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Die Zeit ist schnelllebig. Viel zu schnelllebig. Leider. Die Top-Themen, die noch vor einigen Wochen tagelang die Zeitungsspalten füllten und die Nachrichten beherrschten, werden ganz schnell zum Ladenhüter, zu Themen, von denen die Öffentlichkeit kaum mehr Notiz nimmt. Dabei stellt sich die allgemeine Teilnahmslosigkeit oft genau dann ein, wenn das öffentliche Interesse besonders wichtig wäre. Die Rede ist vom Plauener Traditionsbetrieb Plamag. Anfang der Woche zog sich der nächste Kaufinteressent zurück. Die Zukunft des einstigen Manroland-Werkes ist damit wieder völlig offen. Doch es gab keinen Aufschrei in der Bevölkerung, keine Demonstrationen in der Plauener Innenstadt, keine Statements der Politiker – das Thema zieht nicht mehr.
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Vogtländer lassen‘s krachen
Plauen – Leuchtende Raketen, knisternde Fontänen und lautstarke Böller – seit Mittwoch läuft wieder überall der Verkauf von Silvester-Feuerwerk. In diesem Jahr könnte das Feuerwerk sogar deutlich lauter und spektakulärer als je zuvor sein.
Dank der EU sind erstmals auch Feuerwerkskörper mit der doppelten Sprengmasse sowie Treib- und Leuchtmittel erlaubt. Im Trend liegen vor allem Böller-Batterien. Die Preise für Knaller und Co sind ähnlich wie im Vorjahr, sagt Rajko Schwarze. Er ist im Kaufland Morgenbergstraße in Plauen jedes Jahr für den Feuerwerksverkauf zuständig. Fünf Tonnen Feuerwerkskörper liegen bereit. Auch die Plauener greifen immer öfter zur Batterie – die es bereits ab drei Euro gibt, so Schwarze. Die Deutschen werden auch an diesem Silvester wieder für etwa 110 Millionen Euro böllern.
Sachsens Umweltminister Frank Kupfer (CDU) ruft beim Umgang mit Feuerwerkskörpern zu Besonnenheit auf. „Ein paar Knaller weniger werden dem Start ins neue Jahr bestimmt nicht schaden“, erklärte der Minister. Er schlage vor, das so gesparte Geld gemeinnützigen Vereinen zu spenden. Die evangelische Hilfsorganisation „Brot für die Welt“ ruft auch in diesem Jahr unter dem Motto „Brot statt Böller“ dazu auf, einen Teil der geplanten Summe für Entwicklungshilfe zu spenden. Experten warnen zudem vor der Unfallgefahr durch unsachgemäße Anwendung von Feuerwerkskörpern.
Die Bundespolizei weist darauf hin, dass Böller, die häufig auf tschechischen Asia-Märkten angeboten werden, in Deutschland verboten sind. Geknallt werden darf zwischen 18 Uhr am Silvestertag und 1 Uhr am Neujahrstag. mar
2010-12-29
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