Hub-Blog "Ansichtssache" jeden Samstag neu...
Die Zeit ist schnelllebig. Viel zu schnelllebig. Leider. Die Top-Themen, die noch vor einigen Wochen tagelang die Zeitungsspalten füllten und die Nachrichten beherrschten, werden ganz schnell zum Ladenhüter, zu Themen, von denen die Öffentlichkeit kaum mehr Notiz nimmt. Dabei stellt sich die allgemeine Teilnahmslosigkeit oft genau dann ein, wenn das öffentliche Interesse besonders wichtig wäre. Die Rede ist vom Plauener Traditionsbetrieb Plamag. Anfang der Woche zog sich der nächste Kaufinteressent zurück. Die Zukunft des einstigen Manroland-Werkes ist damit wieder völlig offen. Doch es gab keinen Aufschrei in der Bevölkerung, keine Demonstrationen in der Plauener Innenstadt, keine Statements der Politiker – das Thema zieht nicht mehr.
Merkel strebt rasche Einigung zur Solar- Kappung an
Regierung beschließt Reform des Mietrechts
Vorstoß für weibliche Doppelspitze der Linken
Memmingen: Waffen gehörten Vater des Schülers
"Botschafter für Demokratie und Toleranz" geehrt
Das Wetter heute in:
Schnelleinstieg:
Kinowelt
Schlagzeilen von Vogtland-Anzeiger.de
Meinungen und Vorschläge
Sie haben einen Leserbrief zu einem aktuellen Thema in unserer Zeitung? Dann schicken Sie diesen bitte direkt an unsere Redaktion. Auch wenn Sie einen Themenvorschlag aus dem Vogtland oder Kritik haben, können Sie uns informieren. redaktion@vogtland-anzeiger.de oder nutzen Sie unser Kontaktformular.
Täglich aktuelle Nachrichten
Täglich aktuelle Nachrichten bekommen Sie mit unserem RSS-Feed. Kopieren Sie einfach den Link in Ihren Feed-Reader oder legen Sie ihn als dynamisches Lesezeichen in Ihrem Browser an. >> RSS-FEED: Vogtland-Anzeiger.de
>> RSS-FEED: Vogtland-Sport.de
>> Unsere Nachrichten auf Ihrer Seite
>> Service: Was ist RSS?
Aktuelle Umfrage:
Vogtland-Anzeiger Newsletter
Tod beim Rangieren auf Oelsnitzer Bahnhof
Bei einem tragischen Arbeitsunfall am Oelsnitzer Bahnhof kommt am Dienstagmorgen ein Rangierer ums Leben.
Von Renate Wöllner
Oelsnitz - Der 58 Jahre alte Lokrangierführer Harald Enders aus Klingenthal wurde beim Rangieren eines Güterzuges zwischen der Lokomotive und dem nachfolgenden Waggon eingeklemmt. Der Notarzt konnte nur noch den Tod feststellen. Die Rettungskräfte waren schnell vor Ort, weil die Mitarbeiter einer Kranfirma, die auf dem Gleis gegenüber einen anderen Güterzug beluden, den Unfall bemerkt hatten und den Alarm auslösten. Ein Lokrangierführer arbeitet in der Regel allein.
Die Spurensicherung fiel in die Zuständigkeit der Bundespolizei-Inspektion Klingenthal, die mit einer Reihe von Beamten vor Ort ermittelte. Auf dem Rangierbahnhof herrschte gespenstische Stille. Die Unfallursache - ob menschliches oder technisches Versagen vorlag, konnte Dienstagmorgen noch nicht geklärt werden, informierte Pressesprecher Mario Speer von der Klingenthaler Dienststelle.
Unerklärlich erschien der Hergang zunächst, weil die Lok mit Hilfe einer Funkfernsteuerung bewegt wird. Der Lokführer darf erst dann in den Zwischenraum eintreten, wenn die Fahrzeuge kupplungsreif stehen. Ermittelt wird "doppelsträngig" von der Bundespolizei und dem Eisenbahn-Bundesamt, sagte Speer. Dabei wird der Fahrtenschreiber der Lok ausgewertet, was einige Zeit in Anspruch nimmt.
"Die Ermittlungen laufen, die Staatsanwaltschaft ist eingeschaltet", gab auch DB-Pressesprecherin Änne Kliem aus Leipzig gegen Abend Auskunft. Der Güterverkehr war bis 13.30 Uhr unterbrochen. Der Personenverkehr mit der Vogtlandbahn lief regulär, die Züge fuhren im Schritttempo an der Unfallstelle vorbei.
Der tödlich verunglückte Lokrangierführer, dessen Dienstort Zwickau war, galt in Bahnerkreisen als erfahrener und gewissenhafter Kollege. Er hinterlässt Ehefrau und Tochter. Oelsnitzer Bahnhof, Dienstagmorgen: Bundespolizei-Sprecher Mario Speer (2. von rechts) hat eine bedrückende Nachricht zu verkünden. Beim Rangieren eines Güterzugs kam es zu einem tödlichen Arbeitsunfall. Foto: Wöllner
2011-11-18
Vogtland-Anzeiger jetzt kostenlos testen
Täglich das ganze Vogtland in einer Zeitung und zum günstigsten Zeitungspreis in der Region: Lesen Sie den Vogtland-Anzeiger mit unserem Probeabo zwei Wochen völlig kostenlos. >> mehr dazu...






