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Herausgeber Wilfried Hub Handikap

Die Zeit ist schnelllebig. Viel zu schnelllebig. Leider. Die Top-Themen, die noch vor einigen Wochen tagelang die Zeitungsspalten füllten und die Nachrichten beherrschten, werden ganz schnell zum Ladenhüter, zu Themen, von denen die Öffentlichkeit kaum mehr Notiz nimmt. Dabei stellt sich die allgemeine Teilnahmslosigkeit oft genau dann ein, wenn das öffentliche Interesse besonders wichtig wäre. Die Rede ist vom Plauener Traditionsbetrieb Plamag. Anfang der Woche zog sich der nächste Kaufinteressent zurück. Die Zukunft des einstigen Manroland-Werkes ist damit wieder völlig offen. Doch es gab keinen Aufschrei in der Bevölkerung, keine Demonstrationen in der Plauener Innenstadt, keine Statements der Politiker – das Thema zieht nicht mehr.

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Neue Wissenschaftsministerin besucht BA Plauen

Schloss Plauen – Er habe einen durchweg positiven Eindruck, bringt Plauens Oberbürgermeister Ralf Oberdorfer das Gespräch mit der neuen sächsischen Wissenschaftsministerin, Sabine von Schorlemer, auf den Punkt.

 

Die Politikerin nahm am Freitag am Festakt anlässlich des zehnjährigen Bestehens der Berufsakademie in Plauen teil und Oberdorfer nutzte diese Gelegenheit, um der Ministerin vor Ort den geplanten neuen Standort der BA auf dem Areal rund um das historische Schloss vorzustellen. Ein Stück weit sei dieser Wunsch auch von ihr selbst gekommen, freut sich Oberdorfer, der zudem noch das freundliche Herbstwetter auf seiner Seite hatte.


Man sei sich einig gewesen, dass das Areal in unmittelbarer Zentrumsnähe einer Nachnutzung bedarf. Besonders angetan zeigte sich das Stadtoberhaupt über die konkrete Sachkenntnis der Ministerin und ihrer Referatsleiter, die das Projekt seit längerem begleiten. Der vorliegenden Entwicklungskonzeption werde auch in Dresden Erfolg bescheinigt. Nun ist vor allem die Liegenschaftsverwaltung gefragt, die das Objekt quasi in die Zukunft „entlassen“ muss.

 

Dass die Plauener BA die erste von sieben in Sachsen ist, die die Ministerin besuchte, wertete Oberdorfer als ebenso positives Zeichen, wie die Anwesenheit zahlreicher Praxispartner beim Festakt im Rathaus. So habe Frau von Schorlemer sich selbst davon überzeugen können, dass die Studieneinrichtung und ihre Inhalte eng in der Region verwurzelt sind. Dass dennoch immer wieder nachgehakt werden müsse, um Projekte für höhere Bildung in Plauen zu etablieren oder neu anzusiedeln, daraus macht Oberdorfer allerdings ebenso wenig Hehl. „Ich gehe mit einem guten Gefühl ins Wochenende“, so Oberdorfer entspannt. tp

 

Zehnjähriges Bestehen in Plauen mit Festakt gewürdigt

 

Oberbürgermeister Ralf Oberdorfer nutzte die Gelegenheit, der Ministerin das für den Standort Berufsakademie vorgesehene Areal auf dem Amtsberg vorzustellen.Foto: Pastierovic„Die Zukunft der Staatlichen Studienakademie Plauen erscheint mir hoffnungsvoll.“ Schon zehn Jahre nach ihrer Gründung sei die Plauener Bildungseinrichtung im Verbund der Berufsakademie Sachsen tief und fest verwurzelt.


So urteilte am Freitag die Sächsische Kunst- und Wissenschaftsministerin Sabine Freifrau von Schorlemer während ihrer Festrede zum 10. Jahr des Bestehens der Bildungseinrichtung. Und in der zeitgleich von ihrem Ministerium verbreiteten Presseerklärung klingt das Lob für die Berufsakademien und der momentan noch kleinsten in Plauen, sogar eine Spur dicker. „Die Berufsakademie ist aus dem Studienangebot in Sachsen nicht mehr wegzudenken.“ Vertreter aus Politik und Wirtschaft, Lehrkräfte, Förderer und Praxispartner des dualen Bildungssystems folgten der Einladung des kommissarischen Direktors Dr. Anton Schlittmaier zur Festveranstaltung in den Rathaussaal.


Aus den Grußreden sowohl des Landrats Dr. Tassilo Lenk wie auch Plauens Oberbürgermeisters Ralf Oberdorfer wurde nicht nur der Stolz auf diese Akademie „am Eingangstor zu Sachsen“ deutlich, sondern auch der unbedingte Wille nach einer Weiterführung und dem Ausbau. Mit den heute 300 Studenten habe das Haus an der Melanchthonstraße seine Aufnahmekapazität erreicht. Insofern hofften alle auf eine Unterstützung des Freistaats, das Areal um das in sächsischer Hand befindliche Schloss fernerhin zum Standort auszubauen. Auf wenigstens 600 Studenten möchte es Oberdorfer innerhalb der nächsten fünf Jahre bringen, Hans-Joachim Wunderlich von der IHK Südwestsachsen sprach gar von 900.


„Um den Status eines hochschuluniversitären Standorts zu erreichen, müssen wir mindestens 1400 Studenten nachweisen“, legte Lenk die Messlatte noch höher. Das duale System, welches theoretische mit praktischer Ausbildung vereint, habe längst seine Anerkennung erhalten. Wichtig für die Zukunft sei, Studiengänge mit Alleinstellungsmerkmalen in Plauen zu etablieren, so Lenk. Derzeit wird in den Studiengängen Handel, Technisches Management, Gesundheits- und Sozialmanagement sowie Außenhandel und Internationales Management ausgebildet. Die Übernahmerate der Akademiker durch ihre Praktikumspartner liegt mit 95 Prozent in Plauen über dem bundesdeutschen Durchschnitt. Derzeit studieren in Sachsen 5000 Jugendliche an den sieben BA. Zum Oktober wurden 1900 immatrikuliert. mam

 

2009-11-06




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