Uni-Klinik wird beide Beschuldigte nun eingehend untersuchen. tp
2010-08-04
Kommentar zu Fall Karsten: Beide schieben sich die Schuld zu?
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