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Die Zeit ist schnelllebig. Viel zu schnelllebig. Leider. Die Top-Themen, die noch vor einigen Wochen tagelang die Zeitungsspalten füllten und die Nachrichten beherrschten, werden ganz schnell zum Ladenhüter, zu Themen, von denen die Öffentlichkeit kaum mehr Notiz nimmt. Dabei stellt sich die allgemeine Teilnahmslosigkeit oft genau dann ein, wenn das öffentliche Interesse besonders wichtig wäre. Die Rede ist vom Plauener Traditionsbetrieb Plamag. Anfang der Woche zog sich der nächste Kaufinteressent zurück. Die Zukunft des einstigen Manroland-Werkes ist damit wieder völlig offen. Doch es gab keinen Aufschrei in der Bevölkerung, keine Demonstrationen in der Plauener Innenstadt, keine Statements der Politiker – das Thema zieht nicht mehr.
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Fahrradfahrer bei Elsterberg getötet
Kleingera/Elsterberg – Dramatische Szenen haben Tischlermeister Andreas Wolf und seine Kollegen am Mittwochabend in der Nähe von Elsterberg erlebt: Vor ihren Augen starb ein Rentner bei einem Verkehrsunfall.Der 73-jährige Radfahrer war von einem Autofahrer angefahren worden. Alle Rettungsversuche von Wolf und seinen Kollegen waren umsonst.
Der Unfall ereignete sich kurz nach 18 Uhr auf der Netzschkauer Straße in Kleingera – unweit des Abzweigs zum Tierheim in Sachswitz: Der Radfahrer – er hatte Reflektoren an der Kleidung – strampelte bergauf, als er von einem Renault überholt wurde. Laut Polizeibericht missachtete der 33-jährige Renaultfahrer beim Wiedereinordnen den Radfahrer und stieß mit ihm zusammen. Deshalb wurde der Radler in den Seitengraben geschleudert. Wolfs Männer fuhren hinter dem Renault, der seine Fahrt unvermindert fortsetzte.
„Sie haben kein Bremslicht beim Renault gesehen. Ich kam unmittelbar nach dem Unfall zufällig am Ort des Geschehens an“, berichtet Wolf. „Meine Leute hatten gerade festgestellt, dass der Radler keinen Puls mehr hat.Wir holten ihn aus dem Graben, legten ihn auf den Randstreifen und begannen sofort mit den Wiederbelebungsmaßnahmen: Herz-Druck-Massage und Mund-zu-Nase-Beatmung. Dabei kam mir zugute, dass wir bei der Feuerwehr so etwas schon oft trainiert haben“, berichtet der 33-jährige Firmen-Chef, der seit zwölf Jahren bei der Feuerwehr in Kleingera engagiert ist.
Doch die Bemühungen der Lebensretter waren umsonst, auch das Eintreffen einer zufällig vorbeifahrenden Internistin rettete den Verunglückten nicht mehr. „Die Ärztin übernahm die Beatmung. Doch sie hatte uns gleich wenig Hoffnung gemacht, weil die Pupillen des Mannes schon relativ weit waren.“ Wie die Polizei mitteilt, hat sich der Unfallfahrer eine Stunde später bei der Polizei gemeldet. ufa
2010-10-30
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