Hub-Blog "Ansichtssache" jeden Samstag neu...
Die Zeit ist schnelllebig. Viel zu schnelllebig. Leider. Die Top-Themen, die noch vor einigen Wochen tagelang die Zeitungsspalten füllten und die Nachrichten beherrschten, werden ganz schnell zum Ladenhüter, zu Themen, von denen die Öffentlichkeit kaum mehr Notiz nimmt. Dabei stellt sich die allgemeine Teilnahmslosigkeit oft genau dann ein, wenn das öffentliche Interesse besonders wichtig wäre. Die Rede ist vom Plauener Traditionsbetrieb Plamag. Anfang der Woche zog sich der nächste Kaufinteressent zurück. Die Zukunft des einstigen Manroland-Werkes ist damit wieder völlig offen. Doch es gab keinen Aufschrei in der Bevölkerung, keine Demonstrationen in der Plauener Innenstadt, keine Statements der Politiker – das Thema zieht nicht mehr.
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Willkommen im (Staats-)Bad Elster
Bad Elster – „Prima, so eine Aktion würden wir uns noch öfter wünschen“, freute sich Sabine Endler aus Plauen, die mit ihrem neunjährigen Enkel Imanuel Schneider am Samstag die Badelandschaft „Elsterado“ in Bad Elster besuchte und fügte an: „Der Eintritt zum halben Preis war toll, ich glaube, da kämen immer viel mehr Badegäste.“ Und nicht nur sie und der kleine Imanuel, der sich am liebsten im warmen Nass des Strömungskanals tummelte, waren begeistert von der Veranstaltung „Vogtland-Vital in Bad Elster“ zu der Vogtland-Anzeiger und die Sächsische Staatsbäder GmbH gemeinsam eingeladen hatten. Insgesamt wurden am Samstag 650 Badegäste gezählt, durchschnittlich etwa rund 150 mehr als sonst. „Ich wusste nichts von dem Vitaltag und wunderte mich schon, dass heute auf dem Parkplatz der Betrieb größer war als sonst“, war auch die Gudrun Neff aus der Vogtlandmetropole sehr überrascht, die ebenfalls gerne mit ihrem Mann und den zwei Enkelkindern das „Elsterado“ besucht. „Wir nutzen dafür eine 10er-Karte, das ist recht günstig. Aber es zieht uns auch immer wieder wegen der kulturellen Veranstaltungen im König Albert Theater nach Bad Elster“, fügte sie an. „Einfach wunderbar wie gut das tut und die hübschen Mädels können dabei auch gleich noch schön üben“, schwärmte genussvoll ein anderer Leser unserer Zeitung, der aber nicht genannt werden möchte, nach einer frischen wohltuenden Massage, die kostenlos und fachkundig von Schülerinnen der Medizinischen Berufsfachschule Bad Elster verabreicht wurden. Dass die angehenden Physiotherapeuten dabei selbst ganz schön ins Schwitzen kamen war kein Wunder, denn von 10 bis 17 Uhr nahm die Schlange an den Massagebänken nicht für eine einzige Minute ein Ende. Sehr groß war auch die Resonanz von den Besuchern im Medizinischen Bewegungszentrum mobilixx. Unter fachkundiger Anleitung fanden hier mehrere Schnupperkurse mit Gymnastik für den Rücken und Pilates zur Kräftigung der Muskulatur sowie entspannende Yogaübungen statt. Richtig Spaß machte allen kleinen wie großen Besuchern auch der musikalisch untersetzte Aqua-Sport im beheizten Warmwasserbecken. „Ein paar Wohlfühlstunden im schönen warmen Wasser zu Entspannung“, lockte auch Elke und Svenja Kühn aus Triebel in die lichtdurchflutete Bade- und Saunalandschaft. „Wir kommen zwar eher selten, aber der Gesundheit ist es förderlich und tut dem Körper merklich gut“, meinten die beiden jungen Frauen überzeugt. „Ich komme mit meinem Mann nicht regelmäßig, aber wenn es die Zeit erlaubt, sehr gerne in das Bad und in die Sauna“, berichtete auch Constanze Sonntag aus Plauen. „Das Preis-Leistungsverhältnis finden wir prima, denn von der Besucherzeitkarte wird minutengenau abgerechnet.“ Doch nicht nur die verlockenden Wellnessangebote und der Eintritt zum halben Preis, speziell für die Leser vom Vogtland-Anzeiger, lockten am Samstag in die Wellness- und Freizeitoase im Herzen des vogtländischen Kurortes: Rund 100 weitere Besucher nutzen die Möglichkeit am Vitaltag auch einmal einen Blick hinter die Kulissen im historischen Albert-Bad zu werfen: Das im Jugendstil erbaute Badehaus beherbergt heute nicht nur die Kureinrichtungen in denen die traditionellen Mineral- und Moorbäder verabreicht werden, sondern auch einen Wellnessbereich, in dem Gäste unter anderem mit entspannenden Stutenmilch-, Bier- und Rosenblütenbädern sowie Kosmetik und wohlgefälligen Gesichts- und Ganzkörpermassagen verwöhnt werden. Mit vielen interessanten Informationen aus der Geschichte führte Staatsbad-Mitarbeiterin Ingrid Häusler die Besucher auf einem Rundgang nicht nur in die Therapiebereiche, sondern auch in die historische Königs- und Moorbadkabine sowie in die moderne Moorentnahmestelle. Für viele Besucher besonders eindrucksvoll war zum Abschluss des Rundgangs der Blick in die so genannte Waldowhalle, einer nach Landesbaumeister Waldow benannten, 1883 fertig gestellten Eingangshalle zum Moorbadhaus, in der eine original erhaltene Architektur und eine beeindruckende, vom Dresdener Architekturmaler Ludwig Theodor Choulant geschaffene Deckenbemalung bewundert werden konnte. Steffen Adler Lohnenswert war der Blick in die von Landesbaumeister Waldow 1883 fertig gestellten Eingangshalle zum Moorbadhaus mit original erhaltener Architektur und Deckenbemalung. Viel Spaß beim Aqua-Sport im warmen Badewasser fanden alle kleinen und großen Besucher, so auch Franziska Kubessa aus Steinpöhl. Fotos(3): Steffen Adler Stand ganz besonders hoch in der Gunst der Besucher zum Vitaltag: Eine wohltuende Massage für die unter anderen die angehenden Physiotherapeuten Susan Turine und Deborah Kunz sowie Susan Gäbler fachkundig sorgten.
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