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Die Zeit ist schnelllebig. Viel zu schnelllebig. Leider. Die Top-Themen, die noch vor einigen Wochen tagelang die Zeitungsspalten füllten und die Nachrichten beherrschten, werden ganz schnell zum Ladenhüter, zu Themen, von denen die Öffentlichkeit kaum mehr Notiz nimmt. Dabei stellt sich die allgemeine Teilnahmslosigkeit oft genau dann ein, wenn das öffentliche Interesse besonders wichtig wäre. Die Rede ist vom Plauener Traditionsbetrieb Plamag. Anfang der Woche zog sich der nächste Kaufinteressent zurück. Die Zukunft des einstigen Manroland-Werkes ist damit wieder völlig offen. Doch es gab keinen Aufschrei in der Bevölkerung, keine Demonstrationen in der Plauener Innenstadt, keine Statements der Politiker – das Thema zieht nicht mehr.
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Vogtländer haben die Wahl
Plauen – Sachsen wählt am Sonntag einen neuen Landtag. Rund 3,5 Millionen Bürger sind aufgerufen, über die Zusammensetzung des Parlaments zu entscheiden. Im Vogtland sind 213 966 Frauen und Männer wahlberechtigt.
Mit 16 Parteien treten so viele wie noch nie zuvor bei einer Landtagswahl in Sachsen an. Die Wahllokale sind von 8 bis 18 Uhr geöffnet. Bei der Abstimmung 2004 hatte die Wahlbeteiligung sachsenweit bei 59,6 Prozent, in den vier Wahlkreisen des Vogtlandes bei rund 55 Prozent gelegen.
Vor fünf Jahren gelangten mit CDU, PDS, SPD, NPD, FDP und Grünen erstmals gleich sechs Parteien in den Landtag. Bundesweit gibt es kein anderes Landesparlament mit sechs Fraktionen. Nach den jüngsten Umfragen wird die CDU die stärkste Partei bleiben, zugleich aber erneut auf einen Koalitionspartner angewiesen sein.
Als Direktbewerber der 60 Landtagswahlkreise kandidieren 398 Männer und Frauen von 13 Parteien und 9 anderen Wahlvorschlägen. Im Vogtland sind es 25 Direktkandidaten. Für einen Sitz über die 16 Landeslisten stehen 439 Bewerber zur Wahl. 236 Bewerber bewerben sich sowohl um ein Wahlkreis- als auch um ein Landeslistenmandat. Zur Wahl 2004 gingen 55 Wahlkreise direkt an die CDU. Im Vogtland waren es alle vier. Die damalige PDS konnte vier Direktbewerber durchbringen, die SPD einen.
Wie in ganz Sachsen geben auch im Vogtland immer mehr Wähler ihre Stimme per Brief ab – vor allem junge Menschen. Am Sonntag sind in den 271 Wahllokalen im Vogtland rund 2000 Helfer im Einsatz. Die kleinsten Wahlbezirke sind mit Losa und Scholas (81 beziehungsweise 90 Wahlberechtigte) in der Stadt Elsterberg, der größte mit 1700 Wahlberechtigten in Reichenbach. M. T.
2009-08-29
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