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Die Zeit ist schnelllebig. Viel zu schnelllebig. Leider. Die Top-Themen, die noch vor einigen Wochen tagelang die Zeitungsspalten füllten und die Nachrichten beherrschten, werden ganz schnell zum Ladenhüter, zu Themen, von denen die Öffentlichkeit kaum mehr Notiz nimmt. Dabei stellt sich die allgemeine Teilnahmslosigkeit oft genau dann ein, wenn das öffentliche Interesse besonders wichtig wäre. Die Rede ist vom Plauener Traditionsbetrieb Plamag. Anfang der Woche zog sich der nächste Kaufinteressent zurück. Die Zukunft des einstigen Manroland-Werkes ist damit wieder völlig offen. Doch es gab keinen Aufschrei in der Bevölkerung, keine Demonstrationen in der Plauener Innenstadt, keine Statements der Politiker – das Thema zieht nicht mehr.
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171 Tage Landesgartenschau in Reichenbach zu Ende
Reichenbach – Die 5. Sächsische Landesgartenschau in Reichenbach ist Geschichte, die 6. Ausgabe 2012 in Löbau noch Zukunftsmusik. Mit wehmütiger Stimmung ging gestern das im Jahr 2009 größte touristische und medienwirksame Großereignis im Vogtland und der Mittelpunkt des gärtnerischen Geschehens in Sachsen zu Ende.
„Insgesamt blicken wir auf 171 erfolgreiche Landesgartenschautage zurück.“, sagte Oberbürgermeister Dieter Kießling. „Nicht nur was die Besucherzahl von weit über 450 000 Gästen betrifft. Die Stadt Reichenbach ist über die Landesgrenzen hinaus deutlich bekannter geworden. In der Bevölkerung hat sich das Wirgefühl verstärkt und die Reichenbacher sind sichtlich stolz darauf, was in ihrer Stadt geschaffen wurde. Auch das örtliche Gewerbe, insbesondere die Hotellerie und Gastronomie haben von diesem Großereignis profitiert“, wusste der Oberbürgermeister.
Kießling zeigte gestern Nachmittag im Neuberinhaus auch seine Sangeskünste. Die gegen Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich verlorene Kaktuswette löste er mit dem Reichenbacher Rathauschor und dem Frauenchor Reichenbach ein. Gemeinsam erklang dreistimmig das Lied „Mein kleiner grüner Kaktus“. Das Finale gestalteten Jens Pfretzschner und das Tanzensemble der Landesgartenschau mit dem Landesgartenschausong „Blütenmeer“.
Traditionsgemäß wurde der symbolische Staffelstab an die Veranstalter der nächsten Landesgartenschau übergeben. In drei Jahren richtet Löbau die 6. Landesgartenschau aus. Für Löbau hat sich Reichenbach etwas besonderes ausgedacht: Eine Scherenschaukel, die die gemeinsame Tradition der Textilindustrie beider Städte symbolisiert. Die Schaukel wird in drei Jahren auf dem Gartenschaugelände in Löbau als einer der Spielbereiche die Besucher erfreuen.
Allerdings endete die Laga in Reichenbach auch mit einer großen Panne und einem Ärgernis für manchen Besucher. Für viele blieb die Abschlussveranstaltung im Neuberinhaus ein Wunsch, denn sie mussten draußen bleiben. Familie Herold aus Schönbrunn zum Beispiel. Während Mutter und Sohn noch ins Haus kamen, blieb dem Vater die Veranstaltung verwehrt. Vor ihm schlossen die Pforten – obwohl er seinen Eintritt bezahlt hatte. tn
2009-10-19
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