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Die Zeit ist schnelllebig. Viel zu schnelllebig. Leider. Die Top-Themen, die noch vor einigen Wochen tagelang die Zeitungsspalten füllten und die Nachrichten beherrschten, werden ganz schnell zum Ladenhüter, zu Themen, von denen die Öffentlichkeit kaum mehr Notiz nimmt. Dabei stellt sich die allgemeine Teilnahmslosigkeit oft genau dann ein, wenn das öffentliche Interesse besonders wichtig wäre. Die Rede ist vom Plauener Traditionsbetrieb Plamag. Anfang der Woche zog sich der nächste Kaufinteressent zurück. Die Zukunft des einstigen Manroland-Werkes ist damit wieder völlig offen. Doch es gab keinen Aufschrei in der Bevölkerung, keine Demonstrationen in der Plauener Innenstadt, keine Statements der Politiker – das Thema zieht nicht mehr.
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Erde im Vogtland zittert wieder
Bad Brambach/Dresden – Die Erde im Vogtland bebt wieder. Das Zentrum lag am Mittwoch in Bad Brambach und Nový Kostel im Egerer Becken. „Gegen 9.23 Uhr wurde der stärkste Erdstoß mit einer Magnitude von 2,8 gemessen“, bestätigt Dr. Ottmar Krentz vom Landesamt für Geologie. Er ist Koordinator des Seismologischen Verbundes Sachsen, der elf Messstationen betreut.
Laut Dr. Krentz zeige sich der Beginn eines Erdbebenschwarmes an. Ob die Erdstöße dabei stärker werden, sei noch völlig offen. Schwarmbeben mit einer Magnitude von 4,1 wurden vom 6. bis 10. Oktober 2008 um Novy Kostel registriert. Kurioses ist aus dem Jahr 2004 bekannt. Hier fungierten die Kirchenglocken zu Schönberg als Seismograph und sorgten für messbare Ausschläge. Ein weiterer größerer Bebenschwarm im Vogtland begann am 28. August 2000 und hielt bis Mitte November 2000 an.
Damals wurden 10 500 Einzelbeben erfasst. 457 Erdstöße hat die Erdbebenwarte Colm der Leipziger Uni voriges Jahr im sächsisch-böhmischen Grenzgebiet registriert. Davon erreichten allerdings nur vier eine für den Menschen spürbare Stärke: Am 23. Januar 2010 bei Bad Brambach mit der Stärke 1,7, am 2. Februar und 13. März bei Reichenbach (1,9 und 1,4) sowie am 9. September bei Markneukirchen (1,8). Von Schäden oder gar einer Gefahr für Menschen sei auch diesmal nicht auszugehen, beruhigt Dr. Ottomar Krentz. M. Dähn
2011-08-24
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