Hub-Blog "Ansichtssache" jeden Samstag neu...
Die Zeit ist schnelllebig. Viel zu schnelllebig. Leider. Die Top-Themen, die noch vor einigen Wochen tagelang die Zeitungsspalten füllten und die Nachrichten beherrschten, werden ganz schnell zum Ladenhüter, zu Themen, von denen die Öffentlichkeit kaum mehr Notiz nimmt. Dabei stellt sich die allgemeine Teilnahmslosigkeit oft genau dann ein, wenn das öffentliche Interesse besonders wichtig wäre. Die Rede ist vom Plauener Traditionsbetrieb Plamag. Anfang der Woche zog sich der nächste Kaufinteressent zurück. Die Zukunft des einstigen Manroland-Werkes ist damit wieder völlig offen. Doch es gab keinen Aufschrei in der Bevölkerung, keine Demonstrationen in der Plauener Innenstadt, keine Statements der Politiker – das Thema zieht nicht mehr.
Haseloff lobt Energiegipfel
Bundesregierung beschließt mehrere Gesetzentwürfe
Gute Wasserqualität an Urlaubsstränden
Schienenersatzverkehr zwischen Pößneck und Kahla
Gerichtsurteil für Hartz- IV- Bezieher
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Vogtland gehört zu den Preisträgern
Die „Kunsthalle Sachsen", in der sich gemeinsam mit anderen 55 sächsischen Ausstellern seit Mittwoch auch die Vogtländer präsentierten, wurde für ihr Gesamtkonzept zum schönsten deutschen Messestand gekürt. Der Preis wird jährlich von der Cologne Business School und der Europäischen Wirtschafts- und Sprachenakademie vergeben. Aber nicht nur die reine Optik, so Bärbel Borchert, sondern auch die Freundlichkeit des Personals an den einzelnen Ständen und die Prospekte wurden bewertet. Die Tourismusexpertin zeigt sich mit dem Messeverlauf aus vogtländischer Sicht mehr als zufrieden. Während die ersten drei Tage dem Fachpublikum vorbehalten waren, strömten am Wochenende die Berliner und deren Gäste in Scharen über das Messegelände. „Seit Samstag vormittag ist unser Stand regelrecht belagert", freut sich Frau Borchert. „Unsere Prospekte gingen weg wie die sprichwörtlich warmen Semmeln." Und die Fragen der Standbesucher zeigten, dass die Vogtländer aufs richtige Pferd gesetzt hatten. „Viele interessierten sich für die Möglichkeiten von Aktivurlaub im Vogtland – Wandern, Radfahren, Montainbiking. Selbst nach Winterurlaub Ende des Jahres erkundigten sich die Besucher", ist Frau Borchert mit der Resonanz überaus zufrieden. „Natürlich haben wir darauf hingewiesen, dass Kurzentschlossene auch jetzt noch genügend Schnee im Vogtland vorfinden", lächelt sie. Vor allem habe man mit der Verknüpfung von Aktivurlaubs-Angeboten und dem regionalen ÖPNV punkten können. Gut nachgefragt worden seien aber auch Pauschalreisen. Mit der druckfrischen Broschüre über die Veranstaltungen des Festivals Mitte Europa habe man ebenso den Nerv des Publikums getroffen, wie mit dem reichhaltigen Wellness-Angebot der Sächsischen Staatsbäder Bad Brambach und Bad Elster. „Hier rockt das Vogtland" habe der Moderator am Sonntag den Messegästen zugerufen und damit kein bisschen untertrieben, ruft Frau Borchert durchs Telefon, während im Hintergrund am Vogtland-Stand bereits wieder der Bär steppt. Den Sonntag gestalteten die Vogtländer in Berlin quasi zu „ihrem" Tag. Die Spitzenmodenschau mit extra angefertigten Exponaten sei bestens angekommen, riesigen Beifall gab es für das Plauener Theater, das Ausschnitte aus dem Programm „Lollipop" zeigte. Frau Borchert ist absolut sicher, dass sich das Besucherinteresse in Buchungszahlen niederschlagen werde. „Der Trend, Urlaub im eigenen Land zu machen, ist deutlich. Und natürlich hoffen wir, dass sich dabei viele auch für das Vogtland entscheiden. Für die Berliner beispielsweise sind das gerade mal dreieinhalb Stunden Fahrtzeit." Nicht minder freut sich die Tourismusfachfrau auch über das Interesse prominenter Standbesucher. Dass der Vogtländische Verein zu Berlin das Stück Heimat in der Hauptstadt besuche, sei schon zu einer schönen Tradition geworden. Diesmal habe sich zudem Verkehrsminister Wolfgang Tiefensee und Sachsens Wirtschaftsminister Thomas Jurk für die vogtländischen Angebote interessiert. Fazit der Expertin in Sachen ITB: Anstrengend, aber auch schön und erfolgreich. tp
Berlin/Plauen – Die Freude am vogtländischen Stand der Internationalen Tourismusbörse Berlin (ITB) ist riesig. „Schließlich gehören wir ja zu den Mitpreisträgern", ruft die Marketingleiterin des Tourismusverbandes Vogtland, Bärbel Borchert, gestern nachmittag durchs Telefon, als wir sie um ein Fazit ihrer Eindrücke vom Abschneiden der Region auf der weltgrößten Reisemesse fragen.
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