Hub-Blog "Ansichtssache" jeden Samstag neu...

Herausgeber Wilfried Hub Handikap

Die Zeit ist schnelllebig. Viel zu schnelllebig. Leider. Die Top-Themen, die noch vor einigen Wochen tagelang die Zeitungsspalten füllten und die Nachrichten beherrschten, werden ganz schnell zum Ladenhüter, zu Themen, von denen die Öffentlichkeit kaum mehr Notiz nimmt. Dabei stellt sich die allgemeine Teilnahmslosigkeit oft genau dann ein, wenn das öffentliche Interesse besonders wichtig wäre. Die Rede ist vom Plauener Traditionsbetrieb Plamag. Anfang der Woche zog sich der nächste Kaufinteressent zurück. Die Zukunft des einstigen Manroland-Werkes ist damit wieder völlig offen. Doch es gab keinen Aufschrei in der Bevölkerung, keine Demonstrationen in der Plauener Innenstadt, keine Statements der Politiker – das Thema zieht nicht mehr.

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Wo entsteht die Spitzenwelt?

Die Entscheidung zum Standort des künftigen Zentrums für Plauener Spitze und Stickerei ist noch nicht gefallen - die Zeit drängt aber.

110112 spitze"Das Zentrum können wir nur mit Städtebaufördermitteln bauen. Und diese sind vorerst nur bis 2016 sicher. Deshalb muss zu dem Projekt - vom Standort bis zur Umsetzung - jetzt entschieden werden", sagte Oberbürgermeister Ralf Oberdorfer. "Wir haben nun neben dem Standort Oberer Graben, der auch im Stadtrat beschlossen wurde, einen Alternativvorschlag. Voriges Jahr kam als Standort das Weisbachsche Haus ins Gespräch, nachdem deutlich wurde, dass die Familie Weisbach eine Schenkung in Betracht zieht. Dieses private Objekt stand vor fünf Jahren, als der Stadtratsbeschluss fiel, nicht zur Verfügung und somit nicht zur Diskussion", so Oberdorfer.

Nun sollte neu abgewogen werden beide Standorte hätten für ihn ein Für und Wider: "Das Weisbachsche Haus ist ein historische Manufakturgebäude der Textilindustrie. Es bietet unmittelbar vor der Tür Möglichkeiten fürs Parken. Diese sind am Standort Oberer Graben eher schwierig. Aber ein modernes Gebäude passt auch zu einer Spitzenwelt, die alle Facetten der Spitze anregend und aufregend präsentiert, die museal und zukunftsweisend zugleich ist. Die Nähe zu anderen Einrichtungen der Stadt hat auch den Vorteil von Synergieeffekten. Und - die Gäste wären gleich in der Innenstadt", begründet Oberdorfer und weist sogleich Aussagen zurück, ein moderner Bau für das Zentrum sei gesichtslos. Ziel unterm Strich muss doch sein, dass dieses Zentrum zum touristischen Magnet für ganz Sachsen wird, so der OB. Für ihn sei die "Manufaktur der Träume", die es seit über einem Jahr in Annaberg-Buchholz gibt und die bislang bereits 100 000 Besucher anzog, ein Beispiel dafür, wie interessiert die Menschen an einmaligen Erzeugnissen und deren Herstellung sind. va

2012-01-11




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