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Die Zeit ist schnelllebig. Viel zu schnelllebig. Leider. Die Top-Themen, die noch vor einigen Wochen tagelang die Zeitungsspalten füllten und die Nachrichten beherrschten, werden ganz schnell zum Ladenhüter, zu Themen, von denen die Öffentlichkeit kaum mehr Notiz nimmt. Dabei stellt sich die allgemeine Teilnahmslosigkeit oft genau dann ein, wenn das öffentliche Interesse besonders wichtig wäre. Die Rede ist vom Plauener Traditionsbetrieb Plamag. Anfang der Woche zog sich der nächste Kaufinteressent zurück. Die Zukunft des einstigen Manroland-Werkes ist damit wieder völlig offen. Doch es gab keinen Aufschrei in der Bevölkerung, keine Demonstrationen in der Plauener Innenstadt, keine Statements der Politiker – das Thema zieht nicht mehr.
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Plauener wollen „PL“ wieder
Initiative aus Heilbronn stellt Kennzeichen-Frage in der Innenstadt
Plauen – „Wollen Sie das PL-Kennzeichen zurück?“, fragten Christin Zander und Beatrice Zinke in dieser Woche die Passanten am Plauener Tunnel. Beide gehören zu einer Heilbronner Initiative, die das Interesse der Bevölkerung an der Wiedereinführung und dem Erhalt von auslaufenden Kfz-Kennzeichen untersuchen.
Sollte sich die Erwartung bestätigen, dass eine Reform der bisherigen Kennzeichenpolitik gewünscht wird, kann die Initiative dazu beitragen, die Interessen der Städte, in denen eine Veränderung gewünscht wird, zu bündeln. Bereits mehr als 100 deutsche Städte bekundeten ihr Interesse bisher. In der Innenstadt wurden die Plauener Bürger gestern angesprochen, kamen aber auch ganz von selbst zum Infostand. Mit der Beantwortung eines Fragebogens wurde Auskunft gegeben, beispielsweise über Alter und den Besitz eines Autos. Die Frage nach der Wiederkehr des PL-Schildes wurde scheinbar fast ausschließlich mit „Ja“ beantwortet. Jedoch sei bei den Bürgern der Eindruck entstanden, dass es offiziell nicht unbedingt gewünscht sei.
Trotzdem seien Kennzeichenwechsel laut Heilbronner Initiative ein kommunal interessantes und aus Marketingsicht unbedingt vorteilhaftes Thema. Es dürfe nicht unterschätzt werden, dass neben den Interessen der Bürgern sowie der touristischen Nutzbarkeit, auch die ortsansässige Wirtschaft und Ansiedlungsvorhaben ebenfalls Argumente dafür seien, sagt Professor Dr. Ralf Borchert, Studiendekan Bachelor, dem Vogtland-Anzeiger. Für die Städte, die ehemals – in der Regel als Kreisstädte – mit einem Kennzeichen auf den Straßen präsent waren, wird das „Hanauer Modell“ vorgeschlagen, was mehrere Kennzeichen in einem Landkreis bedeute. Die Zuordnung erfolge eindeutig nach dem Wohnort.
Dies funktioniere in der Realität mehrfach und sei gesetzeskonform, so der Experte. Die Idee für die bundesweite Zusammenfassung soll die Forderung „Kennzeichenliberalisierung – Mehrere Kennzeichen in einem Landkreis“ zur Folge haben. Bis Juni 2010 soll durch die Initiative eine Kurzstudie erstellt werden, die allen beteiligten Städten zugeht. Nach der Vorstellung im Herbst und einer gemeinsamen Formulierung des Anliegens, werde das Thema auf der kommunalen Ebene, in den Landkreisen und Ländern relevant, wenn es zu einem ernsthaften Entschluss der Städte käme.
Von Stephanie Rössel
2010-04-15
Kommentar zu Plauener wollen „PL“ wieder?
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Kommentar von _Carina am 15.04.2010; 16:51:34 Uhr
Kommentar zu Plauener wollen „PL“ wieder
Ja, ich möchte PL wieder. Schließlich steht PL für Plauen!!