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Herausgeber Wilfried Hub Handikap

Die Zeit ist schnelllebig. Viel zu schnelllebig. Leider. Die Top-Themen, die noch vor einigen Wochen tagelang die Zeitungsspalten füllten und die Nachrichten beherrschten, werden ganz schnell zum Ladenhüter, zu Themen, von denen die Öffentlichkeit kaum mehr Notiz nimmt. Dabei stellt sich die allgemeine Teilnahmslosigkeit oft genau dann ein, wenn das öffentliche Interesse besonders wichtig wäre. Die Rede ist vom Plauener Traditionsbetrieb Plamag. Anfang der Woche zog sich der nächste Kaufinteressent zurück. Die Zukunft des einstigen Manroland-Werkes ist damit wieder völlig offen. Doch es gab keinen Aufschrei in der Bevölkerung, keine Demonstrationen in der Plauener Innenstadt, keine Statements der Politiker – das Thema zieht nicht mehr.

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Vogtlandstadion bekommt neues Gesicht

Vogtlandstadion Plauen – Größer, besser und schöner wird sich das Vogtlandstadion in den nächsten Jahren den Fans präsentieren. Für 1,7 Millionen Euro soll die Heimstätte des VFC Plauen und größte Freiluftsportfläche der Stadt bis zum Jahr 20 10 saniert und modernisiert werden.

Die Pläne dazu sind gestern vom Falkensteiner Architekt Steffen Fugmann vorgestellt worden. Vorgesehen sind zunächst drei Bauabschnitte, in denen vor allem die Tribünen in Stand gesetzt werden sollen. An einigen ist seit dem Stadionbau nichts mehr gemacht worden. „Vor einigen Jahren hätte keiner daran gedacht, so schnell neue Tribünen zu bekommen“, sagte VFC-Präsident und Bürgermeister Uwe Täschner, der nach der Konzeptvorstellung gleich Hand anlegte und mit einer großen Axt symbolisch den Baustart gab.

„Die ersten Arbeiten werden Anfang August in der Südtribüne beginnen. Hier entstehen 1500 Stehplätze für die Gästefans“, so Architekt Fugmann. Derzeit dürfen in das größte Stadion im Vogtland laut aktueller Genehmigung maximal 10 000 Fans. Nach der Südtribüne ist die Nordtribüne dran. Hier sollen im zweiten Bauabschnitt nocheinmal 5000 Stehplätze entstehen. Im dritten und vorerst letzten Abschnitt wird die Heimtribüne in Angriff genommen. Die Fans des VFC Plauen können dann auf rund 2000 modernen Sitzen ihre Mannschaft anfeuern. Die drei vorgestellten Bauabschnitte sollen bis 2010 abgeschlossen ein. Weitere Arbeiten sind bis 2013 geplant.

Im gesamten Stadion haben nach allen Baumaßnahmen etwa 16 400 Fans Platz. Die großen Gewinner der Sanierung sind die Fans. Das Stadion wird nach allen Arbeiten kaum noch wiederzuerkennen sein. Die VFC-Anhänger und Gäste werden zukünftig näher am Spiel dran sein. Die dominierende Farbe, im dann neuen Fußball- und Leichtathletikstadion, wird gelb sein. Tausende Sitzflächen werden in den traditionellen VFC-Farben mit der Sonne um die Wette strahlen. Nach den Sanierungsarbeiten der Sitz- und Stehflächen wird das Stadion im Stadtteil Haselbrunn auch behindertengerechter sein. Dazu entstehen unter anderem mehrere Sitzplätze für Rollstuhlfahrer. Mehr Raum entsteht auch hinter den Stadiontribünen. Diese Bereiche können je nach Auslastung zusätzlich für Toiletten- und Imbisswagen genutzt werden.

Möglich macht den Großumbau das Konjunkturpaket II. In der Fördersumme steckt aber auch ein hoher Teil an Eigenmitteln, die von der Stadt aufgebracht werden. Zu den 1,7 Millionen Euro steuert Plauen rund 280 000 Euro bei, so Uwe Täschner. VFC-Chefcoach Hermann Andreev wünschte sich bei der Vorstellung der Pläne, dass die Sitzbereiche für Trainer und Team wie beim englischen Meister Manchester United mit auf die Tribüne sollen. Bisher sitzen alle Mannschaftsbetreuer des VFC und der Gastmannschaften direkt vorm Spielfeld auf der Tartanbahn.

Das Vogtlandstadion entstand im Jahr 1934. Die Bauzeit betrug neun Monate. Im Jahr 1937 wurde das noch so genannte Maifeld mit einer Leichtathletikanlage vervollständigt. Der immer noch aktuelle Zuschauerrekord ist im Jahr 1968 aufgestellt worden. In einem UEFA-Turnier der Junioren verlor die BRD damals gegen Bulgarien 0:1. (mar)

2009-07-05




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