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Die Zeit ist schnelllebig. Viel zu schnelllebig. Leider. Die Top-Themen, die noch vor einigen Wochen tagelang die Zeitungsspalten füllten und die Nachrichten beherrschten, werden ganz schnell zum Ladenhüter, zu Themen, von denen die Öffentlichkeit kaum mehr Notiz nimmt. Dabei stellt sich die allgemeine Teilnahmslosigkeit oft genau dann ein, wenn das öffentliche Interesse besonders wichtig wäre. Die Rede ist vom Plauener Traditionsbetrieb Plamag. Anfang der Woche zog sich der nächste Kaufinteressent zurück. Die Zukunft des einstigen Manroland-Werkes ist damit wieder völlig offen. Doch es gab keinen Aufschrei in der Bevölkerung, keine Demonstrationen in der Plauener Innenstadt, keine Statements der Politiker – das Thema zieht nicht mehr.
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Syratalstraße in Plauen bleibt Streitthema Nr. 1
Plauen – Gibt es in Plauen keine anderen Probleme? Dies werden sich sicher einige Vogtländer fragen, die keinen direkten Bezug zur Syratalstraße haben.
Wie der Straßenname schon sagt, handelt es sich um eine Straße durch das Landschaftsschutzgebiet Syratal, und hier beginnt auch schon das Streitthema, das seit Jahren im Stadtrat, bei Ortschaftsräten und bei vielen Plauenern scharf diskutiert wird. Der Stadtrat hat die Straße für den Verkehr sperren lassen. Umweltschützer begrüßen die Entscheidung.
Gestern drehte auch der Mitteldeutsche Rundfunk (MDR) über die städtische Querverbindung und über den bereits ewig währenden Kleinkrieg, über das Für und Wider dieser durch Fördermittel ausgebauten Straße. Der Bericht soll im Sachsenspiegel ausgestrahlt werden.
Die „Abkürzung“ zwischen dem Ortsteil Neundorf und der Pausaer Straße, einer Hauptverkehrsader in der Stadt, ist seit Montag wieder geschlossen. Eine Schranke versperrt die Durchfahrt.
Der „Umweg“ durch die Innenstadt ist laut Schätzungen drei Mal so lang. „Je nach dem, wie man fährt, ist die Umfahrung etwa 3,6 Kilometer länger und hat fast zehn Lichtsignalanlagen“, so Werner Schindler. Der Plauener hält die Öffnung der Straße für umweltrechtlich vertretbar. Im Sommer hat er auch eine Petition gegen die Entscheidung des Plauener Stadtrates, die Syratalstraße zu entwidmen, eingereicht. „Es handelt sich noch um ein schwebendes Verfahren. Die Straße dürfte noch gar nicht gesperrt sein“, so Schindler.
„Wir brauchen die Straße nicht abgestuft“, sagt Helko Grimm (CDU). Der Ortsvorsteher von Kauschwitz stellt regelmäßig bei Sperrungen fest, dass in Zwoschwitz und Kauschwitz der Verkehr deutlich zunimmt. Für Grimm ist das Durchfahrtsverbot durch das Syratal nicht nachvollziehbar. Dass es sich hier um ein Landschaftsschutzgebiet handelt, ist allen klar. „Das Gebiet muss erhalten bleiben, aber wir benötigen auch die Nutzbarkeit der Straße“, meint Axel Reinhold. Der ehemalige Polizist sieht die gesperrte Straße vor allem als Havarielösung in Gefahr. Zwar dürfen Rettungsdienst und Landwirtschaftsfahrzeuge die Straße befahren, allerdings hätte nicht jeder einen Schlüssel für die Schranke, so Reinhold. Dies könnte im Ernstfall zum Problem werden.
Anfang der Woche gab es auch ein Treffen der umliegenden Ortschaftsräte. Hier wurde über eine Bürgerbefragung nachgedacht. Die Frage sei aber, ist dies dem Steuerzahler zumutbar, so Grimm: „Die benötigten Unterschriften dafür, sind aus unserer Sicht möglich.“
Die Ortschaftsräte wollen nun bis zur nächsten Wahl abwarten. Da in Neundorf in naher Zukunft eine Brücke gebaut wird, ist die Straße mindestens für zwei Jahre wieder geöffnet und damit auch das Thema erstmal vom Tisch. mar
2009-10-30
Kommentar von _Dietrich Klug am 01.11.2009; 14:27:18 Uhr
Kommentar zu Syratalstraße in Plauen bleibt Streitthema Nr. 1
Das Landschaftsschutzgebiet (LSG) am Syratal in Plauen gehört zu den wenigen Rückzugsgebieten für Menschen und Tiere, welche Ruhe und Erholung suchen. In § 26 des deutschen Bundesnaturschutzgesetzes wird festgelegt, dass Landschaftsschutzgebiete der Erhaltung und Entwicklung der Natur dienen sollen, Beeinträchtigungen des Naturhaushaltes beseitigt werden sollen und die Leistungs- und Funktionsfähigkeit wieder hergestellt werden.Tatsache und unstreitig ist, wenn die Straße am Syratal für den öffentlichen Straßenverkehr wieder geöffnet wird, erfolgt eine Entwertung des v. g. LSG hinsichtlich des Erholungswertes für Lebewesen jeder Art!
Der krankmachende Verkehrslärm nimmt immer mehr zu. Es ist also höchst fragwürdig die o. a. Straße für den öffentlichen Straßenverkehr mit lärmenden Kraftfahrzeugen zu öffnen und damit ein Erholungsgebiet für Ruhe suchende Menschen zu opfern. Wieviel Straßenverkehr und den damit verbunden Verkehrslärm braucht die Menschheit noch, um zu einem Umdenken zu kommen? Was nützen aller Komfort und Bequemlichkeit für einige Menschen, wenn dadurch die Lebensqualität anderer Menschen bedingt durch Lärm stark reduziert wird. Lärm ist ein Geißel der Menschheit! Wenn die Straße am Syratal geöffnet werden sollte, stellt sich dann schnell die Frage, ob nicht auch durch weitere LSG neue Straßen gebaut werden können, nur damit der Straßenverkehr flüssiger wird. Umweltschutz ist zugleich auch Schutz der Umwelt vor Lärm jeglicher Art! Der Mediziner und Bakteriologe
Robert Koch (1843 - 1910) äußerte sich zu dem Thema Lärm wie folgt: „Eines Tages wird der Mensch den Lärm ebenso unerbittlich bekämpfen müssen wie die Cholera und die Pest.“
Kommentar von _Karl der Große am 01.11.2009; 17:38:47 Uhr
Kommentar zu Syratalstraße in Plauen bleibt Streitthema Nr. 1
Ich empfehle, die wahren Motive des Herrn Schindler zu recherchieren.Kommentar zu Syratalstraße in Plauen bleibt Streitthema Nr. 1?
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Kommentar von _tux am 30.10.2009; 20:56:42 Uhr
Kommentar zu Syratalstraße in Plauen bleibt Streitthema Nr. 1
Eine Syratalstrasse in Plauen gibt es nicht!Die Straße heißt "Am Syratal"