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Die Zeit ist schnelllebig. Viel zu schnelllebig. Leider. Die Top-Themen, die noch vor einigen Wochen tagelang die Zeitungsspalten füllten und die Nachrichten beherrschten, werden ganz schnell zum Ladenhüter, zu Themen, von denen die Öffentlichkeit kaum mehr Notiz nimmt. Dabei stellt sich die allgemeine Teilnahmslosigkeit oft genau dann ein, wenn das öffentliche Interesse besonders wichtig wäre. Die Rede ist vom Plauener Traditionsbetrieb Plamag. Anfang der Woche zog sich der nächste Kaufinteressent zurück. Die Zukunft des einstigen Manroland-Werkes ist damit wieder völlig offen. Doch es gab keinen Aufschrei in der Bevölkerung, keine Demonstrationen in der Plauener Innenstadt, keine Statements der Politiker – das Thema zieht nicht mehr.
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Ultimatum für Palasthotel Wettiner Hof in Bad Elster
Bürgermeister Flämig rollt für weitere drei Investoren den „roten Teppich“ aus
Bad Elster – Über dem Wettiner Hof in Bad Elster schwebt die Abrissbirne. Wenn bis zum 31. Dezember 2010 kein tragfähiges Konzept zur Revitalisierung der Ruine als 4-Sterne-Hotel gefunden ist, ist der Wettiner Hof Geschichte. Dieser, von der FDP geforderten Grundsatzentscheidung, wurde am Mittwoch zur Stadtratssitzung in Bad Elster zugestimmt.
Fotostrecke:
>> Bilder des ehemaligen Palasthotels
Die Abstimmung erfolgte namentlich und unter regem Interesse zahlreicher Einwohner. Martin Schwarzenberg (Freie Wähler) stimmte gegen die Vorlage, alle anderen 14 Stadträte stimmten der Grundsatzentscheidung zu. Der Beschluss beinhaltet außerdem, einen Hotelneubau an gleicher Stelle mit gleicher Architektur anzustreben. Hierfür sind Kosten für den Abriss zu ermitteln und Finanzierungslösungen aufzuzeigen.
Erarbeitet wurde die eigentliche Beschlussvorlage von der FDP-Fraktion. Diese hatte allerdings 31. März 2010 als Abrisstermin vorgesehen, falls der Investor ausbleibt. Gefolgt wurde dann jedoch dem Antrag von Matthias Schannwell (CDU), die Frist bis Jahresende zu verlängern.„Mit diesem Kompromiss kann ich leben“, kommentierte FDP-Fraktionsvorsitzender Dr. Detlef Schlott und fügte an: „Gut, dass wir den 31. März 2010 statt dem 31. Dezember 2010 vorgeschlagen haben, sonst wäre daraus nun vermutlich der 30. Juni 2011 geworden“.
In der Diskussion hatte Dr. Schlott darauf verwiesen, dass es Verantwortlichen in den vergangenen 20 Jahren nicht gelungen sei, einen Investor zu finden. Seit Januar 2006 ist die Stadt Bad Elster Eigentümer von Gebäude und Grundstück. Trotz intensiver Suche und Einsatz finanzieller Mittel gibt es bis dato kein tragfähiges Konzept. „Die Ruine verschandelt das Stadtbild. Das beklagen immer wieder auch Gäste. Es gefährdet das Image der Region“, führte Dr. Schlott aus.
Den 31. März als Termin für eine Entscheidung zum Abriss fand Stadtrat Peter Nicolaus (Freie Wähler) etwas verfrüht. „Anderseits ist es vermutlich ganz gut, wenn etwas Druck aufgebaut wird, um potenzielle Investoren zu einer Entscheidung zu bewegen“, meinte er. Gerade das hielt Bürgermeister Flämig wiederum für „sehr gefährlich“. „Um einen Investor bei Laune zu halten, dürfen wir ihn nicht drängen, sondern müssen ihm den roten Teppich ausrollen“. Sehr optimistisch äußerte sich Flämig, doch noch einen Investor zu finden.
„Seit 2006 habe ich mit insgesamt 46 Interessenten intensive Gespräche geführt. Gegenwärtig rede ich mit zwei Interessenten ernsthaft über Verträge. Es gibt noch einen weiteren, der bis Ende Februar mitteilt, ob er den Wettiner Hof saniert. Über all diese Fakten wird dann der Stadtrat informiert und die Details besprochen“, machte Bürgermeister Flämig aufmerksam.
Eine Lanze für den Erhalt des Wettiner Hofes brach auch Martin Schwarzenberg (Freie Wähler). „Das Gebäude ist ein Baudenkmal. Es prägt das Stadtbild wesentlich.“ Der Wiederaufbau der Frauenkirche in Dresden sei doch ein Beispiel dafür, was möglich ist. „Es ist wichtig, dass an dieser Stelle ein hochwertiges Hotel entsteht“, betonte Gabriele Seifert (SPD). „Wir können aber nicht noch Jahre warten.“
Er glaube nicht, dass kurzfristig ein Sanierer gefunden wird, meinte Manfred Hendel (FDP). Trotzdem würde es ihn schmerzen, wenn das historische Ensemble abgerissen wird. „Käme es zu einem Abriss, wäre die Lücke in diesem wichtigen historischen Bereich nicht so schnell zu schließen“, fand Dierk Häslich. Ähnlich äußerst sich auch Dieter Heyne (Linke). Man solle versuchen, aus dem Haus wieder das zu machen, was es einmal war.
Auf eine verpasste Chance für den „Wettiner Hof“ im Jahr 2007 verwies Fraktionskollege Mathias Hanckl: „Da gab es einen interessierten russischen Investor, aber damals hieß es, man wolle hier keine Karlsbader Verhältnisse haben.“ Erstaunt reagierte darauf Bürgermeister Flämig: „Bei mir hat nie ein russischer Investor vorgesprochen“, betonte er und ergänzte: „Alles andere sind nur Gerüchte“.
Von Steffen Adler
2010-01-31
Kommentar von _Xenia am 08.06.2010; 09:12:53 Uhr
Kommentar zu Ultimatum für Palasthotel Wettiner Hof in Bad Elster
Ich finde dieses Gebäude prachtvoll und es sollte wieder Leben reinkommen!Kommentar von _Lara am 04.01.2011; 23:09:11 Uhr
Kommentar zu Ultimatum für Palasthotel Wettiner Hof in Bad Elster
Das Gebäude ist so ausdrucksstark.Mich begeistert es jedes mal wieder wenn ich dran vorbei gehe.Es ist schade genug das man schon einen Teil dieses einst wunderschönen Gebäudes abgerissen hat.Kommentar von _Emanuel am 05.05.2012; 09:08:27 Uhr
Kommentar zu Ultimatum für Palasthotel Wettiner Hof in Bad Elster
Inhalt Es ist mir unverständlich und erscheint mir kaum glaubhaft, dass ernsthaft erwogen wird, ein Baudenkmal von so hoher Qualität abreissen zu lassen.Beteiligte an diesem ungeheuren Frevel sollten sicher sein, als Kulturbarbaren in die Geschichte einzugehen. Hier verbindet sich eine Provinzposse mit absolutem Unverstand. Sie sollten sich s c h ä m e n !Kommentar zu Ultimatum für Palasthotel Wettiner Hof in Bad Elster?
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Kommentar von _Maria am 17.02.2010; 11:29:37 Uhr
Kommentar zu Ultimatum für Palasthotel Wettiner Hof in Bad Elster
Meiner Meinung nach müsste der Wettiner Hof abgerissen werden.