Hub-Blog "Ansichtssache" jeden Samstag neu...

Herausgeber Wilfried Hub Handikap

Die Zeit ist schnelllebig. Viel zu schnelllebig. Leider. Die Top-Themen, die noch vor einigen Wochen tagelang die Zeitungsspalten füllten und die Nachrichten beherrschten, werden ganz schnell zum Ladenhüter, zu Themen, von denen die Öffentlichkeit kaum mehr Notiz nimmt. Dabei stellt sich die allgemeine Teilnahmslosigkeit oft genau dann ein, wenn das öffentliche Interesse besonders wichtig wäre. Die Rede ist vom Plauener Traditionsbetrieb Plamag. Anfang der Woche zog sich der nächste Kaufinteressent zurück. Die Zukunft des einstigen Manroland-Werkes ist damit wieder völlig offen. Doch es gab keinen Aufschrei in der Bevölkerung, keine Demonstrationen in der Plauener Innenstadt, keine Statements der Politiker – das Thema zieht nicht mehr.

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Voba-Geräte unterm Hammer

Voba1Hammerbrücke – Wer meint, Dieter Thomas Heck hat in der ZDF-Hitparade in einem unnachahmlich hohen Tempo den Abspann herunter gerasselt, der wurde gestern vom Auktionator Jan Bröger in der VOBA Hammerbrücke eines Besseren belehrt. Das Tempo, welches er vorgab, war so hoch, dass Ungeübte mit Sicherheit schon Mühe hatten, gedanklich zu folgen. Aber schließlich sollten ja bis 18 Uhr etwa 1000 Artikel versteigert werden.


Punkt 10 Uhr begann am gestrigen Dienstag die Auktion des Fuhrparks, der Betriebs- und Geschäftsausstattung und moderner Baumaschinen aus dem Bestand der wegen Insolvenz im vergangenen Jahr geschlossenen VOBA Bau GmbH in Hammerbrücke.


Der Grundstein der VOBA wurde 1956 mit der BHG Hammerbrücke gelegt. Mit Niederlassungen in Falkenstein, Zwickau und Gotha war die VOBA Bau GmbH bis 2008 einer der größten Arbeitgeber der Region Westsachsen, bei der 400 Beschäftigte und 50 Auszubildende in Lohn und Brot standen. Über 1000 Objekte vom Akku-Schrauber über Baustromverteilerkästen bis hin zum Kompakt-Bagger und Radlader kam alles, was zum Bestand der VOBA bei Betriebsschließung gehörte, unter den Hammer.


Die Versteigerung wurde im Auftrag des Insolvenzverwalters vom Auktionshaus Wilhelm Dechow GmbH aus Hamburg vorbereitet und durchgeführt. Der Erlös soll den Gläubigern der VOBA zugute kommen.


Es war schwer abzuschätzen, aber 500 bis 600 Interessenten füllten die einstige Fahrzeughalle, in der im rasanten Tempo ein Ding nach dem anderen den Besitzer wechselte. Da hieß es für die Bieter aufgemerkt und die Gedanken zusammen genommen, denn wer die gelbe Karte mit seiner Nummer für einen Moment zu lange oben hatte, ist dann vielleicht doch Besitzer einer Sache geworden, obwohl er sie gar nicht mehr wollte. Ebenso war zu beachten, dass der bei der Ersteigerung zuletzt genannte Preis noch lange nicht der Endpreis war. Hinzu kamen nämlich noch 15 Prozent Versteigerungsaufschlag und dann die gesetzlichen 19 Prozent Mehrwertsteuer. Begleitet wurde die Auktion vom Privatsender Sat 1. Wer also das Flair dieser Auktion erleben oder sich selbst beim Bieten beobachten möchte, der kann das am 25. Mai um 23 Uhr tun.  jok/mad




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