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Die Zeit ist schnelllebig. Viel zu schnelllebig. Leider. Die Top-Themen, die noch vor einigen Wochen tagelang die Zeitungsspalten füllten und die Nachrichten beherrschten, werden ganz schnell zum Ladenhüter, zu Themen, von denen die Öffentlichkeit kaum mehr Notiz nimmt. Dabei stellt sich die allgemeine Teilnahmslosigkeit oft genau dann ein, wenn das öffentliche Interesse besonders wichtig wäre. Die Rede ist vom Plauener Traditionsbetrieb Plamag. Anfang der Woche zog sich der nächste Kaufinteressent zurück. Die Zukunft des einstigen Manroland-Werkes ist damit wieder völlig offen. Doch es gab keinen Aufschrei in der Bevölkerung, keine Demonstrationen in der Plauener Innenstadt, keine Statements der Politiker – das Thema zieht nicht mehr.
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Bevölkerungszahl sinkt im Vogtland um fast ein Fünftel
Kamenz/Plauen - Die Bevölkerungszahl in den sächsischen Landkreisen und kreisfreien Städten wird nach Prognosen des Statistischen Landesamtes in den nächsten 14 Jahren um bis zu 20 Prozent zurückgehen. Einzige Ausnahme werden Dresden und möglicherweise Leipzig sein, wie das Statistische Landesamt in Kamenz mitteilte.
Am höchsten fällt der Einwohnerverlust den Berechnungen zufolge im Landkreis Görlitz aus. Dort wird bis 2025 ein Bevölkerungsrückgang bis 19,6 Prozent erwartet. Im Erzgebirgskreis werden bis 19,4 Prozent weniger Menschen leben. Ebenfalls stark betroffen sind der Vogtlandkreis bis minus 18,9 Prozent und die Landkreise Zwickau bis minus 18,4 Prozent.
Deutliche Einbußen erleiden der Prognose zufolge auch die Landkreise Leipzig bis minus 13,2 Prozent, Meißen bis minus 14,6 Prozent und die kreisfreie Stadt Chemnitz bis minus 12,2 Prozent. 2025 werden den Angaben zufolge zwischen 3,6 und 3,8 Millionen Menschen in Sachsen leben. Das wären 391 000 bis 522 000 Einwohner weniger als im Jahr 2009. 1990 lag die Einwohnerzahl Sachsens noch bei gut fünf Millionen. Das Durchschnittsalter wird sich von rund 46 auf 50 Jahre erhöhen. va
2011-04-26
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