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Herausgeber Wilfried Hub Handikap

Die Zeit ist schnelllebig. Viel zu schnelllebig. Leider. Die Top-Themen, die noch vor einigen Wochen tagelang die Zeitungsspalten füllten und die Nachrichten beherrschten, werden ganz schnell zum Ladenhüter, zu Themen, von denen die Öffentlichkeit kaum mehr Notiz nimmt. Dabei stellt sich die allgemeine Teilnahmslosigkeit oft genau dann ein, wenn das öffentliche Interesse besonders wichtig wäre. Die Rede ist vom Plauener Traditionsbetrieb Plamag. Anfang der Woche zog sich der nächste Kaufinteressent zurück. Die Zukunft des einstigen Manroland-Werkes ist damit wieder völlig offen. Doch es gab keinen Aufschrei in der Bevölkerung, keine Demonstrationen in der Plauener Innenstadt, keine Statements der Politiker – das Thema zieht nicht mehr.

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Niederflurbahnen könnten ab 2012 in Plauen rollen

Straßenbahn Plauen Plauen – Die Plauener Straßenbahn fährt seit der Wiederfreigabe der Hauptlinie nach Neundorf wieder mit allen verfügbaren Zügen. Seit dem Fahrplanwechsel Anfang Oktober sind täglich etwa 16 Straßenbahnwagen auf den fünf Linien im Stadtgebiet unterwegs.

 

Das Traditionsunternehmen feiert am 17. November seinen 115. Geburtstag. An diesem Tag fuhr erstmals eine Straßenbahn durch Plauen, damals pendelte sie zwischen Oberer Bahnhof und dem Neustadtplatz.  Optimistisch blickt Geschäftsführerin Barbara Zeuner in die Zukunft: „Wir wollen unseren Fahrplan beibehalten, wenn auch die Fahrgastzahlen weiter stabil bleiben. Wir fahren im 10-Minuten-Takt. Das ist ein super Angebot. Dies findet man in anderen vergleichbaren Städten nicht. In Cottbus zum Beispiel wird im 15-Minuten-Takt gefahren.“
 
Täglich 16 Züge im Einsatz
 
 Die Aufrechterhaltung des Taktes, sei das oberste Ziel, so Zeuner. Aufmerksame Plauener werden sicher feststellen, dass mit den rund 16 Straßenbahnen deutlich weniger fahren, als noch vor einigen Jahren. Das ist richtig, sagt Hartmuth Förster. Der Betriebsleiter weiß aber auch warum das so ist: „Wir haben einfach nicht mehr den Bedarf wie damals. Stellenweise haben wir mehr Bahnen zur Verfügung gestellt, als genutzt wurden. In eine Bahn passen zwischen 90 und 100 Personen.“


 Negativ wirkt sich auf die Plauener Straßenbahn nicht nur die stetig zurückgehenden Einwohnerzahlen der Spitzenstadt aus. Seit Jahren steigen auch die Betriebskosten.
 Um wirtschaftlich zu arbeiten, werden die Straßenbahnen ab etwa 21 Uhr auf den Hauptlinien von den so genannten Nachtbussen ersetzt. Der Bedarf der Straßenbahnen wird regelmäßig durch Fahrgastzählungen kontrolliert, heißt es vom Unternehmen.
 
Investitionen ins Streckennetz
 
 Um die Attraktivität der Plauener Tram zu verbessern, sind in den letzten Jahren zahlreiche Maßnahmen und Investitionen in das Streckennetz getätigt worden. Die 41 Straßenbahnhaltestellen sind fast alle jeweils mit einem Fahrscheinautomaten und einem Anzeigesystem ausgestattet, dies zeigt die Abfahrtzeiten der Bahnen an und kann die Fahrgäste auf mögliche Verspätungen durch Unfälle oder auf eventuelle Störungen hinweisen. Auf der Linie nach Neundorf wurde das Angebot kürzlich auch um eine neue Haltestelle erweitert. Seit der Wiederaufnahme der Hauptlinie hält die Straßenbahn damit erstmals auch vorm neuen Rathaus.


 Ab 2012 könnten in Plauen auch moderne und leistungsstarke Niederflurbahnen ihre Runden auf den Schienen drehen. Dies hängt allerdings von möglichen Fördermitteln ab. „Wir werden 2010 zwei Niederflurbahnen bestellen“, sagte Barbara Zeuner dem Vogtland-Anzeiger. Der Umbau der Infrastruktur dafür läuft bereits seit 1992, so die Geschäftsführerin.


 Die neuen Bahnen ermöglichen ein barrierefreies Einsteigen und auch im Stromverbrauch sollen sie günstiger sein. Die Anschaffung der beiden Bahnen sei im Landesinvestitionsplan vorgesehen, heißt es. Zeuner: „Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht.“ Bei der Finanzierung der Bahnen kann eine 50 prozentige Förderung durch den Freistaat Sachsen erfolgen. Die restliche Hälfte müssen aus eigenen Mitteln der Plauener Straßenbahn finanziert werden.
 
Betriebshof aufwendig saniert
 
 Auf die neuen Niederflurbahnen vorbereitet wurde auch der Betriebshof, der derzeit für rund 16 Millionen Euro umfangreich saniert und umgebaut wird. „Die Fertigstellung der Arbeiten soll Jahresende sein“, sagte der technische Leiter der Straßenbahn, Lothar Langhof. In der neuen „Garage“ haben nicht nur erstmals alle Straßenbahnen mit einmal Platz, sondern sie müssen im Winter auch nicht mehr die gesamte Nacht kostenintensiv vorgeheizt werden, so Langhof.
 
Tag der offenen Tür
 
 Im Januar soll dann auch die gesamte Verwaltung des Unternehmens, die bisher auf der Melanchthonstraße 4 zu finden ist, mit in den neuen Betriebshof an der Wiesenstraße ziehen. Hier erhofft sich das Plauener Traditionsunternehmen eine weitere Senkung der Betriebskosten. Welche Vorteile der neue Betriebshof bietet, möchte die Bahn im kommenden Jahr den Plauenern an zwei Aktionstagen zeigen. Diese sollen am 24. und am 25. April sein.

 

2009-10-22




Kommentar von _ReusaerTramnutzer am 22.10.2009; 07:52:37 Uhr

Kommentar zu Niederflurbahnen könnten ab 2012 in Plauen rollen

Die Beschaffung von Neufahrzeugen wurden ja schon mehrfach angekündigt, hoffen wir daß es diesmal klappt

Kommentar von _U.G. am 23.10.2009; 07:25:59 Uhr

Kommentar zu Niederflurbahnen könnten ab 2012 in Plauen rollen

vieleicht kann dann auch ein Rollstuhlfahrer mitfahren

Kommentar zu Niederflurbahnen könnten ab 2012 in Plauen rollen?

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