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Herausgeber Wilfried Hub Handikap

Die Zeit ist schnelllebig. Viel zu schnelllebig. Leider. Die Top-Themen, die noch vor einigen Wochen tagelang die Zeitungsspalten füllten und die Nachrichten beherrschten, werden ganz schnell zum Ladenhüter, zu Themen, von denen die Öffentlichkeit kaum mehr Notiz nimmt. Dabei stellt sich die allgemeine Teilnahmslosigkeit oft genau dann ein, wenn das öffentliche Interesse besonders wichtig wäre. Die Rede ist vom Plauener Traditionsbetrieb Plamag. Anfang der Woche zog sich der nächste Kaufinteressent zurück. Die Zukunft des einstigen Manroland-Werkes ist damit wieder völlig offen. Doch es gab keinen Aufschrei in der Bevölkerung, keine Demonstrationen in der Plauener Innenstadt, keine Statements der Politiker – das Thema zieht nicht mehr.

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Wotan-Gruppe zieht es nach Auerbach

auerbach6Plauen/Auerbach – Drei Mal drei Unterschriften – und der Vertrag zwischen der Firma Windpark Wotan Neunzehnte Betriebs GmbH & Co. KG im schleswig-holsteinischen Oldenswort und dem Vogtlandkreis sowie der Stadt Auerbach war geschlossen.

 

Damit endete gestern auch das Rätselraten um den Investor einer Pelletfabrik im Gewerbegebiet Auerbach-West/Rebesgrün. Innerhalb relativ kurzer Zeit entschied sich der Geschäftsführer der aus 33 Firmen unterschiedlichster Gesellschaftsformen bestehenden Wotan-Gruppe, Stephan Haack, für den Standort, der durch seine Infrastruktur mit einem Bahngleisanschluss bestach.
 Die Wotan-Gruppe hat eine Fläche von rund 80 000 Quadratmetern gekauft. Sie investiert nach der Grundsteinlegung im September in der ersten Phase 35 Millionen Euro und schafft 35 Arbeitsplätze. Weitere zehn Millionen Euro und zehn Arbeitsplätze werden folgen. Ende 2010 soll das Werk in eine dreimonatige Probelaufphase gehen, so dass im Frühjahr 2011 mit voller Produktion gerechnet wird.


 In Anbetracht eines weltweit steigenden Rohstoffbedarfs und einer Verknappung der Ressourcen ist die Wotan-Gruppe seit Jahren auf der Suche nach Alternativen. Investitionen wurden insbesondere im Bereich Windkraft, Biomasse, Biogas und Solarenergie getätigt. In Auerbach sollen vorerst aus Biomasse in zwei Brennern je 11,4 Megawatt Wärmeenergie erzeugt werden. 3,4 Megawatt Strom werden über Turbinen ins Netz gespeist. Die Abwärme wird zur Herstellung der Pellets genutzt. In den ersten drei Jahren sollen ohne chemische Zusätze nur Holzhackschnitzel verarbeitet werden.


 Parallel dazu sollen acht Hektar der Fläche mit Igniscum bebaut werden. Die Pflanze bringt einen äußerst hohen Massenertrag, eignet sich für alle Böden, übersteht auch Dürreperioden und besitzt einen hohen Energiegehalt. Im dritten Jahr erreicht Igniscum, welches mehr als 20 Jahre alt werden kann, den höchsten Ertrag. Somit ist parallel zum Heranwachsen der Pflanze die Herstellung von Mischpellets geplant. Die Firma besitzt bereits auch Erfahrungen mit reinen Igniscum-Pellets aus dem Betrieb in Herzberg. Der Geschäftsführer schätzte ein, dass das Heizen mit Holzpellets etwa halb so teuer sei als mit herkömmlichem Material. Etwa zwei Drittel der Gewerbefläche dienen der Logistik, ein Drittel der Produktion. Eine Ausbildungswerkstatt, Forschungs- und Entwicklungsräume sowie Kunden- und Vorführräume finden Platz.




Kommentar von _Heinz Winkelmann Auerbach Vogtl. am 24.06.2009; 10:56:43 Uhr

Kommentar zu Wotan-Gruppe zieht es nach Auerbach

Nach der Teilnahme an einer Versammlung zum obigen Thema geht es mir darum herauszufinden, ob der Artikel den Sachverhalt korrekt wiedergibt und die Entscheidung für den Bau der Holzpellet Energieanlage der Wotangruppe in Auerbach vertraglich besiegelt ist.

Kommentar zu Wotan-Gruppe zieht es nach Auerbach?

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