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Die Zeit ist schnelllebig. Viel zu schnelllebig. Leider. Die Top-Themen, die noch vor einigen Wochen tagelang die Zeitungsspalten füllten und die Nachrichten beherrschten, werden ganz schnell zum Ladenhüter, zu Themen, von denen die Öffentlichkeit kaum mehr Notiz nimmt. Dabei stellt sich die allgemeine Teilnahmslosigkeit oft genau dann ein, wenn das öffentliche Interesse besonders wichtig wäre. Die Rede ist vom Plauener Traditionsbetrieb Plamag. Anfang der Woche zog sich der nächste Kaufinteressent zurück. Die Zukunft des einstigen Manroland-Werkes ist damit wieder völlig offen. Doch es gab keinen Aufschrei in der Bevölkerung, keine Demonstrationen in der Plauener Innenstadt, keine Statements der Politiker – das Thema zieht nicht mehr.
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Trauer und viele Fragen nach Tod von Joel
Plauen – Trauer und Bestürzung nach dem Tod des 18-jährigen Joel in Plauen. Zugleich bleiben viele Fragen, ob das Unglück im Stadtbad hätte verhindert werden können.
Schulfreunde des Plauener Lessing-Gymnasiums konnten es gar nicht fassen, dass Joel, der seit 2006 mit ihnen in der Schule lernt und in diesem Jahr sein Abi gemacht hätte, nicht mehr lebt. Der dunkelhaarige Junge, der ab Herbst in Mannheim Betriebswirtschaft und Journalismus studieren wollte, hatte viel und gern fotografiert und geschrieben. Auch als Mitarbeiter des Vogtland-Anzeigers war er zu Terminen unterwegs. Sein Tod erschüttert auch die Zeitungsleute.
Nach Aussage von Dr. Antje Dietzsch, Sprecherin der Staatsanwaltschaft Zwickau, sei noch völlig offen, warum der 18-Jährige plötzlich leblos unter Wasser lag und trotz Wiederbelebungsversuche kurze Zeit später im Vogtland-Klinikum starb. Erst am kommenden Dienstag wird der Leichnam obduziert. „Solange wir nicht wissen, was die Todesursache war, können wir auch nicht sagen, wie wir weiter verfahren. Bislang untersuchen wir einen unnatürlichen Todesfall und haben noch keine Ermittlungen eingeleitet“, sagte Dr. Dietzsch. Die Fragen, ob schneller Hilfe erfolgen hätte müssen, werde erst nach der Obduktion gestellt werden können. Nicht klar sei bislang, oder ob der junge Mann getaucht habe oder aus gesundheitlichen Gründen untergegangen sei.
Das Unglück ereignete sich am Mittwochabend im Nichtschwimmerbereich der Herrenhalle. Laut Verordnung zur Bädersicherheit ist dort keine ständige Aufsicht der Bademeister vorgeschrieben, sie müssten die Anlage nur in ihren regelmäßigen Kontrollgang einbeziehen. In dem Becken hatten sich am Unglücksabend mehrere Besucher aufgehalten. Und wie üblich seien laut Stadtsprecherin Silvia Weck zwei Bademeister in der Schwimmhalle gewesen. Das Geschehen in und an den Becken könne auch vom kleinen Aufenthaltsraum per Monitor überwacht werden. Zugleich gebe es Videoaufzeichnungen, die bei möglichen Nachfragen herangezogen werden könnten. va
2011-02-06
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