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Die Zeit ist schnelllebig. Viel zu schnelllebig. Leider. Die Top-Themen, die noch vor einigen Wochen tagelang die Zeitungsspalten füllten und die Nachrichten beherrschten, werden ganz schnell zum Ladenhüter, zu Themen, von denen die Öffentlichkeit kaum mehr Notiz nimmt. Dabei stellt sich die allgemeine Teilnahmslosigkeit oft genau dann ein, wenn das öffentliche Interesse besonders wichtig wäre. Die Rede ist vom Plauener Traditionsbetrieb Plamag. Anfang der Woche zog sich der nächste Kaufinteressent zurück. Die Zukunft des einstigen Manroland-Werkes ist damit wieder völlig offen. Doch es gab keinen Aufschrei in der Bevölkerung, keine Demonstrationen in der Plauener Innenstadt, keine Statements der Politiker – das Thema zieht nicht mehr.
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Eine halbe Million für Vogtland Arena
Klingenthal – Die Vogtland Arena Klingenthal bekommt Geld aus dem Konjunkturpaket II, dass morgen zum Kreistag des Vogtlandkreises in Bad Elster besprochen wird. Eine halbe Million Euro soll noch einmal in die Arena gesteckt werden. Das bestätigte gestern auch Landrat Dr. Tassilo Lenk auf Anfrage unserer Zeitung. „Es ist Geld, das einem sinnvollen Gesamtkonzept des Skistadions zu Gute kommt“, so Lenk.
Ein Teil der Summe soll für die Laufstrecke im Start- und Zielbereich genutzt werden. Eine 600 Meter lange, 100 Meter breite und schnurgerade Zielgerade: Das ist eine Forderung des Internationalen Skiverbandes, der FIS an die Veranstaltungs-Orte. Da Klingenthal bis 2014 fest im Weltcup-Kalender für die Nordischen Kombinierer und steht, muss die Richtlinie erfüllt werden. Derzeit verläuft die Strecke im Skistadion leicht schräg, so dass dieser Teil begradigt werden müsste.
Alexander Ziron, Geschäftsführer des VSC Klingenthal und der Vogtland Arena Vermarktungs GmbH: „Wir vom VSC Klingenthal haben vor zwei Jahren eine 2,5 Kilometer lange Schleife in und um die Arena herum angelegt und die Kosten dafür als Verein selbst getragen. Die Strecke wurde von der FIS auch abgenommen und insgesamt vier Weltcups darauf ausgetragen. Doch jetzt wurden eben eine neue Richtlinie herausgegeben, die besagt, dass die Läufer auf einer so genannten Null-Linie ins Ziel laufen sollen. Das heißt nichts anderes, als die Strecke eben zu machen“, so Ziron. Da müssen die Arbeiter also mit der Wasserwaage anrücken. Für das Absenken des Teilstücks im Skistadion wurden bereits Kostenschätzungen vorgenommen. Vor wenigen Tagen wurde dafür auch eine Kostenberechnung erstellt. Sollte das Geld fließen, könnte zügig das Vorhaben in die Tat umgesetzt werden, wenn der Schnee restlos aus der Arena. Das ist derzeit noch nicht der Fall. In der Arena liegen immer noch Schneemassen. „Für uns ist das ein weiterer Baustein, um die Arena wachsen zu lassen und auf dem modernsten Stand zu halten“, so Ziron und Lenk im Gleichklang.
Eine halbe Million Euro sollte diese Maßnahme aber nicht verschlingen. Aus Unterlagen, die uns vorliegen, geht noch hervor, dass die Arena einen Tunnel oder eine Brücke bekommen soll. Derzeit ist es nicht möglich, während eines Lauf-Wettkampfes ohne große Mühe von den Zuschauertraversen ins Technikgebäude zu kommen. Denn genau zwischen beiden Punkten verläuft die Strecke. Gerade Fahrzeuge – wie zum Beispiel der Rettungsdienst – können während eines Wettkampfes die Arena nicht verlassen – es sei denn, sie fahren über die Loipe. Daher ist eine Brücke oder ein Tunnel ein sinnvoller Plan, um die Worte in die Tat umzusetzen und die Arena Stück für Stück zu erweitern. Und der Steuerbund muss auch keine Angst haben, nach dem Brückenbauwerk in Grünbach eine zweite Investruine mit Steuergeldern in die Landschaft zu stellen. Vielleicht wäre es sogar eine Idee, die Brücke dort abzubauen und in der Arena wieder aufzubauen. T. Nahrendorf
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