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Herausgeber Wilfried Hub Handikap

Die Zeit ist schnelllebig. Viel zu schnelllebig. Leider. Die Top-Themen, die noch vor einigen Wochen tagelang die Zeitungsspalten füllten und die Nachrichten beherrschten, werden ganz schnell zum Ladenhüter, zu Themen, von denen die Öffentlichkeit kaum mehr Notiz nimmt. Dabei stellt sich die allgemeine Teilnahmslosigkeit oft genau dann ein, wenn das öffentliche Interesse besonders wichtig wäre. Die Rede ist vom Plauener Traditionsbetrieb Plamag. Anfang der Woche zog sich der nächste Kaufinteressent zurück. Die Zukunft des einstigen Manroland-Werkes ist damit wieder völlig offen. Doch es gab keinen Aufschrei in der Bevölkerung, keine Demonstrationen in der Plauener Innenstadt, keine Statements der Politiker – das Thema zieht nicht mehr.

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IAA-Frankfurt: Neuer Trabant sucht Investor

160909 TrabantFrankfurt/Zwickau – Es gibt einen neuen Trabi – aber noch ist er ganz allein. „Ende 2012 kann er in Serie gehen“, sagt Roland Gerschewski, Geschäftsführer der Firma Indikar in Wilkau-Haßlau. Er schränkt aber ein: „Dazu braucht es einen Investor.“

 

Am Dienstag zeigte Gerschewski das Concept Car, den zurzeit einzigen leibhaftigen Trabant nT, erstmals der Öffentlichkeit. Zwei Tage vor der am Donnerstag beginnenden Internationalen Automobil-Ausstellung (IAA) in Frankfurt hatte das unter einer silbernen Plane versteckte, kaum vier Meter lange Objekt bereits die Neugier von Ausstellern und Medien geweckt.


 Die Idee, das 1957 erstmals ausgelieferte DDR-Volksauto in die Evolution zu schicken, hatte Klaus Schindler, Chef des Dietenhofener Modellautoherstellers Herpa. „Kleine Trabi-Modelle wurden bei uns immer beliebter, gerade in jüngerer Zeit“, erinnert sich Schindler. Vor zwei Jahren setzte er die Idee eines neuen, richtigen Trabis in die Welt und fand in Gerschewski einen Partner. Indikar holte den Schweriner Designer


 Nostalgie, erzählt Gerschewski, sei keine im Spiel. „Aber natürlich wollen wir an die Beliebtheit des DDR-Sprösslings anknüpfen.“ Der nT hat sich – so verlangte es die klimagerechte Evolution – zu einem Elektromobil mit 160 Kilometer Reichweite weiterentwickelt. Gerschewski zeigt auf das Oberdeck seines Concept Cars: „Solarzellen.“ Sonnenenergie soll bei der Stromerzeugung helfen, die eigentliche Elektrokraft steckt in konventionellen Lithium-Ionen-Batterien.


 Von der Seite erinnert der „New Trabi“ an einen Mini, von vorn und von hinten ist er pure Trabi-Anmutung in modernem Gewand. Authentischstes Zitat sind die kleinen mit den Blinkern besetzten Heckflösschen. „Natürlich ist Elektroantrieb einfach zeitgemäß“, sagt Gerschewski. Beim nT erfüllt er eine zusätzliche Aufgabe – „das Image des Zweitaktstinkers überzukompensieren.“ Ansonsten haben die Konstrukteure nirgendwo übertrieben. Der nT ist ein Viersitzer mit zusätzlichem Kindersitz, fährt maximal 130 Stundenkilometer schnell und ist des Nachts an der häuslichen Steckdose für rund einen Euro zu betanken.


 Findet sich ein Investor, könnte der Trabant nT als Serienproduktion für unter 20 000 Euro zu haben sein, schätzt Gerschewski. Der Preis wäre attraktiv, der Markt für vollwertige Elektroautos beginnt in Deutschland derzeit bei etwa 30 000 Euro. Gerschewski hält für seinen Liebling drei Adjektive parat: „Zukunftsweisend, unkompliziert und charakterstark.“ va

 

2009-09-16




Kommentar zu IAA-Frankfurt: Neuer Trabant sucht Investor?

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