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Die Zeit ist schnelllebig. Viel zu schnelllebig. Leider. Die Top-Themen, die noch vor einigen Wochen tagelang die Zeitungsspalten füllten und die Nachrichten beherrschten, werden ganz schnell zum Ladenhüter, zu Themen, von denen die Öffentlichkeit kaum mehr Notiz nimmt. Dabei stellt sich die allgemeine Teilnahmslosigkeit oft genau dann ein, wenn das öffentliche Interesse besonders wichtig wäre. Die Rede ist vom Plauener Traditionsbetrieb Plamag. Anfang der Woche zog sich der nächste Kaufinteressent zurück. Die Zukunft des einstigen Manroland-Werkes ist damit wieder völlig offen. Doch es gab keinen Aufschrei in der Bevölkerung, keine Demonstrationen in der Plauener Innenstadt, keine Statements der Politiker – das Thema zieht nicht mehr.
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"Bei Gartenschau läuft alles glatt"
Reichenbach – Die erste Halbzeit ist vorbei und die Zwischenbilanz für die Landesgartenschau in Reichenbach fällt durchweg positiv aus.
Deswegen strahlen die Augen von Geschäftsführerin Kerstin Thomä auch, wenn sie von mittlerweile 200 000 Besuchern, 150 000 verkauften Eintrittskarten, von wunderschönen Hallenblumenschauen, großem Zulauf bei kulturellen Veranstaltungen sowie einer ungeahnten positiven Ausstrahlung auf die Stadt sprechen kann.
Auch die Besucherresonanz auf die Gartenschau und das Lob in Fachzeitschriften für das, was in Reichenbach umgesetzt wurde, seien wirklich enorm, sagt Frau Thomä. „Besonders gut kommen die Kompaktheit der Schau, die kurzen Wege, die Vielfalt und die Gestaltung an.“ Außerdem werde immer wieder das Verschwinden der industriellen Brachen, die Kinder- und Barrierefreundlichkeit sowie die vielen Hinweise auf die Historie gelobt. Und Fachleuten gefalle es gut, wie die Topografie in das Gesamtkonzept einbezogen wurde.
Dabei hat das Wetter die Gartenschau-Macher nicht immer unterstützt. War der Eröffnungsmonat Mai noch sehr schön und Wochenend-freundlich, so kam der Juni fast durchweg kalt und regnerisch daher. Und auch der Juli ließ den richtigen Sommer eher vermissen. Die viele Nässe von oben hielt zwar die Rasenflächen saftig grün, aber so manche empfindliche Pflanze hat dadurch mit Krankheiten wie Mehltau und vermehrtem Schneckenfraß zu kämpfen. Nur das Unkraut wächst und wächst. Aber dank der kundigen Fachleute halte sich bisher alles im Rahmen, erklärt Kerstin Thomä.
Zufrieden sind die Gartenschau-Verantwortlichen dagegen mit der Resonanz auf die wechselnden Ausstellungen im Unteren Bahnhof, mit dem Besucher-Interesse an der Oldtimer-Restauration und der Fülle der Gäste, die aus ganz Sachsen und den angrenzenden Bundesländern nach Reichenbach kommen. Anregungen seien aufgegriffen und so beispielsweise eine Ausstellung organisiert worden, die den Wandel des altindustriellen Gebietes in der Reichenbacher Altstadt zum Garten-Paradies fotografisch darstellt. Der Gartenschau-Film sei als DVD erhältlich und bereits etwa 300 Mal verkauft worden. Und der Aufforderung zum Mitmachen etwa beim Foto-Wettbewerb oder beim Baum-Quiz kommen die Leute zahlreich nach.
Die auf der Landesgartenschau vertretenen Vereine wie Imker oder Kleingärtner können sich über regen Zuspruch ebenfalls nicht beklagen. Die Imker haben inzwischen sogar die Termine für das Schauschleudern verstärkt – und die Gärtner erzählen scherzhaft, dass an einem schönen Tag fast hinter jeder Zaunslatte ein Gartenschau-Besucher stehe.
Neben aller Euphorie habe es natürlich kleine Anlaufschwierigkeiten gegeben, die aber mittlerweile alle vom Tisch seien. Das Catering-Unternehmen hat sich auf wechselnde Besucherzahlen eingestellt. Die Ausschilderung hin zur Gartenschau und den Parkplätzen wurde verdreifacht und Kleinigkeiten, die zerstört oder gestohlen wurden, sind wieder repariert beziehungsweise ersetzt, hieß es. „Alles läuft glatt“ lautet deshalb das Fazit der Gartenschau-Chefin, der die Zeit viel zu schnell davonrennt. Aber sie freut sich auf die verbleibenden Hallenschauen, die bevorstehenden kulturellen Events und noch sehr viele zufriedene Besucher. ina
2009-08-04
Kommentar zu "Bei Gartenschau läuft alles glatt"?
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